TRIER.
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eifrige literarische Thätigkeit seiner Klosterschule, 15 seine ehrwürdigen Grabstätten und diegrossarLigen Wallfahrten zu den Gebeinen des Apostels Mathias.
2) St. Maxim in, jetzt eine Kaserne und nach der Tradition unter Constanlin d. Gr.durch den Begleiter des heil. Agricius, einen heil. Johannes, aus einem Pallast in eine Kircheumgewandelt, vertauschte angeblich nach der Beerdigung des heil. Maximin daselbst, denNamen des Ersteren mit dem des Letzteren. Die frühste Erwähnung geschieht auch hierdurch Gregor von Tours, der uns die Kirche als besuchten Wallfahrtsort zum Grabe des h.Maximin bezeichnet. Einen Umbau der Kirche soll schon 670 Abt Hildulf vollzogen unddas Kloster für 100 Mönche eingerichtet haben, ein weiterer fand nach der Normannenzer-störung 882 statt, der 942 vollendet und geweiht wurde. Eine abermalige Weihe nacheinem Brande von 1240 verrichtete 1245 Erzbischof Conrad v. Cöln. In Folge der Be-lagerung Triers durch Sickingen ward 1522 S. Maximin von den Trierern selbst in Brandgesteckt und nach seinem Wiederaufbau 1552 von Albrecht von Brandenburg und 1674von den Franzosen zerstört. Der Reichlhum des Klosters war so gross, dass es bereits1023 dem König Heinrich II. einen Gülercomplex von 6656 Mansen zu Lehen übergebenkonnte. Nach einer Bulle Urban VIII. betrugen die Jahresrevenuen zu Anfang des 17. Jahrb.6000 Ducaten, gegen Ende des 18. stiegen sie auf ungefähr 150,000 Gulden. WenigeKlöster kommen S. Maximin gleich an Ansehen und Bedeutung, wenngleich seine Geschichtedurch gefälschte dem Nachweis derReichsunmittelbarkeit dienende Urkunden verdunkelt bleibt.Bis zum 17.Jahrh. stritt es gegen die Erzbischöfe von Trier um die Reichsunmittelbarkeit. 16Kaiser Friedrich III. hielt hier 1473 seine berühmte prunkvolle Zusammenkunft mit Karl demKühnen. Eine grosse Zahl von Klöstern und bedeutenden Männern gingen von S. Maximinaus, 17 und belangreich war es für Wissenschaft und Kunst durch eigene Thätigkeit undmannigfache Denkmale. 18 .
3) S. Paulin. Bischof Felix (4. Jahrh.) erbaute eine Marienkirche, in der er die Ge-beine des in Phrygien gestorbenen Trierer Bischofs Paulin, des muthvollen Vertheidigers desNicaenum, beiselzte; an derselben Ställe fanden fast alle Nachfolger auf dem bischöflichen Stuhl
15. Im 12. Jahrh. blühte diese Klosterschule, von der Trithemius so Vieles, indess so wenigZuverlässiges zu sagen weiss. Sie war der Hauptherd der historischen Thätigkeit undaus ihr gingen die „gesta Trevir." hervor. Vgl. Waitz in den proleg. zu gest. Trev. beiPertz mon. X und Marx III, 175. Besondere Bedeutung erlangte im 15. Jahrh. dasKloster als Ausgangspunkt der nach dem Kloster Bursfeld benannten Beform des Bene-di ctinerordens. Marx III, 204 ff.
16. Die Schrift des Amtmanns von Maximin Zillesius: Defensio abbatiae imperialis S. Maximini,war von gewichtigem Einfiuss für das Studium der Diplomatik.
17. z. B. Der hl. Anno, erster Abt des Klosters Bergen zu Magdeburg, zuletzt Bischof zuWorms (t 974); Hartwich, der Eeformator von Tegernsee (f 982), Kamwold, lebtezu St. Emmeran in Itegensburg (um 970), der hl. Sanderad, erster Abt von Gladbach(973), A d e 1 b e rt, Erzbisch. V.Magdeburg(t 984), W o lfh e Im, Abt zu Brauweiler (t 1091).
18. Gregor von Tours wie Eortunatus nennen beide S. Maximin u. S. Eucharius. Im S.Maximin fand auch Ada, die Schwester Carls d. Gr., ihr Grab. Vergl. Anmerk. 30—34.
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