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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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386
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386 Die geistliche Dichtung des 13. Jahrhunderts

Seine Seele wird von Engeln in den Himmel getragen. Passional, KöpkeS. 453-57. LG. II, 1, 153-55; Goedeke, Dt. Dichtg. im MA. 2 S. 158.

Der heilige Albanus, christl. Ödipussage, s. LG. II, 1, 155-57; Typus:fürstlicher Büßer. Siehe Andreas Kurzmann unter 14. 15. Jahrhundertund Albrecht v. Eyb, Ehebuch 14. 15. Jahrhundert.

Alexius, 1 sehr beliebte Legende seit dem 12. Jahrhundert. Typus: Selbst-und Weltentsagung. Grundlage eine syrische Vita. Der Sohn eines vornehmenMannes in Rom wird mit einer vornehmen Jungfrau verheiratet; sie gelobenKeuschheit und Entsagung von allem Irdischen. Er pflegt die Armen, gehtnach Syrien und Jerusalem, kommt nach Rom zurück und lebt im Hauseseines Vaters unerkannt, hat seinen Aufenthalt unter der Treppe. Als er stirbt,läuten alle Glocken.

Anno, Heil., Bischof, LG. II, 1, 144-51.

Sanct Anseimus ist eigentlich keine Heiligenlegende, sondern eine Lei-densgeschichte Christi: Der heilige Mann Anseimus befragt Maria, was ihremKinde zu Leide geschehen. Sie erscheint ihm und beantwortet ihm seine Fragenum Christi Tod. Also Dialogform. Niederrhein. Gedicht Anseimus Buch(1235 V.), Druck, Original ist verloren, wohl 2. Hälfte 14. Jahrhundert.Köln 1514, überschrieben Sent Anseimus vrage tzo marien, 1242 V., heraus-gegeben Schade, Geistl. Ged. S. 237-90; Mittelniederd. Ged. Ancelmus vomLeiden Christi, 14. Jahrhundert, 1253 V., Ausg. Lübben, Zeno oder dieLegende von den heiligen Drei Königen. Ancelmus vom Leiden Christi, 1869,2. Ausg. 1885; Oesterley in Goedekes Dt. Dichtg. im MA. 2 S. 13-15; Jel-linghaus, Grundr. II 2 , 366 Lit. Anm. 7; Stammler, Gesch. d. nd. Lit.S.20; Schade, Interrogatio Sancti Anshelmi de passione Domini, 1870, dazuKarl Schröder, Germ. 17, 231-35; P. Norrenberg, Kölnisches LiteraturlebenaaO. S. 5; Schröder, ZfdA. 68, 249-54.

Der heilige Antonius, einer der ersten Einsiedler unter den Altväternin der ägyptischen Wüste, hat schwere Kämpfe mit dem Teufel zu bestehen;darum hat er Gewalt über das höllische Feuer. Bruchst., Ad. Bl. 2. 91;Franke, Das Veterbüch I, 103-23.

St. Brandan. Wunderbare, siebenjährige Seefahrt eines Mönches mit mär-chenhaften Erlebnissen. LG. II, 1, 165-67 (Übersetzung des Joh. Hart-lieb s. unten); nd. Oesterley in Goedekes Dt. Dichtg. im MA. 2 S. 15 f.;

1 Lit.: Piper, Geistl. Dichtg. 2, 57-61 (auch bürg; Der Mönch v. Heilsbronn. Zwei ge-

franz., engl.). Massmann, St. AI. Leben in reimte Alexiuslegenden von benannten Ver-

acht gereimten mhd. Behandlungen, 1843. fassern: Georg (Jörg) Zobel, etwa 1455; Georg

Hoffmann, Ad. Bl. 2,89-91; Bartsch, Germ. Breining aus Augsburg 1488 (s. Massmann

4, 463; Schönbach, ZfdA. 18, 82-89; M. Fr. aaO.). Im Väterbuch (gegen 900 Verse):

Blau, Zur Alexiusleg., Germ. 33, 181-219.34, J. G.Müller, Germ. 25,413 f.Dem Mönch

156-87; Marg. Rösler, Die Fassungen der v. Heilsbronn wird fälschlich ein St. Alexius

Alexiusleg. mit besonderer Berücksichtigung zugeschrieben, der bei Massmann aaO. S. 77

der mittelengl. Versionen, 1905; Agnes Gee- -85 u. bei Merzdorf, Der Mönch v. Heilsbronn

ring, D. Figur des Kindes S. 98 f. Bruch- S. 145 ff. (456 V.) abgedruckt ist (s. ob. Mönch,

stücke: Ad. Bl. 2, 89-91; Toischer, ZfdA. 28, v. Heilsbr.).67-72. Alexiuslegenden s. auch K. v. Würz-