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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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den Behörden auf.

eines Krieges i?e der Kranken g

eines festen Vj;hten und die vireffen. Als solche

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dien Binrichtnngiikalitäten zu panqi' einzurichten (Vej.

mtstehenden Kontos,nng der Lazareft-aus der Beschaff

ztlichen Pflege- nj

ligen Krankenpii^

bei dieser ganzen»anrisse zu mach«iite Kreise der IVinteressiren. Dieirichtung und V*ehnnngslegung minl Tag zu zahlendenDie Vereinsbildminoch nicht so weit[gehende reine Formnässig festgestellte!in so ausgedehnte!en können, wie den

3ne Grundsätze in., wo das Centn!auf die erste naausgegangene Au-fbereitenden Maat»esentlich diesem Um-Zeit des Eintreffengelegenen Schlachtits über 3000 Bettenan. Die gesamtsteherzoglichen Krieg»-uch eine Aversiniuil-e.

litätsinstruktion unden enthaltenen B*the kam in Bad«lche die Einsetzungzur AufrechthaltuBg

Seite 55); desgleidmim Grossberzogttaui

IL Abschnitt: Die Deutsehe freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71.

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Wahrnehmung des militär-gesekäftlichen

Die

fer Disziplin,

Tkeile* der Lazarethverwaltnng etc. verlangte. 1 )Kichtbeachtung dieses Prinzips ist von der freiwilligenKrankenpflege selbst bedauert worden. 2 )

Rb lag im Gange der Ereignisse und in der darin

,," leten ^ r ^ w i e der heimische Lazarethdienst fiber-

uut sich gestaltete 8 ), dass die dem Kriegsschauplatze

1 er gelegenen Lande im Westen Deutschlands, namentlich

Baden und die Pfalz, in allen Zweigen der freiwilligen Hilfs-

thätigkeit speziell aber in der Lazaretlipflege eine besonders

fangreiche Thätigkeit entfalteten, doch wetteiferten alle

rjude und Provinzen. Berlin, der Centralpunkt der

Deutschen freiwilligen Krankenpflege überhaupt, wurde

[auptort (wie der heimischen staatlichen, so auch) derfreiwilligen Lazaretlipflege durch Etablirung von 2G wohl-eineerichteten Vereins- und Privatlazarethen, 4 ) welche zu-sammen über mehr als 2000 Betten verfügten.

Ge^en Ende des Krieges bestanden in den DeutschenStaaten gegen 1500 Vereins- und Privatlazarethe; 6 ) derfür dieselben seitens des Centralkomitees und der mit dem-«elben verbundenen Vereine gemachte Aufwand an Baar-mitteln wird von dem Centralkomitee auf 2 078 970 Thalerangegeben.

Unter diesen Anstalten befanden sich grossartige undmustergiltige Anlagen, wie das in der neuerbauten Bahn-hofswerkstätte zu Karlsruhe für 400 Betten eingerichteteEi.-eülialm-Lazareth 6 ) und zahlreiche andere; grosse, imi. Kapitel bereits näher beschriebene Barackenlager ent-standen in Berlin, 7 ) Altona, 8 ) Frankfurt a. M., 9 ) Speyer, 10 )Darmstadt, 11 ) Karlsruhe 12 ) und Heidelberg, 13 ) theils durch diefreiwillige Krankenpflege allein, theils unter reger Betei-ligung derselben; auch zahlreiche Annexbaracken (nebenhazaretken in festen Gebäuden) wurden von Privaten oderVereinen errichtet und unterhalten. 14 )

Wo es anging namentlich in den grösseren Städtenund an den Sitzen der Universitäten reservirten dieständigen Civil-Hospitäler eine entsprechende Anzahl vonBetten für die Verwundeten und Kranken der Armee. DerJohanniter-Orden verpflegte in 25 ständigen Krankenhäusernund 7 Kriegslazarethen 2446 Mann. Fürstlichkeiten, ls )

i) Vergl. S. 303.

') Bericht über die freiwillige Hilfstätigkeit im Grossherzog-llium Baden S. 92.

3 ) Vergl. S. 310.

4 ) Einschliesslich 7 ständiger Civilhospitäler, welche je eineAnzahl Betten zur Disposition stellten (vergl. Beilage 89, S. 22G*).

