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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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ALTENBERG.

Runde Grabfigur in Sandstein des Grafen Heinrich des Aelteren von Sohns-ßraunfels,•{• nach 1258, einfach und im grossen Stil. Grösse 5' 6". Der Verstorbene trägt Schuhe,Schwert, Wappenschild und eine mit Rosen und Blättern geschmückte Kopfbinde. Die Sta-tue steht aufrecht in einer Wandnische des nördlichen Kreuzarmes und ist von keiner In-schrift begleitet. 3

8-, ,

Polychromate Holzstatuetle der Muttergottes mit dem Kinde — letzteres hält in derLinken einen Vogel — als Mittelbild eines Reliquienaltars auf dem Nonnenchore. Derselbebesteht aus einem 5' hohen, von 5 Nischen gebildeten gothischen Geschränk, dessen mit-telste Nische zur Aufnahme der Multergottesslatue offen, die übrigen aber zur Aufbewah-rung der Reliquien durch ein Gitter verschlossen sind. Gute Arbeit. 4 Anfang des 14tenJahrhunderts.

9. 9a. 9b.

Silberne, 13£■" hohe, glatt polirte Schenk-Kanne, aus welcher angeblich die h. Elisa-beth von Thüringen die Armen labte. Auf dem Deckel (9b) stehen die eingravirtenWorte: Cantarus S. Elisabeth MCCXXXVH, auf dem Fusse die neue Inschrift: Cantha-rus hicce, quo St. Elisabelha in recreandis aegrotis usa est, asservatus in coenobio , quodfuil Altenber^e, ecclesiae in arce ßraunfels in usum sacrum dono datus est a GuilielmoPrincipe MDCCC1II. Den Deckel verziert auf der Höhe ein runder Crystallknopf, darübereine in vergoldete Blättchen gefasste Koralle, auf der Innenfläche (9a) in vergoldeter Dar-stellung der thronende segnende Heiland mit dem Abzeichen der vier Evangelisten. Dieumfassenden Bänder, wie der unterste durchbrochene Rand des Fusses und der Rücken desHenkels (9c) sind vergoldet. 5

10.

Silberner vergoldeter Ring gleicher Grösse mit violettem Glasfluss, angeblich der Trau-ring der h. Elisabeth, welchen Landgraf Ludwig d. H. seiner Verlobten gegeben habensoll. Abgesehen von der geringen Kostbarkeit dieses Ringes, dürfte auch seine für eineFrauenhand unzulässige Grösse Zweifel an der bezeichneten Bestimmung gestatten. 6

3. Als Gegenstück und wol zugehörig zu dieser Statue befindet sich, in derselben Wand desnördlichen Kreuzarms in gleicher Grösse die Grabfigur einer ungenannten Verstorbenenderen Stellung und Gewandbehandlung sie als Nachahmung der Gertrudisfigur bezeichnenlässt. Das Gertrudisgrabmal und die Statue des Grafen Heinrich sind bereits von F. H.Müller in seinen Beiträgen zur teutschen Kunst- und Geschichts-Kunde publicirt.

4. Eine ähnliche, fast gleiche Madonna mit dem Kinde befindet sich in der Martinskirchezu Oberwesel.

5. Zuerst publicirt von Becker und Hefner: Kunstw. u. Geräthsch. d. Mittelalters. DieserGegenstand, wie der folgende, befinden sich nunmehr im Rittersaal des Schlosses Braunfels.

6. Zuerst publicirt von Vulpius, Curiositäten, Taf. 3 und 8, p. 163 und 316. In der Kirchezu Altenberg befinden sich ausserdem:

1) in der nördlichen Chor wand unter schön gearbeitetem Baldachin die aufrecht stehendeGrabplatte in stark hervortretendem Relief des 1459 gestorbenen Grafen Bernhard