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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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Beilagen zu Band I.

infachung der Kon-lassen.

md oder sonst nichtScliwellwerks bezw.md hier namentlich,mpften Boden. I nt und Stabilität desStatt der Fensterpen beziehungsweise

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Beilagen zu Band I.

Anweisung zur Benutzbarmachnn'' der Lazareth-Baracken etc.

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Beilage 97.

zur Benutzbarmachung der Lazareth-Baracken, sowie zur Einrichtung der Exerzirhäuser bezw.

Reitbahnen als Lazarethe für den Winter.

Vorbemerkung.

Die Grundsätze, welche für die Erbauung von Lazareth-Baracken aufgestellt worden sind und das Prinzip derselbenausmachen, dürfen bei den Maassnahmen zur Brauchbarmachungderselben für den Winter nur insoweit ausser Acht gelassenwerden, als dies bedingt wird durch den gegenwärtigen Haupt-zweck, die Erheizung der Baracken. Demgemäss werden diePermeabilität der Wände, des Daches und der Luftzug unterdem Fussboden nach Bedarf einzuschränken sein, weil durchdiese Eigenschaften eine hinreichende Erwärmung der Baracke,wenigstens eine gleichmässige, unmöglich gemacht wird. DerFortfall dieser natürlichen Ventilation ist jedoch durch eine mitder Heizung zu verbindende künstliche so viel wie möglich un-schädlich zu machen. Die Firstventilation wird gleichfalls nurin dem Maasse beizubehalten sein, als durch dieselbe nicht einzu starker Luftwechsel und hieraus bedingte Abkühlung der Luftin der Baracke befürchtet werden muss.

Die nachfolgend aufgeführten Maassregeln werden genü-genden Anhalt gewähren, um unter Berücksichtigung des ebenGesagten in jedem Falle das Richtige zu treffen und den Zweckthunlichst zu erreichen.

I. Die Lazareth-Baracken.

A. In Betreff der Umfassungswände.

1) Baracken, bei denen die Brettverschaalung auf derinneren Seite der Stiele angebracht ist, werden trocken (ohneMörtel) mit Ziegelsteinen ausgesetzt und aussen mit einer zweitengestülpten Verschaalung versehen; an Stelle der Ziegel könnenzur Ausfüllung noch andere schlechte Wärmeleiter, die er-fahrungsgemäss der Infektion nicht unterworfen sind, wieKoaksasche und Lohe, angewendet werden.

2) Baracken mit äusserer Verschaalung erhalten, um dieBenutzung möglichst wenig zu unterbrechen, keine Ausmauerung,sondern entweder eine zweite Verschaalung an den inneren Stiel-seiten, welche nicht gestülpt, sondern mit halber Spundung ver-sehen wird, oder eine Bekleidung mit Steinpappe über deräusseren Verschaalung. Bei der ersten Anordnung ist daraufzu sehen, dass die Luftschicht zwischen beiden Verschaalungeneine ruhende ist, d. h. der Zutritt frischer Luft von oben undunten vermieden wird.

Ein drittes Mittel besteht in der Bedeckung der äusserenVerschaalung mit einer 2 bis 3" starken Strohlage, welche mitEisendraht und Nägeln befestigt wird und einen Verputz durcheine 1 bis 2" starke Lehmschicht erhält.

3) Die Fenster können mit Strohmatten, welche entwederseitlich verschiebbar oder zum Aufziehen bezw. Herunterlasseneingerichtet werden, bedeckt und dadurch für die Nachtzeitgegen das Eindringen der Kälte geschützt werden.

4) Die Thüren ad l) können gleichfalls mit Strohmattenbenagelt, bei der Lehmverputzung ad 2) jedoch in gleicherWeise behandelt werden, wie die Umfassungswände, wobei dannselbstverständlich für Hirnleisten gesorgt werden muss, gegenwelche sich Strohbedeckung und Lehmverputz anlehnen. Auchkönnen die nach aussen führenden Thüren durch Windfängeverdoppelt werden, welche je nach ihrer Lage nach aussen oderinnen vortretend einzurichten sind.

ß. Fussboden.

Um einen warmen Fussboden zu erzielen empfiehlt es sich,unter den Umfassungswänden der Baracke die Plinthe ent-weder auszumauern, oder den Raum mit Erde zuzuschütten,oder endlich mit Brettern zu verschaalen; es sind jedoch dabeieinzelne einander gegenüberliegende Oeffnungen anzubringen,welche durch Schieber oder Klappen verschliessbar gemachtwerden, um nach Bedarf den hohlen Raum unter dem Fussbodenzu ventiliren.

C. Decken und Dachreiter.

Eine doppelte Brettverkleidung noch unter der Dachver-schaalung wird nur bei besonders niedrigen klimatischen Ein-flüssen für erforderlich erachtet; es muss jedoch unter allen Um-ständen die Luftöffnung zum Dachreiter durch Bretteinlagen,welche eventuell als Klappen behandelt werden können, bis aufein durch die Erfahrung festzustellendes Maass eingeschränkt,bezw. zeitweise ganz geschlossen werden.

D. Heizung und Ventilation.

Die Heizung wird durch eiserne Oefen, und zwar entwederFüllöfen oder Etagenöfen, mit einer Ummantelung zu bewirkensein; es müssen dieselben aber einen sogenannten Feuertopf er-

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