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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
Entstehung
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GBAEFKATH.

Ehemaliges adeliges Frauenstift bei Solingen, 1185 an der Stelle einer durch mehr-fache Wunder ausgezeichneten Capelle gegründet, und seit dem Anfange des 14. Jahrhundertsberühmt durch eine Reliquie der h. Calbarina, aus welcher angeblich zeitweise eine wohl-riechende Flüssigkeit ausströmte. 1

Taf. XLI. ''

1.

Altarkreuz in £ der natürlichen Grösse aus dem 15. Jahrhundert. Der achteckige mitLaubwerk ciselirte Fuss besteht aus vergoldetem Messing, das Kreuz aus vergoldetem Silber.Die Vorderseite enthält in der Mitte unter einem Glasverschluss in Kreuzform einen Splitterdes Kreuzes Christi, in den drei obern Kreuzarmen in runden mit Glas bedeckten Medaillonsandre Reliquien, wahrscheinlich des h. Sebastian, da uro den Knauf die Inschrift läuft: SancteSebastiane ora pro nobis. Zum besondern Schmucke gereicht dem schönen Kreuze einälterer, in Chaleedon geschnittener, ungefähr 3" im Durchmesser haltender und 14" vorra-gender Löwenkopf am untern Kreuzarme. Auf der Rückseite befinden sich in zarter Gravurauf vergoldetem Silberblech in der Mitte Christus am Kreuze, in den Enden der Kreuzarmedie Symbole der vier Evangelisten. 2

2.

Monstranz, im Zweieck angelegt, von vergoldetem Silber, in ^ der natürlichen Grösse,aus dem 14. Jahrhundert. Der sechseckige Fuss, das bekrönende Kreuz und die emaillirtenRosetten sind erneut.

3.

Ostensorium aus vergoldetem Silber, im Dreieck angelegt, in ^ der natürlichen Grösse,vom Ende des 14. Jahrhunderts. Ueber dem Glasbehälter erblickt man die Statuette der h.Barbara, am untern Einfassungsrande desselben drei Wappen, nämlich: l) dasjenige des Her-

1. Laeomblet, TJrkundenbuch I. 497 u. 503. Gelemus in hist. Engelberti p. 265. Binterimu. Mooren, Erzdiöcese I. 86. Floss, Geschieht!. Nachr. über die Aachener Heiligthümer,p. 158.

2. Derartige in Edelstein geschnittene meist antike Köpfe an Werken der romanischenKunstperiode sind nicht selten. Wir erinnern uns sie gesehen zu haben an einem Vor-tragekreuze, angeblich aus dem Domschatze zu Basel stammend, in der Sammlung desPrinzen Carl von Preussen zu Schloss Glienicke bei Potsdam; im Musee Cluny zu Paris,abgebildet bei Sommerard: Les arts du moyen age Chap. XL PI. I. Nr. 1; am ReliquiarOtto I. zu Quedlinburg, zu Aachen u. Cornelimünster Taf. XXXIX. I u. Taf. LI. 1 etc.

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