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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
Entstehung
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30 SIEGBUKG.

2) Im innern Rande:

Ära crucis cristi mense communicat istiHac et enim vite sacratur viclima vit(a)eIn qua struclura virtulem non naturaPonitur hac domino dingna domus struitur. ä2

Sämmtliche Darstellungen sind in email champleve ausgeführt, die acht ersten aufblauen Hintergründen, die andern einzelnen Figuren umkränzt von vielfarbigem, blau, grün,roth und weiss gehaltenem Rankenwerk. Die mitunter nachlässige Gravur der vergoldetenFiguren ist bräunlich-blau eingerieben. Fuss und Gesims bestehen aus getriebenen undvergoldeten Leisten in den schrägen, aus vielfarbig emaillirter Blattverzierung in den gradenFlächen. Die vier aufrechten Wände zeigen, wie bei dem vorigen Tragaltar, sechszehnProphetengestalten in grün emaillirten, weiss und dann blau umrandeten Hintergründen.Räumlich sind die Figuren getrennt durch vorgesetzte, in Kupfer gegossene und vergoldeteSäulchen. Vier in Kupfer gegossene und vergoldete Bestien bilden an den Ecken desBodens, der in üblicher Weise eine vergoldete Musterung auf braunem Grunde in emailpeint zeigt (lb), die Träger des kleinen Schreines. Zweite Hälfte des Uten Jahrh.

Stab Anno II. in §- der natürlichen Grösse, angeblich wie der Kamm bei der Erhebungdes Todten in dessen Grabe gefunden. Knauf und Krümmung sind von Elfenbein, der Stabvon Holz, die Schriftbänder von vergoldetem Silber. Die Krümmung mündet in einenSchlangenkopf, welcher einen Vogel zu verschlingen scheint. Die Umschriften enthalten diedrei folgenden Hexameter:

Tytyre coge pecus, cecos ne ducito cecus

Moribus esto gravis reclor fore disce suavis

Astu serpentis volucris tege simpla gementis.

Die noch vorhandenen vier der acht Spitzen des unteren Beschlages tragen die Buch-staben — V ---------— ART, was nach einer Conjectur des Herrn Caplan Sauvage zu

Siegburg auf ars artium deuten könnte.

3.

Spätgothischer Ständer von Sandstein, 4' hoch.

52. In der letzten Zeile ist dem Verfertiger nicht allein ein überzähliges n in das Wort dignagerathen, sondern auch der Eeim und Ehythmus hat ihm versagt. Ganz dieselbe Inschriftfindet sich auf dem Tragaltar von Xanten (Taf. XVII. und Text zu Band II, p. 4), in-dessen fehlen dort, wahrscheinlich in Folge des Ausbrechens des Altarsteines, die vierletzten Zeilen. In den Inschriften unserer Abbildung wolle man folgende kleine Correc-turen vornehmen. Statt IERIR lese man PERIB; statt BS,VENO soll stehen BRVNO;der Name nach Bricius heisst DWSTAN; nach NICOL'(A)VS folgt SERVAT'. AVGVSTIN C .Den Buchstaben C zeigen die Inschriften in verschiedenen Formen.