"') Betreffs der Zahl der Lagcrstellen und vier Verpflegten siehe8. 308. Vergl. ausserdem hierzu Beilage 88; die einzelnen Lazarethewfa in Beilage 89.

,; ) Vergl. S. 349. ?) Vergl. S. 343. 8) Vergl. S. 345.

") Vergl. S. 365. ») Vergl. S. 377. '') Vergl. S. 371.

") Vergl. S. 349. ») Vergl. S. 350.

,4 ) Das Einzelne darüber siehe im 7. Kapitel; vergl. auch Beilage 99.

'') Vergl. Beilage 89; betreffs der Musterbaracke Ihrer König-lichen Hoheit der Frau Kronprinzessin von Preussen zu Homburg-iclie ausserdem S. 361 des Textes.

Buittta-BericM über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd.

Johanniter-Ritter') und nicht wenige Privatpersonen errich-teten Lazarethe auf eigene Kosten oder gaben Bäume fürZwecke der Krankenpflege her; desgleichen stellten fastalle Aerzte, welche eigene Heilanstalten besassen, je nachder Art ihrer Einrichtungen Betten für Verwundete undKranke aller Art oder für bestimmte Kategorien zur Ver-fügung.

Eine der Berechnung im Einzelnen sich entziehende,jedoch ebenfalls beträchtliche Zahl von Kranken gingvereinzelt in Privatpflege über. Nach der Instruktion solltedies nur bei Rekonvaleszenten der Fall sein und dieUeberweisung, der militärischen Kontrole halber, lediglichaus den Reserve-Lazarethen erfolgen. Der Eifer Privater,namentlich A T erwundete in Pflege zu bekommen, warjedoch so gross, dass die Bestimmungen vielfach durch-brochen wurden. Namentlich in den westlichen Gegenden,vor Allem wiederum in Baden und in der Pfalz, gewanndie Privatpflege eine sehr grosse Ausdehnung.

Ausser dieser direkten Mitwirkung bei der Behand-lung der Kranken sorgte die freiwillige Krankenpflege imInlande ähnlich wie auf dem Kriegsschauplatze, nur in nochsehr viel ausgedehnterer Weise, für die geistigen Bedürf-nisse der Pflegebefohlenen der Lazarethe durch Unter-stützung der Seelsorge, Beschaffung von Büchern für dieRekonvaleszenten und durch Führung einer ausgebreitetenKorrespondenz.

3. Naelirichten-Vermittelung.

Central - Nachweisebüreau.

Während auf letztere Art dem Mittheilungsbediirfnissedes Einzelnen genügt ward, entstand durch die bereits am19. Juli erfolgte Errichtung des in § 76 der Sanitäts-Instruktion vorgesehenen Central - Nachweisebüreaus eineorganisirte Institution für Auskunftsertheilung. Die in derInstruktion lediglich den Reserve-, Vereins- und Privat-Lazarethen auferlegte Verpflichtung zu dekadenweiser Ein-sendung der Krankenlisten wurde im Verlaufe des Kriegesauch auf die Feld-, Kriegs- und Etappen-Lazarethe aus-gedehnt und das dadurch zusammenströmende Material zurErgänzung der amtlichen Verlustlisten benutzt. Die demCentral - Nachweisebüreau daraus erwachsende Arbeitslastwar eine so grosse, dass Monate hindurch 2 ) ein regelmässigerNachtdienst durchgeführt werden musste.

Das Preussische Kriegsministerium regte bei den Militär-behörden der anderen Deutschen Staaten die Einrichtung

1 ) 23 Johanniter-Ritter haben Lazarethe oder Pflegestätten ge-gründet. Im Ganzen hat der Orden (einschliesslich zweier Trans-porte von Liebesgaben) fast ausschliesslich aus Beisteuern seiner Mit-glieder mehr als li-O 000 Thaler verausgabt, ausser den an das Central-komitee abgegebenen Naturalgaben sowie den an Letzteres direktabgeführten Geldbeiträgen und den ungefähr 30 000 Thaler betragendenSpenden für die Kaiser Wilhelm-Stiftung.

2 ) Und zwar bis zum 25. März 1871; die Schliessung des Bureauserfolgte erst am 15. Juli.

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