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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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TRIER.

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übrigen Gotteshäuser der Dom. Seine durch das Verdienst eifriger Nachforschung klar da-liegende Baugeschichte von der Umwandlung eines römischen Quadratbaues in eine Kirche an,bis zu den Zuthaten der letzten Jahrhunderte, gewährt eins der lehrreichsten kunsthistorischenBilder. 24 Die weitere Entwickelung religiösen Lebens ergab im vorigen Jahrhunderteine Anzahl von 11 Manns- und 7 Frauenklöstern. 25

Ueber diese durch ihre römischen und altchristlichen Monumente so bedeutende Stadtgingen schon bis zum Anfang des 5. Jahrhunderts wiederholte Zerstörungen und kriegerischeActionen hinweg, die mit der vollständigen Herrschaft der Franken endeten. 26 Wenn Trierauch noch hin und wieder als Residenz fränkischer Könige erscheint, so trat es doch alszweite Stadt Lothringens hinter .Metz nunmehr bis zum Ende des 10. Jahrhunderts zurück.Auch eine Verwüstung durch die Normannen im Jahre 883 ward ihm nicht durch das frän-kische Scepter erspart. Ein Wiederaufblühen Triers begann erst durch die unter Heinrich 1.vollzogene Wiedervereinigung Lothringens mit Deutschland. Otto III. befreite den Bischofvon Trier von jeder weltl. Jurisdiction. Die Regierungen der Erzbischöfe Egbert, Poppo,Hillin etc. geben mit dem Beginne sicherer Nachrichten ein untrügliches Bild des plötzlichen Auf-schwungs. Bauten aller Art werden wieder aufgenommen, und 1192 unter Erzbischof Johann dasStadtgebiet mit neuen Mauern umgeben. Waren die Erzbischöfe von Trier auch schon seit demEnde des 12. Jahrb. mächtige, in Waffen geübte Reichsfürsien, so erscheinen sie nun seit demEnde des 13. Jahrh. als Churfürslen in wachsender Macht durch die Bedeutung ihrer Wahl-stimme. Erzbischof Balduin, der es durch seine Klugheit verstand, seinen Bruder Heinrich VII.auf den deutschen Kaiserthron zu erheben, steht als der eigentliche Schöpfer der Grösse undder Organisation des Churfürstenthums da, die sich ungeachtet der Fehden vielfachsterArt, der furienhaft hereinbrechenden Pest, 27 des Taumels massenhafter Hexenprozesse 28

24. Die Sage, Helena habe zu dessen Herrichtung ihren Palast hergegeben, stammt wol ausden Gesten, denen sich Hincmar apud Pertz VIII p. 151 anschliesst (Vita S. Helena).Man verdankt die Erforschung der merkwürdigen Baugeschichte des Domes dem umsich-tigen Eifer des Domcapitulars v. Wilmowsky und kann nur die dauernde Zurückhaltung ihrerVeröffentlichung bedauern. Die Veröffentlichungen bei Schmidt, Baudenkm. II. Lief, undRoisin, la Cathedrale de Treves. Paris 1861 bei Didron, entsprechen nicht ganz denWilmowsky'schen Resultaten.

25. Wir wollen unter denselben das im 7. Jahrh. gegründete jetzt die vereinigten Hospitienaufnehmende S. Ir minenkloster u. S. Simeon hervorheben. Die Porta Martis ward nachdem Ableben des ehemaligen Reisebegleiters des Erzbischof Poppo, des heil. Simeon, der in ihrals Recluse gelebt, zu einer Kirche eingerichtet. Bis 1802 ruhten in ihr die Leiber Poppos,des heil. Simeon und des berühmten Weihbischofs von Hontheim; alle drei befinden sichjetzt in der Gervasiuskirche. Das Stift S. Simeon bestand seit 1142 und zählte unter seinenMitgliedern eine grosse Zahl bedeutender Männer, wie Balderich, der Adalbero's Lebenschrieb, Joh. v. Leiwen, Joh. Rode, Pet. Binsfeld (f 1598), Joh. Linden,Christoph Neller und vor Allem den Stiftsdechant u. Weihbischof Nicol. v. Hont-heim (Febronius). Ueber die ältesten Pfarrkirchen vergl. m. Eltester, Urkundenb.EL p. CCXI u. Hansen, Beiträge zur Gesch. d. Pfarreien v. Trier. 1830.

26. Jahrb. IX p. 166.

27. 1313, 1348 u. 49 wüthete in Trier die Pest.

28. 1231 fanden Albigenserverfolgungen und von 158793 viele Hexenprocesse statt.

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