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Philologisches aus alten Bibliothekskatalogen :
(bis 1300)
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Philologisches aus alten Bibliothekskatalogen. 9

Bevor ich nun im folgenden zur Sammlung des Materialsselbst übergehe, möchte ich noch einige Bemerkungen zu dervon mir gegebenen Eintbeilung machen.

Gottlieb hat in seinem Buche die Verzeichnisse innerhalbder einzelnen Länder alphabetisch nach dem Abfassuugsorte ge-ordnet, ein Verfahren, welches sich durch die Anlage jenes Wer-kes rechtfertigt, aber hier nicht angewendet werden kann. Zu-nächst erfolgt die Anlage meiner Sammlung nach den Paragraphender Teuffel-Schwabeschen Literaturgeschichte, da ich glaube, dassdadurch die Zusammenstellung an Benutzbarkeit wesentlich ge-winnt. Dann sind die Handschriften der einzelnen Autoren nachLändern und innerhalb derselben chronologisch angeordnet, dochso , dass beim Vorhandensein mehrerer Kataloge einer Bücher-sammlung die Handschriften desselben Autors unmittelbar auf-einander folgen, wenn die Verzeichnisse auch verschiedenen Jahr-hunderten angehören. Man erhält dadurch ein Gesammtbild derbis zum Jahre 1300 in den betreffenden Bibliotheken vorhande-nen Handschriften desselben Autors und vor allem die allmäligeZunahme des betreffenden Materials. Doch habe ich z. B. beiCicero und anderen fruchtbaren Schriftstellern gleich alles unterdem Bibliotheksnamen aufgeführt und nicht unter die einzelnenWerke vertheilt, um nicht durch zu häufige Wiederholung vonnebensächlichem den Umfang des betreffenden Theiles unnütz zuvergrössern. Besonders interessante Sachen sind gesperrt gedrucktoder mit kurzen Anmerkungen versehen. Nicht aufgenommensind die Bemerkungen aus den Literaturgeschichten des Mittel-alters 1 , da ich diese und ähnliche Materialien in den c Beiträgenzur Geschichte römischer Dichter und Prosaiker im Mittelalterim Philologus veröffentliche. Es handelt sich hier also lediglichum namhaft gemachte Handschriften, alles übrige ist grundsätz-lich ausgeschlossen , nur werden sich einige verstreute Bemer-kungen über Benutzung wenig verbreiteter Schriften im Mittel-alter finden.

1 S. bei Gottlieb S. 439 ff.