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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
Entstehung
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EMMEltICH.

sie in Sicilien und Portugal heidnische Könige regieren, viel jünger zu sein scheint, alsdas Kunstalter dieses Crucifix, 2 ' dessen Bekleidung mit der fränkischen Anschauung sehrgenau übereinstimmt. 22 Indess fehlt demselben auch in der Figur das entschieden Weib-liche, z. B. in der Andeutung der Brust, des Haupthaares u. s. w., wesshalb wir mit Schäfergegen Woifgang Menzel der Meinung sind, dass man zur Zeit der nackten Crucifixe dieungewohnten langschürzigen der früheren Zeit häufig für Darstellungen der h. Wilgefortisansah, um so bereitwilliger, als in der damaligen für Wunder empfänglichen Zeit, die Legendeeine Unterstützung des Alters durch diese Crucifixe erhielt. 23

6. 6a.

Kelch mit Patene; Silber und vergoldet, angeblich vom h. Willibrord herrührend.Die Formen entsprechen vornehmlich dem Ende des Uten Jahrhunderts. Höhe des Kelches5 5 /8". Durchmesser der Patene 5 7 /s"- Die aufgelegten Eichenblälter am Fusse deuten aufdeutschen Ursprung.

7.

Beliquiarium der h. Ursula; Kupfer, vergoldet. Die mittlere und obere Bekrönungvon Silber. Die Höhe beträgt 19". 15tes Jahrhundert.

8.

Silbernes Rauchfass aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. 9" hoch.

9.

Kleinere Totalansicht des Reliquienschreins des h. Willibrord auf Taf. 111. mit denZusätzen der späteren Zeit, nämlich den Figuren des Gekreuzigten sammt Maria und Jo-hannes und dem Untersatze; sämmtlich aus dem 16ten Jahrhundert. Die Figuren aus ver-goldetem Silber sind von hoher Schönheit. Die Höhe des Ganzen beträgt 24".

9a.

Antike Gemmen dieses Reliquienschreines. Die letzte enthält eine Inschrift in ku-fischer Sprache.

21. Die hei Floss: Aachener HeiligthiimerS. 336, zusammengestellten Crucifixe beweisen, dass die llieilweis

bekleideten die ältesten sind. Wie weit dasjenige auf Taf. 111. bekleidet war,'ssl sich nicht beur-theilen. Zu den Nachrichten über älteste Crucifixe fügen wir noch eine aus dem V. Jabrh. bei(Lasaulx: Untergang des Hellenismus IS54, S. 139), Theodorus leclor Bist: eccl. I. p. 554, A.und aus ihm Tbeophanes I. p. 174, 14 und Leo Grammalieus p. 114: Ein Maler hatte sich er-laubt, das Bild Christi nach dem Typus des Zeus zu malen. Die Hand verdorrte ihm und erst, alser sein Vergehen bekannte, ward er geheilt.Vergl. auch Schnaase III. 170. VV. Grimm: Die Sage vom Ursprung der Christusbilder in den Abhand-lungen der Berliner Akademie vom Jahre 1842.

22. Gregor. Turon. de gloria Marl. I. 23, p. 745. Im Dome zu Narbonne hing ein nur mit Lendentuch

bekleidetes Crucifix, und da es viel gesehen ward, so befahl der Gekreuzigte einem Priester imTraume, ihn zu bekleiden.

23. Wilgefortis Crucifixe melden die Bollandislen zu Fulda, Brüssel, Mecbehi, Prag, im Dom zu Mainz u.s.w.