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Mitteilungen ueber die Stadtbibliothek in Coeln : Führer für ihre Besucher
Entstehung
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es sich um die Büchersammlung handelte, ein recht kräf-tiger. Die Inventarisirung wurde mit grossem Eifer be-trieben und in sehr kurzer Zeit vollendet. Bei Wallraf'sTode war Obersekretär Peter Fuchs bereits seit fünf Jahrenmit der Verwaltung und Instandhaltung des Archivs be-traut, ihm und dem Stadtregistrator Imhoff ist auch zudanken, was in der nächstfolgenden Zeit für die Bücher-sammlung geschehen ist. Freilich war es in Anbetracht dergeringen Geldmittel weniger, als die bedeutende Samm-lung verdient hätte. Bis zum Jahre 1836 hatte die Biblio-thek regelmässige Einnahmen überhaupt nicht zu verzeich-'nen; da vermachte der am 26. November genannten Jahresin Xanten verstorbene vormalige Notar Hellen früherstadtcölnischer Beamter der Stadt Cöln sein Vermögenmit der Bestimmung, dass die Zinsen von 2000 Reichs-thalern Clevisch im jährlichen Betrage von rund i5oThlr.für die städtische Bibliothek verwendet werden sollten.Diese Bestimmung ist nur theilweise zur Ausführung ge-langt, das Kapital vermehrte sich durch Anhäufung vonZinsen, sodass heute der Reinertrag der Stiftung in derEinnahme des Haushaltsetats der Bibliothek mit dem stän-digen Betrage von rund Mk. 900 aufgeführt wird.

Das Interesse an dem Emporkommen einer städtischenBücherei begann allmählich zu wachsen, wie man aus einerReihe von ansehnlichen weiteren Zuwendungen schliessendarf. Aber die Verwaltung wurde durch die mangelhafteund mehrfach wechselnde Aufstellung der Bibliothek be-sonders erschwert. Der Rathhausthurm, der Hansasaal,die Rathhauskapelle, endlich der Spanische Bau musstennothdürftige Unterkunft bieten, bis endlich die langjährigenVerhandlungen über einen Neubau zum Abschlüsse ge-führt wurden.

2. IM NEUBAU AN DER PORTALSGASSEEINRICHTUNG EINER VERWALTUNG

Der Plan, zwei früher an der Nordseite des Rathhaus-platzes belegene, vom Spanischen Bau der alten Frei-tagsrentkammer bis zur Bürgerstrasse reichende städti-