Druckschrift 
Mitteilungen ueber die Stadtbibliothek in Coeln : Führer für ihre Besucher
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

Oo Ig oo

der Wissenschaft, also im öffentlichen Interesse verwaltetwerden solle, ist weder durch planmässige Ergänzung nochdurch gewissenhafte Bewahrung der reichen Schätze ganzentsprochen worden. Die Verluste sind unzweifelhaft aufdie ungünstigen Raumverhältnisse, vor Allem auf denMangel jeder Ausleihekontrolle zurückzuführen.

Mit der Uebersiedelung in den Neubau an der Portals-gasse und Einrichtung einer Bibliothekverwaltung beginnteine Reihe von weiteren ausserordentlichen Zuwendungen,welche auch nach dem Einzüge in das neue, stattlicheHeim am Gereonskloster erfreulichen Fortgang genommenhat und hoffentlich noch lange nicht zum Abschlüsse ge-langt. Die wichtigsten Sammlungen, im Wege der Schen-kung, des Vermächtnisses oder besonderer Abmachungenerworben, sind in den Veröffentlichungen der Stadtbiblio-thek beschrieben worden; hier mögen —nach der Zeitfolgeder Ueberweisung der betreffenden Sammlungen — zu-nächst die Bibliotheken Fridolin Hoffmann (1880), Dr. Hein-rich Claessen (1883), Oberbürgermeister Dr. HermannBecker (1885), Adolf Rautenstrauch (1886) genannt wer-den; von Oberlehrer Dr. Franz Weinkauff (1886) und derCoelner Handelskammer (1885 und später) wurden entbehr-lich gewordene grössere Büchermengen überwiesen. An-gesehene CölnerVerlagsfirmen — J.P.Bachem, M. DuMont-

ScHAUBERG'sche BUCHHANDLUNG, KoELNER VERLAGSANSTALT UND

Druckerei, C.Warnitz & Comp. —haben Verlagsartikel undandere werthvolle Stücke beigesteuert. Die Bibliothekder katholischen Gymnasien, die sog. Jesuitenbibliothek,wurde, nachdem sie von dem jüngst verstorbenen Goethe-forscher Prof. Dr. Heinrich Duentzer nahezu 40 Jahre langmit hervorragender Sachkenntniss verwaltet und ver-grössert worden war, im Jahre 1885 in dauernde städtischeVerwaltung übernommen; sie bildet einen in sich abge-rundeten, nach Umfang und Inhalt hervorragenden Theilunserer Stadtbibliothek. Der historische Verein für denNiederrhein überwies (1900) seine früher bei uns als De-positum lagernde, aus Veröffentlichungen anderer Ver-eine bestehende Bibliothek. Die Büchersammlung einesberühmten Cölners, des am 25. März 1867 zu Paris ver-