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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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396 Die geistliche Dichtung des 13. Jahrhunderts

Sprache 1, 1874, 332-34; Ph. Wegener, Drei mnd. Gedichte d. 15. Jhs., 1878,dazu Schönbach, Anz. 6, 172 f. (ein nd. Druck von 1500); Jos. Stroh-schneider, Mittelfränk. Prosalegenden (II), Progr. Prag 1892; Priebsch,ZfdPh. 36, 375-84 (nd. Ged. 14. Jh.); L. Busse, D. Leg. d. heil. Dorothea imdt. MA., Greifswalder Diss. 1930, dazu Menhardt, ZfdPh. 55, 447 f.; Doro-theaspiel (15. Jh.): Hoffmann, Fundgruben 2, 284-95; H. Schachner, ZfdPh.35, 157-96; Dorothea v. Montau s. Deutschordensliteratur. Lit. Piper,Geistl. Dichtg. 2, 66 f.; Jellinghaus, Grundr. II 2 , 367. Steffenhagen,ZfdA. 13, 532. 539-46; Norrenberg, Kölnisches Literaturleben aaO. S. 10.Lotte Busse, Stammlers Verfasserlex. 1, 448-52.

St. Eufrosyna, Jungfrau und Märtyrerin. K. Roth, Mones Anz. 6, 59;Karl Roth, Denkmähler, 1840, S. 50-55; Mourek, SB. d. Kgl. böhm. Ges.d. Wiss. 1890, 131 ff.).

Die hl. Genovefa, Patronin von Paris, geboren in England 454; als lieb-liches Kind Christin geworden, vermählt sie sich dem himmlischen Bräutigam,führt ein gottseliges, asketisches Leben zu Paris, wo sie den Bau einer Kirchefür den hl. Dionysius veranlaßte und 512 starb. Verschieden von der Legendeist die Genovefasage, s. LG. 11,2,124 u. Anm. 1. G. Kentenich, Genovefa-legende, Text 1472, o. J., dazu Stammler, Zs. f. Deutschkde. 1928, 816.

Sant Gerdraut, Tochter des Königs Pippin von Frankreich, gelobt Welt-entsagung und Keuschheit, führt nach dem Tode ihres Vaters mit ihrer Mutterein weitabgewandtes gottseliges Leben. J. V. Zingerle, Von Sant Gregorioauf dem Stein und von Sant Gerdraut, aus dem Winterteile des Lebens derHeiligen hgb., 1873 (Prosa, S. 24-26).

Hl. Hedwigis, Tochter des Herzogs von Andechs, Gemahlin Herzog Hein-richs von Schlesien und Polen, gründet das Kloster Trebnitz, in das sie sichnach dem Tode des Herzogs als Nonne zurückzieht, stirbt 1244; 1266 heiliggesprochen wegen ihres gottseligen Lebenswandels. Dt. Übersetzung vonRud. Wintnawer, 1380, Prosa (Priebsch, ZfdPh. 35, 363 f.); eine anderevon 1424 (Bruno Obermann, Das lebin sent hedewigis, Progr. Schleusingen1880); eine dritte von Peter Freytag aus Brieg 1451 (F. H. Seppelt, Mittel-alterl. Hedwigslegenden, Zs. d. Ver. f. Gesch. Schlesiens 48, 1913, 1-18);Wernicke Fragm., ebda 15, 1881, H. 2; Alice Dehmelt, Sprachliche Be-urteilung einer Hs. der Hedwigslegende von 1451, Berl. Diss. 1920, Ausg.(Lautstand schles.); Klapper, Stammler Verfasserlex. 1,670 f. u. 2, 233-40.Druck von 1504.

Ida vonToggenburg. Eigentlich eine in Legendenweise gekleidete Novelle:Itta, Gemahlin des Grafen von Toggenburg, wird bei ihrem Manne des Ehe-bruchs verleumdet. In einem Wildbach geworfen, wird sie durch Gottes Gnadegerettet. Sie geht in eine Klause und lebt in ständigem Dienste Gottes.Birlinger, Legende von S. Idda v. Togg., Alem. 12, 173-77; L. M. Kern,Die Ida v. Toggenburg-Leg., Thurgauische Beitr. zur Vaterland. Gesch. 64/65,1929, 1-136.