400 Die geistliche Dichtung des 13. Jahrhunderts
Eingang ist gereimt, Pfeiffer, ZfdA. 8, 157. Herrn, v. Fritzlar S. 155-58. Ineiner Verdeutschung der Legenda Aurea, 15. Jh., Vogt, Beitr. 1, 280 f. Auchim Buch der Märtyrer, Goedeke, Mittelalter 2 S. 161-63. Hartwig von demHage, der Dichter eines Tagzeitengedichtes, 14. Jahrhundert (s. oben), hatauch eine Margaretenlegende verfaßt (1738 V., alemannisch), Museum f. ad.Lit. u. Kunst von v. d. Hagen usw. 1812 ff. Bd. 2,265, Jan van Dam, Stamm-lers Verfasserlex. 2, 218 f.; Docen, Ad. Wälder 3, 148-59; Schönbach, Anz.7,247-52; A. Bode, Üb. d. Margaretenleg. des H. v. d.H., Kieler Diss. 1890;Albert Bock, Üb. die Marg.-leg. d. H. v. d. H., Kieler Diss. 1893, dazu Be-haghel, Lbl. 1893,351. Eine der älteren Fassungen ist die WallersteinerMargarethenlegende (santMargreten buoch V.24), V. 637unvollendetabgebrochen (alemann., 13. Jh.); der Verfasser nennt sich nicht (hgb. v.Bartsch in seinen Germanist. Stud. 1, 1872, 1-30, s. dazu Vogt, Beitr. 1, 265).Er gibt im Eingang als Veranlasserin der Dichtung die Herzogin Clemende an.Diese war die Gemahlin des Herzogs Berthold V. von Zähringen, f 1218, sieüberlebte ihren Gatten mehrere Jahrzehnte. Die Abfassung des Gedichtessetzt Bartsch zwischen 1235—40. Bartsch hat diese Fassung für das Werk desvon Rud. v.Ems in der literarischen Stelle des Alexander 3259 mit den Wortensante Margareten leben hat uns gevuoge vür gegeben min vriunt her Wetzet, desgihe ich erwähnten Dichters Wetze 1 gehalten. Jedoch hat Zwierzina imJahre 1888 in einer Konstanzer Handschrift das wirkliche Werk Wetzeis ent-deckt ADB.42, 260 f., ZfdA. 37, 130 f.; Schröder, ZfdA. 51, 109. 67, 227 f.;Baechtold, Gesch. d. dt. Lit. in der Schweiz, Zusätze S. 207; Singer, LG. d.dt. Schweiz im MA., 1916, 47 u. D. malterl. Lit. in d.dt. Schweiz, 1930, 37f.;Wilhelm, Das Margarethenleben Wetzeis von Bernau, Münch. Mus. 3, 340^43.Dieser Wetze 1 von Bernau ist also der von Rudolf von Ems gerühmte Freund.Unter den verschiedenen alemannischen Bernau hält man das schweizerischeim Kanton Aargau für das zuständige, s. Schröder, ZfdA. 67, 227 f. Ausg.:Bartsch, Wetzeis heilige Margarete, Bartschs Germanist. Stud. 1, 1872,1-30. — Zwierzina, Ad. Bl. 42, 260 f.; Schröder, ZfdA. 51, 109. 153. 67,227 f.; Johannes Schmidt, Beitr. 3, 169, dagegen Bartsch, Germ. 24, 4 ff.;H. Herzog, Min friunt her Wetzel, Germ. 29, 31-33; Baechtold, Gesch.d. dt. Lit. in d. Schweiz S. 109 u. Anm. S. 31 f. und Zusätze u. VerbesserungenS.207. Sprachliches: Zwierzina, Anz.26, Reg. S.346.27 Reg.342. — Hss.:Wallerstein, Bartsch aaO. S. 1; Konstanz, Zwierzina, ZfdA. 37, 130.
SanctMechtild, „De sancta Mechtelde et fratre eius Alexandra qui fuitmonachus cisterciensis", eine niederdeutsche Prosalegende, 15. Jahrhundert,erzählt wie diese schottische Königstochter und ihre vier Brüder auf atyeweltliche Ehren verzichteten und zum Teil ein asketisches Leben führten. —Stammler, Mnd. Leseb., 1921, 50 f. u. Anm. S. 138 u. Nachtr. S. 147(Quelle: Thomas Cantimprat. De apribus).
Heil. Theodora. — Bruchstücke K.Roth, Mones Anz.6, 59; K.Roth,Denkmähler, 1840, S. 62-65; Goedeke, Grundr. I 2 , 233.