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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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OBERWESEL.

OBERWESEL.

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Ursprünglich römische Militärstalion (Vosavia) * , aus welcher frühzeitig ein Königshof,und auf der südlichen Höhe die Reichsburg Schönberg hervorging. Letztere war Anfangdes 13. Jahrhunderts schon mehreren Reichsministerialen gehörig, ersterer zu einer in thurm-reichem Mauerringe prangenden Stadt angewachsen, die bis zum 14. Jahrhundert beim Reicheverblieb. 2 Unter den vier Kirchen enthalten die in hoher Lage prächtig thronende Martins-kirche wie die untere ehemalige Stiftskirche zu unsrer lieben Frau, beide dem 14. Jahrh.entstammend, eine ganze Reihe vortrefflicher Kunstwerke meist jenes Jahrhunderts.

von Solms mit der Umschrift: Anno domini MCCCCLIX ipsa die sixti obiit magnusgenerosus Bernhardus comes Solmtz et dominus in Mintzeberg. Bequiescat in pace.Amen. Ueber der knieenden Figur und unter dem Baldachin befindet sich eine Dar-stellung der Verkündigung, bei welcher die segnende Halbfigur Gott-Vaters erseheint.Höhe des Ganzen ungefähr 9^'. Vortreffliche Arbeit in rothem Sandstein.

2) Mittelmässiger spätgothischer kleiner Sehnitzaltar mit einigen Darstellungen aus demLeben der Maria unter dem Nonnenchore an der südlichen Wand der Kirche.

3) Zwei spätgothische Madonnenstatuen von Holz.

4) Aus der Kirche herrührend, befinden sich im Bittersaale zu Braunfels zwei frühgo-thische, einfache, silbervergoldete Kelche; ein dem 12ten Jahrh. angehöriges, rohes,ehemaliges Processionskreuz mit einer dem Kreuz zu Pfalzel (Taf. LTV. 11.) ähnlichenemaillirten Vorderseite; ein silbernes "Weihrauchschiffchen, dessen Behälter von Buchs-baum mit geschnitzten Benaissancefiguren geschmückt ist.

Nach Fiorillo, Geschichte d. z. Künste, I. p. 438, befand sich früherhin zu Altenbergein goldner Kelch mit der Inschrift: Gertrudis filia B. Elisabeth me fecit. Denselbenführt auch folgendes, p. 296 der Thuringia sacra (Frankfurt 1737) entnommenes Schatz-verzeichniss auf:

S. Reliquiae et AntiquitatesJ quae in Altenberga adhuc habentur.I. Brachium argenteum deauratum, in quo inclusa est magna particula ossis de Bra-chio S. Elisabethae. (Derselbe befindet sich jetzt in der Schlosscapelle zu Sayn.Vergl. p. 36. Anm. 6.)II. Magnus annulus aureus cum rubro lapide, quem Ludovicus Landgravius HassiaeS. Elisabethae in desponsatione dedit.

III. Toga nuptialis S. Elisabethae, ex rubro holoserico, seu sammet, in qua insigneHassicum, duo leones aureis filis per totum intexti sunt, hinc et inde lapidibusornata.

IV. Cantarus argenteus amphoram continens ex quo S. Elisabetha Marpurgi in hospi-tali a se aedificato pauperibus effudit et inseruiuit, in cuius pede haec est in-scriptio: Cantarus S. Elisabeth MCCXXXVIL (Die Inschrift befindet sich wievermerkt auf dem Deckel.)

V. Pars togae inferioris S. Elisabethae ex diseiplina sibi dato, sanguine adhuc conspersa.

VI. Magnus calix deauratus B. Gertrudis, in cuius pede haec inscriptio est: Gertrudisfilia B. Elisabeth me fecit.Item alia minora plura, quae Omnibus periculosis temporibus mirabiliter sunt conservata.Schmidt, Bömerstrassen im XXXI. Jahrbuch d. Vereins v. Alterth.-Fr. im Rheinlande,p. 138 und 160.

Beyer und Eltester, Urkundenbueh, I. p. 58, Nr. 52; IL p. CXXIII. Stramberg, rhein.Antiqu. IL 7. p. 298 und 617. Marx, Gesch. d. Erzstifts Trier H. 2. p. 117.