Die Heiligenlegenden im einzelnen 391
Bearbeitung von Robert le diable, Germ. 37, 44-62. 201-203; Jellinghaus,Pauls Grundr. II 2 , 378.
Sebald, Wackernagel, LG. I 2 , 452.
Sebastian, Offizier der Leibwache Diokletians, Märtyrer; wegen seinesChristentums an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt. In derdeutschen Literatur selten. Wilhelm, Peter Grieninger, Münch.Mus. 1,1911,235-40: ein Spruch von S. Sebastian, um 1460; Passional, Köpke S. 100-111.
Servatius, Bischof von Tongern, der Heilige von Maastricht; das Bilddes heiligen Kirchenfürsten, Heidenbekehrers, Predigers. Ihm sind zwei um-fangreichere deutsche Legenden gewidmet: Veldekes Servatius (s. LG. II, 2,83-86, daselbst Inhalt und Lit.), sowie ein obd. (bayer.) Gedicht aus dem Endedes 12. Jhs. (über 3548 V., herausgegeben von Haupt, ZfdA. 5, 75-192);Bruchstücke: Frommann, Germ. 18, 458 f.; Legband, ZfdA. 46, 305 ff.;O. Greifeid, Servatius, e. obd. Legende d. 12. Jhs., Berl. Diss. 1887; Schrö-der, Münch. SB. 1924 3. Abt. S. 14 f.; Goedeke, Mittelalter 2 174-80. —Sprache: Zwierzina, Anz.26 Reg. S.354. 27 Reg. S.349 f.; Stil: W. Grimm,Athis, kl. Sehr. 3, 244; Reime: v. Kraus, ZfdA. 56, 64f. — Weitere Lit.s.Goedeke, Grundriß l 2 , 45; Piper, Geistl. Dichtg. 2, 32-37; LG. II, 2, 83Anm. 1, wo bes. Wilhelm, S.Serv. od. wie das erste Reisusw., 1910 (s. auchWilh. Levison, DLz. 1932, 2047).
S. Silvester, Papst, Aussatzsage; Einführung des Christentums und dieDisputation auf der Synode. — Siehe LG. II, 1, 152 f. 273; Piper, Geistl.Dichtg. 2, 31; das mhd. Gedicht von Konrad v. Würzburg s. oben; Schrö-der, Kaiserchron. S.60f. u. V. 7806-10633; Wackernagel-Stadler, Arm.Heinr. S. 177 ff. 224. 227 ff.; V. Ryssel, Arch.95, 1-54; G. Prochnow, Mhd.Sylvesterlegenden u. ihre Quellen, ZfdPh. 33, 145-212; Singer, WillehalmS. 43 ff. 96; Passional, Köpke S. 62-93.
St. Stephanus, erster Märtyrer (Protomartyr). Apostelgesch. 6 u. 7.— Piper, Geistl. Lit. 2, 31; Reginald J. McClean, Havich der Kellner,St. Stephans Leben aus d. Berl. Hs. hgb., Dt.Texte d. MA.s, 1930 (bayer.,14. Jh.), dazu Schröder, GgA. 1931, 61-66 u.Anz.50, 160 (Havich = Hauch,Haug, Hugo), Piquet, Rev. germ.22, 1931, 305 f., A.C.Dunstan, The Mod.Langu. Rev. 26, 2, Apr. 1931; Emil Baumgarten, Lat. u. deutsche Stepha-nuslegenden, Hall. Diss. 1924. Masch.dr.; McClean, Sprachliche u. metrischeUntersuchungen zu St. Stephanus Leben, Königsberger Diss. 1928; Pfaff,Md. Stephanusleg., Alem. NF. 6, 225-27; Heigel, Germ. 20, 448; Priebsch,Dt. Hss. in England 1 S. 113. 289-95; Passional, Köpke S. 37-53; RuthWestermann, Stamml. Verfasserlex. 2, 230 f.
Zu den am nachhaltigsten wirkenden Legenden gehört die vonTheophilus,dem Teufelsbündler, die älteste Gestalt der Faustsage. Theophilus, Vizedomi-nus der Kirche von Adana in Cilicien im 6. Jahrhundert, ergibt sich, um dieseWürde, die ihm genommen wurde, wieder zu erhalten, dem Teufel, erlangt je-doch nach strenger Buße durch Maria die Gnade Gottes wieder. Am 4. Februar