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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.157keit nicht erheischet, contradiciren (§. 12. 16. 130.), darum rede manweder übel noch boͤses von jemand; vornemlich aber spreche nichts boͤ-ses noch ungebührliches von deinen geistlichen- und weltlichen Obe-ren, sondern alles gutes von ihnen mit allem Respect und schuldigerEhrfurcht; daher folget beständiger Fried und Einigkeit zwischen derObrigkeit und den Unterthanen. Du sollst auch nichts ungebührli-ches von denen reden, davon du einigen Dienst, Nutzen, Gewinn,Gunst, Gefallen oder etwas vortheilhaftes zu verhoffen habest. Ohn-fehlbar sollst du deine Geheimnüssen und Wichtigkeiten vor allen ver-borgen halten, dann wann man andern etwas geheimes entdecket, sobringt man sich selbsten in Verdacht und Argwohn, daß, da manseine eigene Heimlichkeiten nicht verschweigen kan, man folglich dieGeheimnuͤssen anderer vielweniger nicht verborgen halten koͤnne (§. 10.20. 77. 78.), und erinnere man sich dessen, was der scharfsinnigeStaatsmann und Sittenlehrer FREDRO spricht: Tuum secretumerit clausum, si tibi soli apertum. Fred. monit. polit. moral. part.4. num. 59. auch verlange nicht, daß andere dir etwas geheimes vongrosser Wichtigkeit offenbahren, dann es ist öfters mehr Gefahr alsVortheil dabey.§.132.Schließlich soll man sich vor alle wohl vorsehen und keinem zuviel trauen (§. 12. 48.); wie ein kluger vortreflicher Politicus alsorathet: Fidus enim, cum hodie nullus sit, cur ipse fidem prae-stet aliis? cur animum suum alicui credet, qui ab aliis sibi me-tuat, potius, quàm fidos opinetur? Demnach lebe mäsig und or-dentlich (§.29.). Wann andere glücklich sind, so zeige keine Miß-gunst (§. 23.), und woferne sie unglücklich sind, so lasse darum keineFreude blicken.§. 1Insonderheit sollest du niemand betrügen, sondern mitallen aufrichtig umgehen. Nicht belästige noch beschwäre allzu-viel deine Knechte, Dienstbotten oder Unterthanen. Haben wirSchul-U. 3.