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SIEGBUKG.
Taf. XL VI.1.
Schrein mit den Gebeinen des h. Benignus: 374-" ' an o> ^~\" breit und 24 " bis zurmittlem Knaufspitze hoch. Gleich dem Annoschrein ist auch der Benignusschrein auf denDachseiten seiner Reliefs, in den Nischen der Statuen beraubt, 34 und im Sonstigen dem er-stem wesentlich ähnlich: Emaillirte Säulenschäfte 3 5 mit gegossenen wohlciselirten Capitellenvon Laubwerk und Basen mit Eckblättern trennen die Bogennischen, ein ähnliches in Silbergetriebenes und vergoldetes Ornamentband bekleidet die Schrägen an Fuss und Gesimse,hier auch den Dachfirst, ein vortrefflich gearbeiteter durchbrochener Kamm von Laubwerkmit drei in vergoldetem Blattwerk gefassten Knäufen von Bergcristall überragt den letztern.Filigran- und Emaillen - Stücke verkleiden die Giebelbalken. Abweichend vom Annoschreintragen die Giebel der Schmalseiten Kämme andrer Muster [der eine zeigt Halbfiguren undBcrgcristalle mit Laub ornamentirt (1 a), der andere ein einfacheres vegetabilisches Ornament(lb)]; füllen die Bogenzwickel der Nischen hier Filigrannetze mit Edelsteinen, 36 welchebald eine feinere , bald eine breitere, überhaupt verschiedenfachste Körnung zeigen; trennendie Dachflächen emaillirte Stege; entbehren in grösserer Einfachheit die Giebelflächen derMedaillons und sind nur mit Filigran und Steinen geschmückt, und zwar in der Mittemit einem grossen Stein , der jetzt freilich an einer Seite durch eine Muschel ersetzt ist.Die in hellblauem Emaillegrunde in den Bogen der Nischen befindlichen Namen der einstdort stellenden Statuen lauten:
1) an der Vorderseite: Scs. Vincenlius. Scs. Benignus. Scs. Laurentius;
2) an der Hinterseite, die keine Inschrift mehr trägt, war Michael, Luciferüberwältigend, dargestellt; 3 7
3) an der abgebildeten Langseite in der dort ersichtlichen Schrift: Scs. Pan-taleon. martir. Scs. Sebastianus. martir. Scs. Quirinus. martir. Scs. Ser-vatius. Traiect. Scs. Dionisius Episcop. und Scs. Agapitus martir.;
4) an der nicht abgebildeten Langseite: Scs. Anno Col. Archiepis. Scs. Eras-mus marti. et Ep. Scs. Georgius marti. Scs. Eustachius marti. 38 Scs. Ni-colaus pontifex.
Die Reliquien dieses Schreines erhielt Anno von seinem Verwandten Remgerus, demAbte des Klosters S. Viti Zell zu Elhvangen, und soll dieselben am 26. Februar 1073 nachSiegburg überbracht haben. 39 Der Schrein selbst zeigt schon vorgeschrittene Formen vom
34. Die leeren Flächen füllen bunt hinterlegte Glasscheiben.
35. Drei Säulenschäfte, nämlich einer an der abgebildeten Langseite und zweie an der nichtabgebildeten Schmalseite, sind von gewundener Form und nur vergoldet (vergl. Taf. XL VII.2.): ebenso sind die Eckpfeiler jener Schmalseite zu nur vergoldet.
36. Die verschiedene Arbeit der Filigranstücke zeigen die abgebildeten Beispiele ld—lh.
37. Sebastianus, p. 43, der auch eine andere Eeihenfolge der Heiligen der Langseiten hat.
38. Hier fehlt ein Name.
39. Sebastianus, p. 41, der auch sagt, dass die Reliquien bei ihrem Transport von Cöln überNacht in der Stadtkirche blieben, und andern Tages von Anno auf den Hauptaltar der