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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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Anweisung zur Benutzbarmachung der Lazareth-Baracken etc.

Beilagen zu Band I.

halten, durch welchen das Glühendwerden der äusseren Ofen-wandungen verhindert wird.

Die schlechte verdorbene Luft aus dem Innern der Barackewird theils unter den Rost geführt und verbrannt, theils durchein besonderes Ventilationsrohr, welches durch das Rauchrohrerwärmt wird, abgeführt; die gute, frische Luft lässt man da-gegen unter dem Fussboden in den Raum zwischen Mantelund Ofen eintreten und über dem Mantel in das Innere derBaracke ausmünden. Es empfiehlt sich auch alsdann, Klappenzur Regulirung der Luftströmung im Ventilationsrohr anzu-bringen.

II. Exerzirhäuser, Reitbahnen etc.

Bei der fast durchweg bedeutenden Grösse dieser Bau-werke wird es zunächst darauf ankommen, festzustellen, ob der

ganze Raum in jedem Falle in Benutzung zu nehmen ist, odernur ein Theil desselben, und zwar können hierbei die Bestim-mungen über den jedem Kranken in stabilen Lazarethen zugebenden Luftraum, d. h. 1200 Kubikfuss als Minimum, An-wendung finden. Auch wird hierbei auf die Gewinnung desRaumes Rücksicht zu nehmen sein, welcher für die Verwaltungund Oekonomie erforderlich ist.

Die Abtheilung der Räume von einander und von demeventuell nicht zu benutzenden Theile der Gebäude geschiehtam besten durch Brettwände. Die Fussboden müssen überallgedielt und dabei so hoch gelegt bezw. so isolirt werden, dassdie Bodenfeuchtigkeit das Holzwerk nicht erreichen kann.

Die Heizung und Ventilation ist wie ad I. D. einzurichten,jedoch mit der Abweichung, dass für die zuzuführende frischeLuft besondere Kanäle, unter dem Terrain von Mauerwerkoder Thonröhren, über demselben als Holzkasten angelegtwerden.

Beilagen zu Band

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