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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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Die Predigt des 12. und 13. Jahrhunderts 415

Lambrecht, Anhang, ZfdA., 20,193-97 (Predigtkonzept); Ders., Der Predigervon St. Lambrecht, Miszellen aus Grazer Hss., Beitr. zur Erforschung steier.Gesch. 33, 1903.

Kleinere Bruchstücke. Cruel S. 207. Wackernagel, Ad. PredigtenNr. 14-26; Graffs Diutiska 3, 394. Betrachtg. üb. d. Vaterunser, Ad. Bl.2, 33. v. Heinemann, Wolfenbüttler Hss., ZfdA. 32, 119 ff. (eine sonstunbekannte Osterpredigt, die andern Stücke s. Steinmeyer, ebda S. 119und oben). Predigt von der Minne zu Gott, Pfeiffer, Ad. Ubungsb.S. 179-81. Bethmann, ZfdA. 5, 421-23. Pfeiffer, Drei Predigten ausd. 13. Jh., Germ. 7, 330-50. Diemer, Predigtentwürfe aus d. XIII. Jh.(Prag), Germ. 3, 360-67, Kollation Steinmeyer, ZfdA. 24, 93-95. Schön-bach, ZfdA. 27, 305-07. Zacher, ZfdPh. 11, 418-23 (11. Jh. u. 14. Jh.);V.Hardenberg, ZfdPh. 15, 257-76, u. Zacher, ebda S. 272-76. Zacher,ZfdPh. 11, 418-20 (11. Jh.). Jeitteles, Pred. auf Johannes d. Täufer,Germ. 35, 170-81. E. v. Ottenthai, ZfdA. 34, 36-39 (Pred. od. Traktat,13. Jh.). Strauch, Alemann. Predigtbruchstücke (13. Jh.), ZfdPh. 30,186-225. K. Schiffmann, Neue Predigthandschriften, ebda 34, 127-31,s.Strauch, ebda S.421. R. Nebert, E. alemann. Fronleichnamspredigt,ebda S. 50-62. Drei ermahnende Ansprachen für die Fastenzeit, hgb.J.M.Wagner, ZfdA. 15,439^12.16, 466 (2 Perg.bl. Klosterneuburg, 12. Jh.). Jos. Haupt, ZfdA. 23, 345-53 (12. Jh.). O.Zingerle, ebda 399-408(12. Jh.). J.Schatz, Bruchstücke einer bayerischen Predigths. des 12. Jh.s,Beitr. 52, 345-60 (wahrscheinl. aus Regensburg stammend). Strauch, Zf-dA. 41,364-69 (Münch.). Ders., Kölner Klosterpredigten d. 13. Jh.s(mfrk.),Festschrift Ch. Walter 1911, 21^8. Polheim u. Zwierzina, Neue Bruch-stücke ad. Texte aus Österreich. Bibliotheken, Glückwunsch f. Ferd. Eichler1920 S. 1 f. (aus Stift Schlägl in Obersösterreich); K. Polheim, SchläglerBruchstücke ad. Predigten, Beitr. 50, 18-59 (12. Jh.). Schröder, Einalemannisches Predigtfragment, ZfdA. 66, 31 f. Siehe Cruel S.207.

Der Fortschritt, den die Predigtweise im 13. Jahrhundert 1 machte, liegt inder geistigen Bewältigung des Stoffes durch die Verfasser, in ihrer Selbständig-keit und Unabhängigkeit von lateinischen Mustern; die Disposition wird freier,ein Thema wird einheitlich durchgeführt. Zwei von innerem Feuer durch-leuchtete bayerische Franziskanermönche waren die Führer zu dieser höherenPredigtstufe und der Stilisierung der Prosa.

Der Franziskanerbruder David von Augsburg 2 (geboren zwischen 1210und 1220) war Novizenmeister und Professor der Theologie in Regensburg,

1 Cruel S. 290-370; Linsenmayer S.317-90. Bruder David v. Augsbg., ein deutscher My-

2 Pfeiffer, Dt. Mystiker 1 S. XXVI-XLIV. stiker aus dem Franziskanerorden, 1915.309^105 u. ZfdA. 9, 1-67; Preger, Gesch. Strauch, Anz. 9, 117ff.; Hugo Hildebrand,d. dt. Mystik 1, 268-83, 2, 20f.; Ders., Das Kürschners dt. Nat.-Litt. Bd. 9, 14ff.; Nau-Traktat des Dav. v. Augsb. über die Waldesier, mann, Ad. Prosaleseb. S. 88-90; Petzet, Cata-Abhandl. d. Münch. Ak. 1878; Denifle, Anz. logus S. 317; Linsenmayer S. 391 f.B. Jel-9, 117ff.; Ed. Lempp, Zs. f. Kirchengesch. 19, linegg, David v. Augsbg., dessen dt. Schriften1898, 15^16. 340-60; Dagobert Stöckerl, auf ihre Echtheit untersucht usw., Progr.