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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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SIEGBURG.

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begeht, wenn sie, für eigenen Bedarf arbeitend, Reste verwende!, erblicken wir in dem dop-pelten Vorkommen der PetrusBgur an der Vorderseite, in der unorganischen Anbringung derdrei Emailleplalten an deren Bedachung, in dem Auflegen eines verschnittenen Mäanderslrei-fens in email brun an der vorderen und eines Pilaslers derselben Emaille in horizontalerLage an der hintern Seite des Fusses.

Wir bemerkten bereits, dass die offenen Arkaden der zum Oeffnen bestimmten rechtenSeite den Blick zur Betrachtung des Inhaltes einladen. Der durchbrochene Charakter der inihrer Ursprünglichkeit erhaltenen übrigen Theile entspricht demselben Gedanken. Wir tragendesshalb, ungeachtet des jetzigen Reliquieninhaltes, 50 kein Bedenken, auf Grund der noch vor-handenen Inschrift (2b): Hostia vitalis qualis fuit in cruce talis sub fidei titulo clar(o) etin hoc Loculo — anzunehmen, in diesem Loculus seien geweihte Hostien aufbewahrt gewesen,wodurch unser Schrein zu einem einzig in seiner Art dastehenden Ciborium wird. Anfang

des 13ten Jahrhunderts.

3. 3a.

Vorder- und Rückseite des Elfenbeinkammes Anno II. , wahrscheinlich dessen Grabe

entnommen. Gleiche Grösse.

Taf. XLVIII.1. la. Ib.

Tragaltar des h. Gregorius; 5 * abgebildet in der Grösse des Originals. Wie bei allenübrigen besteht der Kern des Kastens aus Holz, die Bekleidung aus vergoldeten und email-lirten Kupferplatten. Der in der Mitte der obern Fläcbe ruhende Stein von grünem Syenitwird an den Schmalseilen von acht Darstellungen: Geburt, Anbetung der Könige, Darstel-lung im Tempel, Taufe im Jordan, Fusswaschung, Kreuzigung und den Marien am Grabe;rundum von einer Laubarabeske umgeben, in welcher sich die Gestalten der hh. Cecilia, Ur-sula, Agathe, Caterina und Mauricius, Gereon, Georgius, Mercurius, die Apostel und dieBischöfe, Cunibert, Heribert, Bruno, Severinus , Evergislus, Martinus, Ambrosius, BricciusDunstan , Nicolaus , Servatius , Augustinus mit ihren beigefügten Namen gegenüberstehen.Ausser letztern hat die Deckplatte folgende Inschriften:1) Im äussern Rande:

Quicquid, in altari traclatur materiali

Cordis in altari completur spirituali.

Hostia visibilis mactatur operla figura,

Immolat banc pura devolio menlis in ara.

50. Der aus vielen kleinen Partikeln bestehende, in einem eingelassenen modernen Holzkastenberuhende Inhalt gewährte bei seiner Durchsicht drei kostiimgeschichtlich interessante Ge-genstände, nämlich die aus weisser Wolle gewebten, mit schwarzen Kreuzen verziertenPallien Heribert's und Anno's und ein Stückchen dunkelblauer Seide mit gegenüberstehen-den Hähnen gemustert, und bezeichnet: de casula tunicella, dalmatica et planeta S. An-nonis Archiep. Nach Anm. 8 wurden diese Pallien früherhin in einer Monstranz aufbewahrt.

51. Sebastianus, p. 59, sagt: auf dessen Boden diese "Worte zu lesen (auf einem Pergament-zettel): Altare portatile S. Gregorii papae urbis romanae et ecclesiae doctoris eximii.