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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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TRIER.

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stalt. Diesen Nachrichten schliessen sich für die frühere Zeit Zeugnisse an, wonach im6. Jahrh. Bischof Nicetius, dem man die Errichtung des Doms aus einem heidnischenGebäude und einer prachtvollen Burg (Bischofstein?) zuschreibt, italienische Künstlerverschrieb, von welchen vielleicht das herrliche von der Mosel in das Berliner Museumversetzte Elfenbein-Ciborium mit der Darstellung des Heilandes und der Apostel in ganz an-tiker Weise herrühren mag, ferner König Arnulf 891 den Priester Siginand als berühmten Künstlermit einer Abtei belehnte. 35 Hinzu tritt die Schilderung Hincmars 36 aus dem 9. Jahr-hundert, über die Pracht des Doms, und die grosse Kunstlhätigkeit Bischof Egberts im 10.Jahrhundert. Von ihm wissen wir, dass er am Dom in S. Paulin, S. Mathias, S. Marienu. s. w. baute, dass er einen grossen Theil seiner Habe zu den Kirchenzierden hergab;wir besitzen ja noch als Zeugnisse seiner Kunstthätigkeit die p. 79 verzeichneten herrlichenWerke. Und über das Ansehen dieser Werkstatt lässt das uns brieflich aufbewahrte Ver-langen Gerberts von Rheims, des späteren Pabstes Silvester an Egbert um Herstellung vonKunstwerken keinen Zweifel und stellt es klar, dass die Kunst Lotharingiensim 10.Jahrhundert grösser, fortgeschrittener als die französische, Trier,Rheims überlegen war. 37 Solchem Kunstbetrieb unter Egbert entspricht weiterhin diegrosse Bautätigkeit Poppos, 38 der Reichthum an Kunstwerken im Vermächtniss Bruno's anden Dom 39 (1124), die Verpfändung seines goldreichen Hochaltars an Erzbischof Johann, 40wie das uns noch erhaltene Schatzverzeichniss dieser Kirche 4 * (1274). Dass dieser Kunstbetrieb eineinheimischer verblieb, erhärten die Kreuztafeln von S. Mathias und Mettlach (Taf. LXH. 1und LXIH. 1) wie die Sculpturen des Neutbors (Taf. LXH. 3). Auch der Eintritt dergothischen Baukunst nach Deutschland nahm durch Errichtung der Liebfrauenkirche 42 - überTrier seinen Weg. Renaissance und Zopf blieben in üppiger Entfaltung nicht zurück, wiedie Errichtung der letzten churfürstlichen Residenz, die Grabmäler der Erzbischöfe Greifen-

sahen, fanden sie 8 mit kostbaren Edelsteinen besetzte Bücher, unter ihnen den Codex au-reus, ferner 2 Bronzestatuen, darstellend eine Eos mit silbernen Augen und eine Venus mitsilbernen Brustwarzen, desgleichen ein marmornes Basrelief, eine liegende Leda darstellend,endlich ein türkisches Gewebe, anscheinend ein altes Brachtgewand. Vergl. S. Müller,Vesuv. 1785 p. 91.

35. Brief des Bischofs Rufus bei Hontheim hist. dipl. I 37. Ven. Fortunatus lib. III. p. 9.u. ders. in den Jahrb. d. rh. Alterthumsv. VII. p. 119. Beyer, Urkundenbuch I p. 137.

36. Hincmar bei Fiorillo, Gesch. d. z. Künste I p. 386.

37. Siegeskreuz p. 20.

38. Er erbaut die Symeons-Kirche und die Erweiterung des Doms und wird auf dem Bauplatz,des letztern von einem Sonnenstich getroffen.

39. Calmet, hist. de Lorr. III 109. Prodr. I p. 705.

40. Er erhält vom Hochaltar zwei goldene, 12 Mark schwere, mit Edelsteinen besetzte BilderRegesten bei'rz im Jahre 1190.

41. In dem II. Hefte der Mittheil, des hist.-arch. Vereins zu Trier p. 125.

42. Schmidt, Baudenkmale Heft I. Schnaase V p. 478. Eine Notiz des 13. Jahrh. in einemNecrologium der Liebfrauenkirche, im Besitze des h. Domprobstes Holzer in Trier, nenntderen altern Bau unter dem Titel auch Johannes des Täufers, woraus wohl hervorgehtdass letzterer, durch den im Neubau beibehaltenen Grundriss und Lage genugsam charak.terisirt, die Taufkapelle des Domes war.