Vo r wo r t.
Eine Sammlung des philologischen Materials, welches inalten Bibliothekskatalogen verzeichnet steht, dürfte in manchenBeziehungen nicht ohne Interesse sein. Bei der folgenden Zu-sammenstellung ist das Buch von Gottlieb zu Grunde gelegt;einige Erweiterungen konnte ich hinzufügen, es sind meist zer-streute Notizen über einzelne Bücher, welche bei Gottlieb unterden Hiscellen stehen würden.
In den Auszügen habe ich mich auf die Zeit bis 1300 be-schränkt, da ja im 14. Jahrhundert schon der Humanismus ein-setzt und es meist ebensowenig von besonderem Interesse ist, zuwissen, dass saec. XIV irgendwelche Handschrift in einem Klosterexistirte, wie solche Handschriften des 14. Jahrhunderts selbst oftnur von geringem Werthe sind. Nur in ganz vereinzelten Fällenging ich über diese Grenze hinaus. So bei dem Kataloge der Pa-riser Universitätsbibliothek vom Jahre 1338. Erstens fehlt hierein älteres ausführliches Verzeichniss und man wird es hier dochmeistens mit alten Handschriften zu thun haben. Und zweitensist es entschieden wichtig, die Vorräthe dieser Bibliothek an alterLiteratur in ihrem Verhältniss zu andern Verzeichnissen Frank-reichs zu kennen.
Die Schriftsteller selbst sind nach Teuffel-Schwabe 5 ange-ordnet, die einzelnen Aufschriften nach Ländern und innerhalbdieser nach Jahrhunderten. Die Autoren des goldenen und sil-bernen Zeitalters sind natürlich, soweit sie überhaupt erwähntwerden, vollständig angeführt, mit einziger Ausnahme Vergils,der ja überall vorhanden war. Bei der späteren Zeit habe ichaber gewisse Ausnahmen gemacht, namentlich ist die juristischeund dann auch die christlich-theologische Literatur nicht berück-. sichtigt, denn zur Aufzählung der Patristik hätten ganze Bändenicht gereicht und sie liegt doch schon ausserhalb des Rahmens