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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
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401
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Band 1.

en dürfen, da-m Felde unter densue umfassende V»3derum und stark,-sr gewann, aus j|*re Porin annehmenie thatsächlich an-it es, dass die Prag?les daraus sich er-lern nicht mehr vonielmehr namentlielmen und veränderteeiche sämnitlich derer erkannten Notli-'bereitungen der frei-3r, ihre Organisationan den staatlichenund die Oberleitumtrker zur Geltimg zuche theoretisch 1»..kommen gewürdigt,diend berücksichtkl

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Band I-

I. Abschnitt: Entwicklung der freiwilligen Krankenpflege bis zum Deutsch-Französischen Kriege.

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]I in Kviegszeiten im Anschlüsse an die militärischeSanitätsverwaltung bei der Heilung und Pflege derim Felde verwundeten und erkrankten Kriegermitzuwirken:

a. durch Errichtung von Lazarethen in der Nähe desKriegsschauplatzes;

b. durch Entsendung von Krankenpflegern undKrankenpflegerinnen;

c. durch Hilfsleistung bei der Fortschaffang derVerwundeten vom Schlachtfelde mittels einesbesonderen Personals;

d. durch Verstärkung der Vorräthe an Verband-material und Nahrungsmitteln in den Lazarethen:

e. durch Heranziehung der geistlichen und welt-lichen Genossenschaften.

Zur Förderung dieses Unternehmens erging eine all-gemeine Aufforderung:

1) durch persönliche Betheiligung an den Geschäftendes Vereins oder durch einen jährlichen Beitrag vonmindestens 10 Silbergroschen dem Centralverein beizutreten,

2) Provinzial- und Lokalvereine zu bilden, welche beiselbstständiger Thätigkeit in ihren Bezirken behufs ein-heitlicher Wirksamkeit mit dem Centralverein in Verbindungtreten sollten.

Der bei Stiftung des Vereins ausgesprochenen Absichtund dem Sinne der Genfer Verhandlungen gemäss bliebderselbe auch nach Beendigung des Schleswig-HolsteinschenFeldzuges bestehen; dasselbe war bei mehreren Hundertwahrend des Krieges entstandenen Lokalvereinen undeinigen inzwischen ebenfalls gebildeten nichtpreussischenLamlesvereinen der Fall. Trotz der Förderung jedoch,«reiche namentlich demPreussischen Landesverein etc."von Allerhöchster Stelle zu Theil wurde, welche sich ins-besondere unter dem 19. April 1865 durch Uebernahmedes Protektorates seitens Ihrer Majestäten des Königs undder Königin kund gab,') erlahmte die Theilnahme derBevölkerung in der Friedenszeit. Erst die grösseren Ver-hältnisse des Deutschen Krieges von 186G, während dessenüe Bevölkerung von Neuem die vollste Opferwilligkeit fürdie humanen Zwecke der freiwilligen Krankenpflege anden Tag legte, ohne dass man sich doch verhehlen konnte,dass das Verständniss nicht immer dem guten Willen, derErfolg wegen Mangels an geschulten Kräften nicht immerdem Aufwände entsprach, brachte die immer mehr alsdringlich und unabweislich erkannte Angelegenheit derFriedensorganisation in lebhafteren Fluss. Von wesent-licher Bedeutung für die weitere Entwickelung w r ar diemehrerwähnte, 8 ) im Frühjahr (vom 18. März bis 5. Mai)1867 zu Berlin abgehaltene Militär-Sanitätskonferenz, aufwelcher auf besondere Anregung Ihrer Majestät der Königin

') Korporationsrechte wurden dem Verein am 7. Mai 186G verliehen.2 ) Vergl. S. 31 und 41.

Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd.

von Preussen auch die freiwillige Krankenpflege denGegenstand eingehender Berathungen bildete.

Als nach Beendigung des Krieges von 1866 An-forderungen an die freiwillige Hilfstätigkeit naturgemässimmer seltener herantraten und das schliessliche gänzlicheAufhören derselben sich absehen Hess, fügte die General-versammlung des Vereins vom 14. Dezember 1868 dem Statuteinen unter dem 24. Januar 1869 staatlich genehmigtenArtikel hinzu, welcher ausdrücklich gestattete, im FriedenKräfte und Mittel auf Fürsorge für die Invaliden und derenAngehörige, auf die Vorbereitung von Reservelazarethen.sowie auf Abhilfe bei ausserordentlichen Noth-ständen zu verwenden.

Letztere in Folge ihrer in die Augen springendenRichtigkeit auch von der Berliner internationalen Konferenzder Hilfsvereine im April 1869 angenommene Bestimmungging aus der Würdigung der Schwierigkeit, ja Unmöglich-keit hervor, das Interesse für mögliche, selbst wahrschein-lich künftige Zwecke dauernd in weiten Kreisen lebendigzu erhalten, wenn es nicht beständig durch eindrucksvollepraktische Aufgaben der Gegenwart wirksam erregt wird.Zwar bemühte sich der Verein seit dem Mai 1866 durch dieZeitschriftKriegerheil" Verständniss und Interesse für dieZwecke der freiwilligen Krankenpflege zu erhalten und zufördern, wie er schon im Mai 1865 durch Ausschreibung einerPreisaufgabe ,.betreffend die gründliche Besprechung der inder Neuzeit gewonnenen Anschauungen und Erfahrungenüber die Organisation der Privatbeihilfe zur Pflege der imFelde verwundeten und erkrankten Krieger"') die er-mattende Theilnahme zu beleben sich bemüht hatte; zwarbew r ies er durch seine Betheiligung an der im Jahre 1867zu Paris veranstalteten internationalen Ausstellung derHills vereine, sowie an der in Würzburg am 22. August 1867abgehaltenen Konferenz der Deutschen Hilfsvereine undan der Pariser internationalen Konferenz (26. bis31. August 1867) seine Lebensfähigkeit, überall aber hattesich die Einsicht Bahn gebrochen, dass die Friedensaufgabeder Vereine nur zum allergeringsten Theile in der An-sammlung von Kapitalien und Material bestehe, dass diePopularisirung der Grundsätze der Gesundheitspflege über-haupt und der Aufgaben der Hilfsvereine im Felde ins-besondere zwar nicht vernachlässigt zu werden brauche,dass es aber vor Allem gelte, durch Gewinnung möglichstvieler ständiger Mitglieder in allen Theilen des Vaterlandeseinen in jedem Augenblick überall bereiten festen Mittel-punkt für patriotische Hilfsleistungen zu bilden, geeignetePersonen für die Krankenpflege zu ermitteln und ein ge-schultes Personal für die eigentliche Krankenpflege sowohlals für die Verwaltung in grossem Maassstabe heranzubilden.Mit Recht wurde geglaubt, dass das Interesse für diesesZiel auf keine bessere noch würdigere Art rege zu erhalten

] ) Der Preis wurde Ende 1866 der von Moynier und Appia ver-fassten SchriftLa guerre et la charite" zuerkannt.

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