Druckschrift 
Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

Hand ]

3 erbaute undDie Barackeiter lang undi Meter hoch,i schlie3sbaretgiebel. Vonüren nach denlindung stand.Im InnernMi. Zwischenftliche Küche

i mit den von» in Nove'amareth-Reserve-- Die in dermt.

ndonvilleri,areth-Reserve-n Untergründerang erbautenängsseite voniegende, etwaWesten durchrackeu.aren 41 Meter5 Meter hoch,entsprach imng. Der Pu?s-icr dem Bodeniten Schwellenissere Bretter-va 31 Quadrat-n, mit Strebait dachziegel-;h trug einenich bei einerer ein Dritteljefand sich einGang zu denfahrende Roll-ende lagen zu'heeküche undn nebst Bett-n angefertigt.

)ktober seitensaus Gras ab-i, darunter Dte, 4 mit peue-litem Zustandende Amputii'te

ral. S. 12".

Band 1.

II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz.

321

itarben am 5. Oktober, 1 Verwundeter mit Schussfrakturdes Brustbeins am 8.; sämmtliche Uebrigen erholten sichbei dem guten Wetter der ersten Oktobertage zusehends.Vom 10. Oktober an trat heftiger Sturm und Regen ein.welcher durch die Astlöcher und Fugen der Baracke drang.Am 16. erfolgte daher die Uebersiedelung in die mittlerweilevollendete zweite Baracke, deren Stossfugen durch getheerteLeinewandstreifen gedichtet waren. Doch machte sich vonnun an die Kälte in empfindlicher Weise geltend und ver--cbiedene Wunden verschlimmerten sich. Am 31. Oktobererfolgte noch ein Zugang von 5 Schwerverwundeten ausCheuby (5. Feldlazareth I. Armeekorps). Am 6. Novemberirarden die Baracken geräumt und die als Bestand ver-bleibenden 18 Mann in das Schloss verlegt; es waren imGanzen 31 Schwerverwundete in den Baracken behandeltwinden, davon 8 gestorben und 5 evakuirt.

In Doncourt en Jarnisy erbaute das 2. FeldlazarethIII. Armeekorps 1 ) im September auf dem nach Osten ab-fallenden Rasenplatze eines mit Obstbäumen bepflanztenGartens eine Baracke zu 40 Betten. Dieselbe stand vonSüd nach Nord und entsprach, abgesehen von grössererLänge und etwas geringerer Höhe, im Uebrigen vollkommender kriegsministeriellen Verordnung. Die Ostfront ent-hielt 10 Glasfenster, die Westfront 10 verschliessbare Holz-laden. Die Betten standen zu je 20 in zwei Reihen anden Längswänden. Die Baracke wurde erst Ende Oktobervon dem ebenfalls in Doncourt etablirten 3. Feldlazareth des-selben Armeekorps in Gebrauch genommen und mit Ruhr- undTvplmskranken belegt. Trotz Bedeckung der Dachbretter-fugen mit Steinpappe regnete es durch. Dieser Umstandsowie die zunehmende Kälte nöthigten zur Räumung nachwenigen Tagen.

In Remilly 2 ) belegte das Lazareth-ReservepersonalIII. Armeekorps Anfang Oktober eine durch die freiwilligeKrankenpflege auf einem Rasenplatze im Garten der\ illa Rolland errichtete, durch einen Häuserkomplex gegenNordwinde geschützte Baracke zu 30 Betten. Die Kon--tiuktion dieser Baracke entsprach der kriegsministeriellenAnweisung. Den Boden hatte man 24 Centimeter tiefausgegraben und mit Kies ausgefüllt; die gutgefügtendoppelten Holzwände waren mit Stroh ausgestopft; diegrossen Fenster an beiden Längsseiten konnten durchBBensprossen beliebig weit geöffnet werden; das Dach,mit Steinpappe eingedeckt, besass Dachreiter mit schliess-haren Klappen; der Krankensaal wurde durch drei eiserneOefen genügend erwärmt. Das Personal behandelte darinbis in den Monat Dezember hinein Ruhr- und Typhuskrankemit gutem Erfolge, nur traten einige Fälle von Gesichts-rose auf.

Die Baracke wurde später abgebrochen und nachDiedenhofen zur Benutzung als Kasernement translozirt.

') Vergl. S. 120.2 ) Vergl. S. 134.

i-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd.

D. Um Sedan.

Bei den zahlreichen, in der Umgegend von Sedanetablirten Feldlazaretten blieb die Verwendung von Kranken-zelten auf einige wenige Fälle beschränkt.

Das 7. Feldlazareth XI. Armeekorps 1 ) benutzte einkleines Zelt in Verbindung mit Baracken (siehe unten)vom 1. bis 22. September in Floing; das 9. Feldlazarethdesselben Armeekorps 2 ) belegte inDonchery während desSeptember ein Zelt mit 12 Betten; ausserdem verwendetedas Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 2 (I. Armeekorps)in Remilly s. M. 3 ) vom 2. bis 21. September drei Franzö-sische Soldatenzelte für je drei Mann zur UnterkunftSchwerverwundeter und Operirter; den gleichen Gebrauchmachte das Bayerische Aufnahms-Feldspital No. 3 (IL Armee-korps) von vier Französischen Mannschaftszelten im Schloss-parke zu Bazeilles vom 4. bis 14. September und benutztedort zugleich zahlreich vorhandene Tentes d'abri zur Her-stellung von Flugdächern, sowie es auch mehrere primitiveNothbaracken errichtete.

Eigentliche Feldbaracken entstanden nur vier, und zwardrei in dem Dorfe Floing bei Sedan und eine grosseBaracke in Douzy, nahe bei Bazeilles.

\n dem erstgenannten Orte wurden bei dem 7. und9. Feldlazareth des XL Armeekorps, welche dort gemein-schaftlich das eine vom 1. bis 22. September, das anderevom 3. September bis 5. Oktober etablirt waren, unterLeitung des konsultirenden Generalarztes Dr. Stromeyerim Park des Schlosses La Febre drei Baracken zu je20 Betten erbaut, zu welchen das Material von einem beiLe Chesnes liegenden Bretterlager zu Wasser herbeigeführtwurde. 45 Pioniere unter dem Kommando von zweiIngenieur-Offizieren errichteten in einem Tage eine voll-ständige Baracke sowie das Balkengerüst für die beidenanderen, welche letzteren dann innerhalb 8 Tagen durchLandwehrleute vollendet wurden.

Der Rasenplatz, an dessen Rande die Baracken sicherhoben, war nach Ost und West von Bäumen umgeben,nach Norden durch das Schlossgebäude geschützt. ZweiBaracken, No. I und II, standen in einer Flucht von Nordnach Süd am Westende des Platzes, etwa 11 Schritt voneinander entfernt, die dritte am Südrande von Westnach Ost. Die Konstruktion ähnelte derjenigen derStromeyer'schen Baracken in Langensalza. 4 ) Der Rasenwurde ausgestochen und durch eine 15 Centimeter starkeSchicht festgestampfter Steinkohlenmasse ersetzt. Die Längeder Baracken betrug 18.83 Meter, die Breite 6.27 Meter,die Seitenwandhöhe 2.35 Meter und die Firsthöhe 4.70 Meter.Das Dach war mit Segeltuch überzogen; längs desselben

i) Vergl. S. 144.

*) Ebendaselbst.

3) Vergl. S. 146.

'') Siehe Tafel XXX, Fig. 14 und S. 314.

41