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SIEGBURG.
Erzengels Michael und des h. Anno und hat über denselhen im Bogenrande in blauer Emaillenoch die Namensschriften: Michael arch. Regina celi. Scs. Anno, darunter die Inschrift:•J- Vita per hunc regnat quem virgo puer peragestat.In den zwölf Ahtheilungen der Langseiten befanden sich die Gestalten der Apostel,auf welche sich die in email brun ausgeführten Inschriften beziehen:rechts oben: Hi reparandorum lux ac proceres populorumPro Patribus nati Christo mediante creati,Vincla relaxandi, jus et meruere ligandi.unten: Reddit honorificos domini consessus amicosArbitrio quorum Stent pondera judiciorum.•J* Qui clandant regnum verbo reserentque 42 supernum.links oben: Nomen habenl darum de fructibus ecclesiarumQui duce Messia superarunt prelia dira•J* Spe fidei fortis, spreto discrimine mortisunten : His in pace Dei stola jam nitet una tropheiAltera reddetur, ubi vita mors aboletur,Subveniat mundo pietas horum gemebundo.Auf den Dachflächen waren früherhin Bilder der Propheten wahrscheinlich in getriebenerArbeit angebracht. Ende des 12ten Jahrhunderts.
2 a.In vergoldetem Silber getriebenes Ornamentband vom Fusse und Gesimse des Schreines.
2 b.VerkleidungssLück von einem der Giebel. Die Edelsteine, von denen zwei antikeGemmen, sind cordonnirt gefasst 43 und die Zwischenräume anstatt des gewöhnlichen Fili-grans mit kleinen, kreuzweise übereinander gelegten Bandstückchen geschmückt.
2c —g.Emaillen: goldene Figuren in blauem Grunde. Hierzu Taf. XLIV. 5. 5a — d.
Taf. XLVH.1. la. Ib.Tragaltar des h. Mauritius 44 in gleicher Grösse, ehemals auf jetzt abgerissenen Metall-füssen stehend. Der Kern des Schreines ist wie bei allen übrigen von Holz, auf welchemdie schmückenden Bekleidungen befestigt sind. Die Mitte der Altartafel (1 a) nimmt der conse-crirte Stein von Porphyr ein, um welchen in blauem Emaillegrunde Darstellungen vergolde-ter und gravirter Figuren sich befinden. Links die Kreuzigung mit den symbolischen Bil-dern von Sonne und Mond, darüber die Taube des h. Geistes und Gott Vater mit Engeln,
42. Sebastianus hat p. 36 referentque.
43. Aehnliche Fassungen zeigen die Edelsteine des Aachener Evangeliars Taf. XXXIV. 2.
44. Auf der Mitte des Bodens befindet sich ein kleiner Pergamentstreif mit der gothischenInschrift: Hoc vere altare est. S. Mauritii ilartyris et gloriosi ducis.