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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
Entstehung
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ALTENBERG.

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bilden zwei männliche Köpfe, von denen der innere durch den Kreuznimbus als Erlösercharakterisirt wird, der äussere Bart und Barelt trägt. An den untern Enden der Balkendes die Porlalbogen abschliessenden Giebels sehen wir links einen lammerwürgcnden Löwen,rechts einen geflügelten Drachen. Gute Arbeit der ersten Hälfte des 14ten Jahrhunderts.

.5.Homanisches Crucifix von Messingguss in -| der natürlichen Grösse mit erneuertenKreuzbalken. 8

ALTENBERG

an der Lahn, ehemaliges adliges Praemonstratenser-Nonnenkloster, gegründet im 12. Jahrb. 1

6.

Grabdenkmal der h. Gertrudis, Tochter der h. Elisabeth und dritten Aebtissin desKlosters Altenberg, gestorben 1297. Im Jahre 1334 wurden ihre Gebeine feierlich erhobenund in den abgebildeten steinernen Sarcofag gelegt. 2 Dieser hat eine Höhe von 1' 4",eine Breite von 3' A" und eine Länge von 7', ist stark profilirt, in den Gewänden durchVierpasse geschmückt und in späterer Zeit polychromirt. Die Deckplatte trägt dielebensgrosse Statue der Verstorbenen, über deren Haupte ein Engel eine Krone emporhält,ein anderer das Weihrauchfass schwingt. Die Inschrift lautet:

Anno Domini MCCXCVII in die beali Ypoliti obiit beata Gertrudis felix materhuius conventus, h'lia sancte Elyzabel, Lantgravie Thuringie.

8. Im Dome zu Wetzlar befinden sich noch ausserdem: 1) ein einfacher romanischer Taufsteinmit Hufeisenbögen in flachem Eelief auf dem Mantel des Beckens. 2) Eine lebensgrosse poly-chromirte Bieta des 14ten Jahrh. mit verzerrter Christusgcstalt (Kugler, II. 178). 3) Zweifast lebensgrosse Steinfiguren Maria's und Johannes' zu einem neuen Crucifix im nördlichenSeitenraum des Chores gruppirt. 4) Grosses Triumphalkreuz mit Maria und Johannes, ehe-. mals über dem Lettner stehend, jetzt im bischöflichen Museum zu Münster. 14tes Jahrh.5) Figuren am Lettner (Statz, Taf. 126 und 127; Kugler, kl. Sehr., II. 177) von geringerBedeutung mit Ausnahme der phantastischen Träger der Giebelschenkel. 6) Christus, dasKreuz tragend, grosse Gruppe im südlichen Kreuzarm, ausdrucksvoll, aber unschön; spät-gothisch. 7) Maria mit dem Kinde im Chor; spätgothisch. 8) Reiche gothische Eisen-beschläge an den Thüren vom Chore zur Sacristei. 9) Eiserner Kronleuchter des 16tenJahrh., in der Mitte eine Marienstatuette, im Ringe Engelfiguren tragend. 10) In derSacristei bewahrt man ein silbernes weibliches Reliquienhaupt mit gothischem, auf klei-nen Löwen ruhendem Untersatz, zwei ähnliche polychromirte Häupter von Holz, und einensilberner Reliquien-Arm. 11) Unter den vielen Grabsteinen sind zu erwähnen: einer desAnselm Hun in g. Fig. 14ten Jahrh. in der innern Westwand der Kirche, zwei des lötenJahrh. im nördlichen Capellenraum des Chores, drei guter Arbeit, welche bei der Plattungdes Chores umgekehrt im Fussboden gefunden wurden und nun in einem Keller liegen,soweit sichtbar 14. Jahrh. 12) Besondere Berücksichtigung in der Abtheilung derArchitectur unseres Werks werden die figurirten Capitelle finden, von denen Kugler kl.Sehr, schon II. pag. 177 Erwähnung that.

1. Annalendeshist. Vereins für den Mederrhein, Lp. 147.Marx,Gesch.d. Erzstifts Trierll. 2.p. 194.

2. Gudenus, Codex dipl. III. p. 1190.