Freidanks Bescheidenheit 317
Christoforus, Blätter f. Kenntnis u. Pflege dt. Art u. Sitte 1882, darin S. 202-23: Christi. Ethikin Vridankes Besch.; E. Neidhardt, Üb. Freid.s Besch., Vortrag 1885; Rodenwaldt, D. Fabelin d. dt. Spruchdichtg., Progr. Berlin 1885 S. 12-15; May, D. Spruchged. Freidanks Bescheiden-heit nach seinem sittlichen Werte beurteilt, Progr. Neiße 1887; Gelbhaus, Mhd. Dichtung inihrer Beziehung z. biblisch-rabbin. Litt. 1, 1889, dazu Leitzmann, Lbl. 1890, 298 f.; P. Hilde-brandt, Freidank u. Walther, ZfdA. 34, 6-18; B. Peretz, Altprovenzal. Sprichwörter mit e.kurzen Rückblick auf Freidank, Roman. Forsch. 3, 415-57; J. Martin, Die Proverbes au Contede Bretaigne nebst Belegen aus german. u. roman. Sprachen, Progr. Erlangen 1892; HugoHildebrand, Kürschners Dt. Nat.-Litt. Bd. 9,251 ff.; Um., Die deutsche Priamel, 1897, S. 282 ff.;Euling, Das Priamel, 1905, 431-35; Ders., Kleinere mhd. Erzählungen, Fabeln u. Lehrgedichte,Dt. Texte des MA.s 14, Reg. S. 225 1908, pass.; P. Schlesinger, Ein Beitrag z. Lösung derFrage nach der ursprüngl Anordnung von Freidanks Besch., Progr. Berlin 1895, dazu R. M.Meyer, DLz. 1896, 184 f.; Köberle, Die sittlichen u. religiösen Anschauungen in der „Be-scheidenheit" usw., Programm Memmingen 1912. — Friedr. Neumann, Neue Jahrb. f. d. klass.Altert., Gesch. u. dt. Lit. 25,1922,388-404; Walther Rehm, ZfdPh. 52, 289-330 pass.; Ders.,Der Todesgedanke, Reg. S. 475; Schröder, ZfdA. 67, 234-39; Schneider, Merker-StammlerReallex 3, 290. — Stellen: Haupt, ZfdA. 3, 278 f.; Steinmeyer, ZfdA. 18, 455 f.; ReinholdKöhler, Germ. 5, 220-26; Lambel, Germ. 10,339-42; Sprenger, Germ. 24, 419 f.; Stosch,ZfdPh. 28, 429 f.; Schröder, ZfdA. 61, 38 f.; Niewöhner, ZfdA. 67, 80; Bolte-Polivka 1,378. 3, 350. — Gegen 40Hss. u. Bruchst.: W. Grimm, 1 S. V-XIV, 2. Ausg. S. III-XI, s. auchKl. Sehr. 4, 25-37; Bezzenberger S. 48-52; Steinmeyer, ZfdA. 18,455 f.; Euling, Kleineremhd. Erzählungen aaO.; Pfeiffer, Quellenmaterial I, 1867, 56-58; Reifferscheid, ZfdPh. 8,180-86; O. v. Heinemann, ZfdA. 32, 80-90; Wilhelm, ZfdA. 53, 83-87; Ders., Münch. Mus. 3,234; Schatz, Zs. d. Ferdinandeums 3. Folge H. 41; Priebsch, Deutsche Hss. in England I, Reg.S. 349. II, Reg. S. 336. — Die Schlußverse der Bescheidenh. als „Messegesang" selbständig:Steinmeyer, ZfdA. 18, 455 f., s. ebda 17, 425-27; MSD. II», 272; Lambel, Germ. 21, 347 f.,22, 384.
Lit. über Sprichwort: MSD. Nr. 27 u. II 8 , 133-52; Piper, Älteste dt. Litt. II [1884], 206,Höf. Epik III [1894], 706-9, Nachtr. z. älteren dt. Litt. [1897], 206; Graff, Diutiska 1,323-26; Wackernagel, Salomonis proverbia, ZfdA. 3, 128-30; Rud. Peiper, Beitr. z. lat.Cato-Litteratur, ZfdPh.5,165-86 (Ethica Ludulphi); Ernst Voigt, Üb. d. ältesten Sprichwörter-sammlungen d. dt. MA.s, ZfdA. 30,260-80; Hoffmann v. Fallersleben, Die ältesten deutschenSprichwörtersammlungen, Weimarer Jahrb. II, 1855, 173-86. — Carl Schulze, Die biblischenSprichwörter der dt. Sprache, 1860; Ders., ZfdA. 8, 376-84; J. V. Zingerle, Die deutschenSprichwörter, 1864; F. Seiler, Dt. Sprichwörterkunde, Handbuch d. dt. Unterrichts an höherenSchulen IV, 3, 1922 (wichtig); Ders., Das deutsche Sprichwort, Grundr. d. dt. Volkskunde II,1918; Ders., Die Entwicklung der dt. Kultur im Spiegel des deutschen Lehnworts V. Das dt.Lehnsprichwort, 1921; Ders., Deutsche Sprichwörter in mittelalterl. lateinischer Fassung,ZfdPh. 45, 236-91; Ders., Mittellateinische Sprichwörter, Zs. f. Deutschkde. 35, 1921 H. 5-8. —Zarncke, Cato S. 2; Jak. Werner, Auswahl lat. Sprichwörter, 1912; Gröber, Übersicht üb. d.lat. Litt, in Gröbers Grundr. II, 381-84. — Hugo v. Trimberg hat in seinem Registrum multo-rum auetorum eine Reihe mittellat. Sprichwortsammlungen verzeichnet, s. Huemer, Wien. SB.116, 1888, S. 179-88.
Die einzelnen Sprüche sind hier leicht faßlich und einprägsam formuliert.Auch durch den Inhalt hebt sich „der Freidank" über alle andern Lehrgedichtehinaus, da hier in umfassendster Weise notwendige und allgemein geltendereligiöse und weltliche Sittlichkeit und Lebensführung gelehrt wird, also dieSchranken einer ritterlich-aristokratischen Standesbildung nicht gezogen sind.
Im Vorspruch Vers 1^ nennt das Werk sich und den Verfasser: Ich bingenant Bescheidenheit . .., mich hat berihtet Fridanc. In dem Titel ,Beschei-