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storbenen Architekten K. J. Hittorf, ist 1898, also mehrals dreissig Jahre nach seinem Tode, in den Besitz seinerVaterstadt gekommen und bildet eine Zierde unserer Stadt-bibliothek. Die weitaus bedeutendste Zuwendung aus denletzten Jahren ist die umfangreiche und werthvolle Privat-bibliothek unseres am 13. August 1899 verstorbenen Ehren-bürgers, des Geheimen Kommerzienraths Dr. Gustav vonMevissen. Sie ist eine mit reichen Geldmitteln sehr ver-ständnissvoll angelegte, vielseitige wissenschaftliche Samm-lung, auf einzelnen Gebieten — Deutsche Geschichte, Reise-beschreibung, Biographie, Schöne Literatur und ihre Ge-schichte — von ungewöhnlicher Reichhaltigkeit, und siebildet nach vielen Richtungen eine sehr glückliche Ergän-zung unseres Besitzstandes. Das thätige Interesse weiterKreise an unserer Anstalt ist auch sonst in erfreulicher Zu-nahm e begriff en. Kauf m annWilhelm HEYER,welcher auch dieCölner Volksbibliotheken mit reichen Geldmitteln bedachthat, schenkte eine aus der Bibliothek der Kasinogesellschaftausgeschiedene grosse Sammlung von Zeitschriften (1896)und eine Reihe anderer werthvoll er Werke, darunter vieleFlugschriften und seltene kleinere Drucksachen zur Rhei-nischen Geschichte aus der Sammlung Heinr.LEMPERTz sen.(1899 und später). Das städtische Gymnasium und Realgym-nasium in der Kreuzgasse überwies entbehrlich gewordeneBestandtheile seiner Bibliothek, grosstentheils Zeitschrif-ten und naturwissenschaftliche Literatur. Die meisten hie-sigen Zeitungs Verleger haben sich zur regelmässigenAbgabe von Freiexemplaren ihrer Blätter und von zur Be-sprechung eingesandten Werken verstanden, viele Behör-den, Anstalten, Vereineund Privatleute senden regel-mässig grössere und kleinere Drucksachen mannigfaltig-ster Art.
Eine systematische Sammelthätigkeit durch Ankäufeoder Heranziehung von Freiexemplaren — grössere undkleinere Bücherschenkungen erfolgen sehr häufig nichtohne Zuthun der Verwaltung — hat die Bibliothek in denZeiten ihrer Unselbständigkeit überhaupt nicht entfaltet.Noch im Jahre 1878 wurde es in einem officiellen Berichteals eine ausreichende Leistung betrachtet, „wenn die Bi-