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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
Entstehung
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IMMi .

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XANTEN.

bei den folgenden Darstellungen. Die Inschrift bei 5 und 7 ist verwittert, und nur dieWorte sind zu lesen:

Domino Christo Jesu servatori noslro Gerardus

Berendonk canonicus Xanclensis fieri curavit.Im Ecce homo offenbart sich der derbe Zeitgeist auf sehr fassbare Weise, denn unterdem rohen Haufen, der da:Kreuzige, kreuzige ihn!" ruft, finden wir zumeist vorn MartinLuther mit einer Tasche, auf welcher, sicherlich in symbolischer Bedeutung, ein Baublhier-kopf angebracht ist. Die Figur neben Luther reisst, um eine verächtliche Grimasse zu ma-chen, mit einem Finger den Mund auf; eine davor scheint mit Roth werfen zu wollen.

Die Grablegung misst 7' 4" in der Höhe, 7' 3" in der Breite. Die Auferstehung7' 4" hoch, 7' 3" breit. Christus am Oelberg 9' hoch, 7' brät; das Ecce homo 10'Khoch, 7' breit. Die Kreuzigung misst 26' in der Breite, in der Höhe an 20' und trägtfolgende Inschrift:

Heus tu, siste viator, quis sim, suspice; fixus

Pro te eonditor orbis eulpam morte piavi.

Restat poplite flexo denudes capul atque

Servatoris adores immorlale tropheum.

Gerardus Berendonk Canonicus Xanct. F. C. 1525.Auch hier sehen wir den Donator am Kreuze knieen.

Bemerkenswerth ist noch die Veranschaulichung des Todes der beiden Schacher.Die Seele des einen, der den göttlichen Trost erhielt:Du wirst mit mir im Paradiese sein!"hebt ein Engel in Gestalt eines Kindes aus ihm heraus. Die Seele des anderen empfängteine Teufelsgestall.

Tafel XX.

Marien-Altar, ganz in Eichenholz geschnitzt, ohne Polychromie, 14' hoch. Aehn-lich dem Altare in Calcar (Tafel XIII.), umschliesst auch hier die Wurzel Jesse, aus Abra-hams Brust emporwachsend, über David und die Folgenden hinwegrankend, den ganzenInnenraum, der in acht Darstellungen das Leben der Maria vergegenwärtigt. Unten linkswerden Anna und Joachim mit ihrem Opfer aus dem Vorhof des Tempels gewiesen, weilihre Ehe unfruchtbar ist. Allein Gott erhört das Gebet der Retrübten, und schon in derDarstellung darüher sehen wir die Geburt der Maria. In der folgenden oberen Abtheilunggeht sie zum Tempel hinauf, um sich dem Hohenpriester zu zeigen. Die Verkündigungfolgt rechts unten; an diese schliesst sich die Begegnung mit Elisabeth, die Trauung Josefsund Maria's, Maria's Tod. Die tlimmelskröhüng bescbliesst den Cyclus. Im unteren leerenMittelraum dürfte die Geburl Christi gewesen sein, weil gerade diese in der Beihcnfolge derDarstellungen fehlt.

Auch dieser Altar wird von den Bildnissen seiner Donatoren bekrönt. Rechts wie-der, wie in Calcar, ein schreibender jüngerer Mann im langen Gewände, nud links ein