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IL Abschnitt: Die ersten Kämpfe der III. Armee etc. Kriegs- und Etappenlazarethe.
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vereinigt worden und blieben unter Aufsicht des Feld-lazarette in Behandlung der Französischen Aerzte.
Von der Bayerischen Spitalreserve betheiligten sieh ander Pflege der hei den ersten Kämpfen der 111. ArmeeVerwundeten drei Haupt-Feldspitäler.
Zunächst das Haupt-Feldspital No. 4 in Mosbach.Dasselbe verliess seinen Mobilisirungsort Würzburg am27. Juli mittels Eisenbahn und traf noch am gleichenTage in dem zur ersten Etablirung bestimmten BadischenStädtchen Mosbach (an der Bahnlinie Würzburg—Heidel-berg) ein. Nach Ueberlaesung der für ein Badisches Reserve-lazaretb bestimmten Räume konnten mit Einrechnung einerentfernt gelegenen Filiale der Zuckerfabrik Waghäuseletwa 240 Krank» untergebracht werden. Es wurde deshalbalsbald die Errichtung von sieben Krankenbaracken zu je10 Mann auf einer der Stadt nahegelegenen Anhöhe an-geordnet; bis zum 4. August waren zwei, vier Tage späterwiederum zwei vollendet, deren Einrichtung sofort begann.Bis zum 11. August trafen jedoch weder Verwundete nochKranke ein, weshalb der Chefarzt sich am 12. August nachHeidelberg begab, von wo er an demselben Abend mit61 Verwundeten zurückkehrte. In der nächsten Zeit folgtenmehrere Transporte meistens Leichtkranker. Nach kurzerThätigkeit erhielt das Spital am 21. August Befehl zurMarschbereitschaft, evakuirte deshalb am '22. August säniint-lieke Verwundeten in die angewiesenen Spitäler Unter-frankens und übergab 12Nichttransportfähige dem Distrikts-spital. Am 3. September fuhr das Spital mittels Eisenbahnnach Nancy ab.
Am 29. Juli rückte das Haupt-Feldspital No. 5 mittelsEisenbahn von München ab und gelangte am 30. Juli Morgensnach Bretten in Baden (an der Linie Ulm—Bruchsal),um sich dort in den ersten Tagen des August zu etabliren.Geeignete Lokale zur Unterkunft für Verwundete etc.fanden sich in diesem Städtehen mit 4000 Einwohnern nurin sehr beschränkter Zahl vor. Die Erbauung einer grösserenBaracken-Anlage wurde deshalb in Aussicht genommen,vorläufig jedoch nur mit der Herstellung von vier Kranken-Baracken begonnen, von welchen zwei fertig und eingerichtet,aber nicht mehr belegt wurden. Am 27. August verliessdas Spital Bretten und gelangte mittels Eisenbahn am29. August Mittags nach Niederbronn zur zweiten Etablirung.
Dieser Badeort mit 3000 Einwohnern war mit Ver-wundeten und Kranken beider Armeen — namentlich aberder Französischen —- so überfüllt, dass vor der Etablirungeine unverzügliche grössere Evakuirung nöthig erschien.welche am 31. August auch ausgeführt wurde. Dasselbe Ver-ehren fand in dem eine halbe Stunde entfernt gelegenen Spitalzu Reichshoffen statt, als dieses mit übernommen werden
musste. Nach eingetroffener Weisung, unverzüglich nachCoulommiers abzurücken, evakuirte das Spital am 22. Sep-tember die in Niederbronn und Reichshoffen befindlichen Ver-wundeten, soweit als thunlich, nach ilagenau undWeissen-burg; die in Niederbronn noch verbliebenen zwei schwer-verwundeten Franzosen verlegte man in das Spital derNiederbronner Schwestern.
Am 23. September erfolgte der Abmarsch des Haupt-Feldspitals No. ö. Einige Tage später rückte ein Halb-bataillon des Bayerischen 4. Infanterie-Regiments in Nieder-bronn ein. Der Bataillonsarzt dieser Abtheilung hatte am20. September auf Weisung des Bayerischen Etappen-kommandos sogleich ein Spital in den Räumen des Kur-hauses einzurichten, welches hauptsächlich zur Aufnahmevon Kranken und Verwundeten des Beobachtungskorps vorBietsch. sowie der Etappentruppen diente und bis zu seinerEnde März 1871 erfolgten Auflösung in Summa 626 Krankeverpflegte.
Das Haupt-Feldapital No. 2 traf von Beinern Formations-orte Augsburg am 11. August in Sehaidt. nördlich Weissenbürg, (du. um daselbst bis zum 27. August zu verweilen.Passende Unterkunftsräume landen sich in dem eine Viertel-stunde vom Dorfe entfernt liegenden Bahnhofe und für100 Kranke im Dorfe selbst. Auf einem Kleeacker wurdenneun Mannschaftgzelte aufgeschlagen. Im Ganzen kamen275 Mann (darunter 40 Verwundete) zur Behandlung.
Entfernter vom Kriegsschauplatze trat die 3. Sektiondes Lazareth-Reservepersonals XII. (Königl. Sachs.) Armee-korps am 8. August in Neustadt a. d. Haardt in Wirksamkeit,wo zwischen dem 5. und 8. August 20 Verwundete angelangtwaren: die Thätigkeit des Personals blieb jedoch eine eng-begrenzte, da der dortige Hilfaverein die Herstellung vonKranken-Unterkunftsräumen, die Verpflegung und ärztlicheBehandlung in die Hand genommen hatte. Bis ">. Septemberwurden 100 Verwundete und 3 innerlich Kranke aufgenommen.Den Bestand von 90 Kranken übergab die Sektion am5. September unter Zurücklassung des nöthigen Personals(welches später vom November 1870 bis 12. März 1871zu Evakuationszwecken im Bahnhof Mitry bei Paris ver-wendet wurde) der Civilbehörde.
Ergebnis s.Die ersten Schlachten der! 1 [.Armee fesselten 7 SektionenLazareth-.Reservepersonal und 3 Bayerische Haupt-Feld-spitäler im Grenzgebiete, und zwar theils auf Deutschem,theils auf Französischem Boden. Acht Mal handelte es sichdabei um Neu-Einrichtung von Kranken-Anstalten, zwei Malum Ablösung von Feldlazarethen (4. XL und 4. Bad.), einMal um die Fortführung des Sanitätsdienstes in Weissenburg.