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SIEGBURG.
in S. Panlaleou zu Cöln, 16 den untergegangenen Schrein des h. Felix zu Cöln, ' 7 denunter Erzbischof Philipp von Heinsberg (1167—91) gefertigten grössten, reichsten und kost-barsten aller, den Dreikönigenschrein des Cölner Domes, ' 8 für alle Siegburger Schreine, den-jenigen des h. Servalius zu Mastricht, und die^spätern der grossen Reliquien zu Aachen,des h. Remaclus zu Slablo, 19 des h. Suitbert zu Kaisersvverth 20 u. s. w., ihres bei flüch-tigem Blick erkennbaren gemeinsamen Grundcharakters halber, von Entscheidung ist. Dassdiese Kunstwerke der Goldschmiedekunst einer gemeinsamen Schule entsprangen, lehrt ihrVergleich, 21 dass diese Schule keine fremde sei, lässt sich wol aus dem Hinweggehen derVerfertigungsnachrichten über den Ort ihrer Entstehung schliessen , dass am Rheine und inLothringen die schwerste der einschlagenden Kunstfertigkeiten geübt worden, ist aus einigenwenigen Künstlerinschriften bekannt, 22 aber eine bestimmte Oertlichkeit für ihre Verfertigungzu begründen, gelang bisher nicht. Der Schrein des h. Anno nahm am 29. April 1183 dieGebeine des Heiligen auf. 23 Abt Gerhard, unter dessen Regierung er entstand, Hess, wie
t6. Für den Carlsschrein vergl. Taf. XXXVII. und Jahrb. d. Yer. v. Alterth.-Fr. im Eheini.Heft 43; für den Heribertschrein Taf. XLIII. und IV., für die Pantaleonsschreine Bock,h. Cöln, p. 10 der Gegenstände v. S. Maria in der Schnurgasse.
17. Gelenius, de magnitudine Coloniae, p. 297.
18. Floss: Dreikönigenbuch, Cöln 1864, p. 94.
19. Ueber den Mastrichter Schrein vcrgl. Labarte: Les arts industriels au moyenage Album II.PI. CVII. Nähere Nachrichten über Stabloer Emaillen gedenken wir demnächst zu ver-öffentlichen in den Jahrbüchern des Vereins v. Alterth.-Fr. im Eheinlande.
20. Taf. XXX.
21. Alle bestehen aus einem rechteckigen, mit einem Satteldach überdeckten, von vergoldetemSilberblech bekleideten Kasten, an dessen Giebelseiten einerseits Christus oder Maria mitzwei Engeln, andererseits der im Schreine ruhende Heilige mit zwei Engeln, an denLangseiten, abgetrennt durch Säulen oder Pfeiler, Apostel oder Heiligenfiguren in getrie-bener Arbeit dargestellt sind. Auf den Dachseiten sieht man in einzelnen Feldern Vor-gänge aus dem Leben des Heiligen. Noch grössere Uebereinstimmung als in dieser An-lage herrscht im Charakter der Verzierungen, z. P>. der durchbrochenen Kämme mit Knäufenvon Bergcristall oder Emaille, der emaillirten Leisten und Säulen, der Filigrangründe mitEdelsteinen, der getriebenen Bänder etc.
22. Z. B. Wibertus um 1165 in Aachen, Text zu Taf. XXXV. p. 100; Eilbertus Coloniensisauf einem Tragaltar zu Hannover, Text I. B. p. XVIII. Anmerk. 97; Henricus am Anno-schrein; Beginaldus in Grandmont; Nicolaus von Verdun in Klosterneubnrg und Tournai,
• vergl. Correspondenzblatt des Gesammtvereins d. deutschen Geschichtsvereine, 1866, Nr. 4;Cunrad de Huse, Illustr. Zeit. Nr. 687 u. s. w.23. Aeg. Müller, der in seinem Buche: Anno IL der Heilige, p. 158, die Gebeine, gemäss derTranslatio bei Pertz M. G. Script. XL p. 514—18, am Tage der Heiligsprechung in denSchrein legen lässt, behauptet in seinem neuen Buche: Siegburg und der Siegkreis, p. 154,ohne jegliche Quellenangabe, die Gebeine seien erst vier Monate nach der Canonisationam 29. Aug. in denselben gekommen, weil er nicht früher fertig geworden sei. Keines-falls geben die "Worte der Translatio, dass die Gebeine zuerst auf den Altar gesetzt unddann alsbald oder in Kurzem (in brevi intra locellum c. 11) gelegt wurden, dazu Anlass.Auch das Siegburger Necrologium im Archiv zu Düsseldorf besagt darüber nichts. InAnno's Grabe ■—■ dessen Stelle streitig war (Translatio 1. c. p. 506) und das sich eheram Ausgange als in der Crypta befand, gemäss der vita An. lib. III. c. 4; vergl. auchMüller, Anno d. H., p. 152 — befanden sich zwei bleierne Tafeln, welche Anno's Titel und
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