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83 bis 90).
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rfahren. — Die Kriegs-■illigen Krankenpflegeindangen nur noch fürinen.
des Militärinspekteursle. — Es muss hiiizu-ierieht und in vieleninpflege die oben be-funden haben.
Hau« f.
II. Abschnitt: Die Deutsche freiwillige Krankenpflege im Kriege 1870/71.
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jnck „Liebesgaben" allgemein populär geworden ist —•wiegend an die Einschliessungs-Armee vor .Metz ab.nie Kosten eines jeden einzelnen derselben betragen 14 000to 16 000 Thaler.
kusnahmsweise Hess auch das Centralkomitee kleinereSendungen an einzelne Truppentheile gelangen.
Die vor Strassburg und den kleineren Festungen imgjjggg beschäftigten Truppen wurden vorwiegend von denSüddeutschen Landesvereinen bedacht.
Die Gesammtzahl der Sendungen an Liebesgaben ausdem Bereiche des Norddeutschen Bundes sowie der Gross-herzogthümer Baden und Hessen wird im Berichte dosMilitärinspekteurs auf 5445 angegeben.
,V Anderweitige Wirksamkeit auf dem Kriegsschauplatz.
A r on den zur Deutschen freiwilligen Krankenpflege ge-bärenden Vereinigungen hatte insbesondere die Rheinisch-Westfälische Malteser-Genossenschaft auch die SeelsorgeIn ihr Programm aufgenommen. Dieselbe entsandte vonden 81 Priestern, welche ihr zur Verfügung standen, 69 nachdem Kriegsschauplatz zur Wahrnehmung geistlicher Punk-tionen bei den Truppen, den Kranken in den Lazarethensowie bei den pflegenden Ordenskräften. Ausserdem haben-ich nicht wenige andere Geistliche evangelischer sowohlals katholischer Konfession mit Genehmigung ihrer Oberenfreiwillig auf den Kriegsschauplatz begeben und in Gemein-schaft mit den .Militärgeistlichen auf den Schlachtfeldernwie in den Lazarethen der Ausübung ihres Berufes obgelegen.
Den leitenden Gedanken der Sanitätsinstruktion ent-sprechend 1 ) vermittelten freiwillige Pfleger die Korrespondenzder zum Schreiben unfähigen Verwundeten und Krankennach der Heimath. Desgleichen wirkte die freiwillige Hilfemit hei dem Feststellen der Identität der Gefallenen sowiebei Anlage und Instandhaltung von Gräbern der in fremderKnie Verbliebenen.
B. Im Inlande.
Wahrend die freiwillige Krankenpflege in der vorstehend.-kizzirten Weise die amtlichen Sanitäts-Organe auf demKriegsschauplatze unterstützte, fand sie umfangreiche weitereAufgaben in der Heimath vor. Das in so ausgedehnterWeise zur Anwendung gekommene Kranken-Zerstreuungs-system machte die Deutschen Länder trotz der stetig wach-senden Entfernung des Kriegsschauplatzes nicht bloss zuStätte» der Vorbereitung für die Maassuahmen im Felde,■Hin lern forderte auch in den entlegensten Provinzen einenumfassenden eigentlichen Krankendienst.
Für die freiwillige Kraukenpflege lag in dieser heimischenkeit — welche sich keineswegs auf die Sammlung
*) Vergl. S. 406, paa». 6.
von Gaben, Beschaffung und Versendung von Vorratlien be-schränkte — offenbar der Schwerpunkt, insofern zahlreicheSchwierigkeiten, welche sich der Bestätigung freiwilligerHilfskräfte auf dem Kriegsschauplätze entgegenstellen, inden stabileren Verhältnissen der Heimath fortfallen.
1. Bahnliofsstationen und Wassertransport.
Den natürlichen Uebergang von der Thätigkeit auf demKriegsschauplatz zu derjenigen im Inlande bilden die mitder tüvakuation innig zusammenhängenden Verband- undErfrischungsstationen auf den Bahnhöfen, welche die Forl-setzung der an den Etappenstrassen im okkupirten Gebietgelegenen gleichartigen Stationen nach rückwärts darstellten.Wie auf dem Kriegsschauplatze bestanden die freiwilligenLeistungen auf den Deutschen Bahnhöfen in der Verabfolgungvon Speisen und Getränken, Verbandsachen, Decken, Unter-kleidern, Wäsche u. dergl., in der Erneuerung der Lager-stätten und der Verbände. An den wichtigeren Knoten-punkten wurden auch Lazarethräume hergerichtet zurUebernachtung oder vorübergehenden Aufnahme Nicht-transportabler.
Sogleich zur Zeit des Aufmarsches der Armeen bildetensich an allen Orten, durch welche ein Truppendurchzug zuerwarten war, Lokalkomitees zunächst zur Erfrischung dergesunden Soldaten. Nach den ersten kriegerischen Ereig-nissen übernahmen theils eben diese besonderen Komitees,theils die eigentlichen Hilfsvereine die Labung, den Verbandder durchpassirenden Verwundeten und Kranken. Ueberallstellte sich ärztliches und Wartepersonal in reicher Füllezur Verfügung, deren Wirksamkeit an den Hauptstationendurch staatliche Etappenärzte geleitet wurde. Im Ganzenbestanden in Norddeutschland, Baden und Hessen 22S der-artige Erfrischungsstationen.
Als ebenfalls mit der Evakuation in Verbindung stehendsei hier der bereits an anderer Stelle 1 ) ausführlicher er-wähnten Betheiligung der freiwilligen Krankenpflege andem Transport Verwundeter und Kranker auf der Wasser-strasse des Rheins durch Stellung von Delegaten, Pflege-personal, Lagerungsgegenständen etc. gedacht.
2. Unterstützung der Reservelazarethe. 2 )
Drei Arten der Betheiligung seitens der freiwilligenKrankenpflege an der Lazareththätigkeit im Inlande warendurch die Sanitätsinstruktion vorgesehen: 1) die Ueber-nahme von Yerwaltungszweigen in staatlichen Reserve-Lazarethen, 2) die Errichtung besonderer Vereins- oderPrivatlazarethe, 3) die Uebernahme von Rekonvaleszentenin Privatpflege.
') Vergl. S. 230.
2 ) Vergl. zu dem Folgenden das 6. Kapitel: Lazarethe desInlandes,