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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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Kluge und nützliche Staatskunst,36causas abzielen, aber doch unter einem intereßirten Prätext. Ja für die-se warnet uns so gar die H. Schrift: Omnis hypocrita est & nequam.Isai. 9. 17. Endlich soll man sich entfernen von der Gemeinschaft al-ler Grossprecher, Windmacher, Luftschreyer oder vermeinten Ge-lehrten; bey denen alle ihre Woͤrter Oracula seynd und alle ihre Tha-ten megralia, aber in der Thatlauter Rodemontaden. Man lernetdiese geschworne Schulfuchsen leicht daher kennen, da sie pflegen pra-vata zu machen mit ihren caracterisirten Titteln; pralen mehrentheilsmit unnützen Dispütten, mehrentheils de lanâ caprinâ; suchen sichgroß zu machen durch Allegationes verschiedener Texten, Citiren, Le-ges und Autores, von denen sie niemalen den Staub abgethan,will geschweigen, daß sie dieselbe jemalen gelesen haben. Oder gar ler-nen sie die Tittul der Bücher auswendig, damit sie scheinen die Au-toren selbst gelesen zu haben. Und bey denen es, mit einem Wort,heisset: multum oris, porum lanae. Endlich so soll man sich wohlin acht für jene falsche Freund und verrätherische Menschen vorsehen,die dir ins Gesicht liebkosen und die allerfreundlichsten Mienen machen,dir aber auf dem Rücken die Zunge ausstrecken und die schimpflichstenGebärden rückwärts machen (§. 14.). Man lernt solche Judasbrü-der leicht kennen, dann wie sie andern thun, so argwohne auch, daßsie dich (obschon du muthmassest ihr bester Freund zu seyn) rückwärtsbegrillen, benarren und beschimpfen werden; derhalben ist sich vordie Gesellschaft solcher falschen Grillenmacher zu bewahren, es seyedann, daß deine Geschäften oder eine Noth dich darzu zwinge, siezu frequentiren, um mit ihnen etwas zu schaffen.29.Vor der Trunkenheit und überfüllten prasserischen Le-ben soll ein Staatsmann sich absonderlich bewahren. Danndurch diese böse Sucht verlieret man seinen Ruhm, Ehr, Respectund Reputation bey der Welt und wird man zum Schand und Spottderselben. Das Geld und Gut verschwendet sich hierdurch, alle Kunst,Weiß-