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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
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Band I.

gebauten Barack«,' vn " Ziegelstein«,0 Kranken UntejLxiftklappen an deni im oberen Thefl)t drehbaren Achseni statt. Die H pi .Öfen.

äweise benutz) j,der Lockstedter

hatten die i luU, Fig. 5-7)eu-

von welchen -1-5ienten. Jede dies«

!| i Breite und 5g'den je ein klein«i zwei gleich grontrennt waren. pj P

durch vier Fensterfondirt, theils mit)elwände bestandenis Riegelwerk mitung hergestellten

Stemsockeln bezw.; der Hohlräume;hah durch die auf

das Dach warDachpappe belegt:l'deckcn angebracht>appe benagelt.men durch eisen«ingen machte j|de die Beschaffen-innöthig. In einernterkunft.

Kriegsgefangenen-

mit 5160 Lagerstell«,

, 1913

mit 7073 Lagerstelba

erbauten Kranken-h unter Hinzu-cken bei Kriegs-5 Lagerstellen.

A.chtes Kapitel.Freiwillige Krankenpflege

und die Genfer Konvention.

Vorbemerkung.

Die Darstellung des Sanitätsdienstes im Kriege 1S70/71bliebe lückenhaft, würde nicht auch im Z usani menhange l )der Leistungen gedacht, durch welche die freiwillige Kranken-pflege in diesem wie in jedem neueren Völker-Kampfe die staat-liche Fürsorge unterstützt hat.

Gross, wie die gesammten Verhältnisse dieses Krieges, warendie Aufwendungen an Personal und Material, die Bethätigungenton Opferwilligkeit und persönlicher Hingabe, durch welche diekriegführenden Nationen und neutrale Völker aus privater Ini-tiative die Kriegsnöthe zu mildern, insbesondere das Loos derVerwundeten und Kranken zu erleichtern bestrebt waren.

Bei Betrachtung der freiwilligen Krankenpflege im Feldewerden zwei Dinge zweckmässig unterschieden: 1) die nationalen,2) die internationalen Bestrebungen. Ist auch vielfach derinternationale Charakter der modernen freiwilligen Hilfs-tätigkeit besonders hervorgehoben worden, so dass hierund da die Auffassung Platz greifen konnte, als obfrei-willige Krankenpflege" undinternationale Krankenpflege"im Wesentlichen sich deckende Begriffe seien, 2 ) so verdient

') Gelegentlich ist es bereits in allen vorangegangenen Kapitelngeschehen und zwar, je nachdem eine zweckmässige Gliederung desStoffes es forderte, bei Einzelnem detuillirt, bei Anderem nur andeutend.Die Nachfolgende bildet demgemäss zum Theil allerdings eine Er-gänzung, anderntheils jedoch lediglich eine Zusammenfassung desin früheren Kapiteln Enthaltenen. Die von der freiwilligen Kranken-pflege ausgegangenen Veröffentlichungen, insbesondere die Berichteilcs Militärinspekteurs und des Oentralkonütees, sind für das Nach-stehende mitbenutzt.

2 ) Vergl. dritten Abschnitt dieses Kapitels: Internationale frei-willige Krankenpflege. (S. 422.)

doch festgehalten zu werden, dass der Gedanke, die staatlicheKrankenpflege im Kriege durch freiwillige Hilfsthätigkeit zuunterstützen, ursprünglich ganz unabhängig von der Vorstellungeines neutralen Charakters des Feld-Sanitätswesens, lediglichals nationale Angelegenheit, entstanden ist und dass jederdieser beiden Gedanken seine besondere Entwicklung erfahrenhat. Erst nachdem beide Ideen zu einer gewissen Keife gelangtwaren, wurden sie in der gewaltigen Agitation, welche sich audie grossen Europäischen Kriege in den fünfziger Jahren diesesJahrhunderts knüpfte, und durch die Genfer Konferenzen biszu einem gewissen Grade verschmolzen, insofern für eine aus-reichende Wirksamkeit der Sanitätsorgane überhaupt und derfreiwilligen Krankenpflege insbesondere die Neutralität des ge-sammten Feld-Sanitätswesens für unerlässlich erachtet ward.

Beide Gedanken traten somit gleichzeitig in eine neuePhase und in einen äusseren Zusammenhang, indem fortan inder öffentlichen Diskussion fast ausnahmslos beide zusammenbehandelt wurden. Da sie überdies auch eines gewissen innerenZusammenhangs tbatsäcblich keineswegs entbehren, wird auchhier im Anschluss an die Darstellung Desjenigen, was seitensder Deutschen freiwilligen Krankenpflege für die Kriegsopferüberhaupt und seitens der fremdländischen speziell für dieAngehörigen der Deutschen Heere geschehen ist, eine kurzeBetrachtung der Wirkung, welche die Genfer Konvention imDeutsch-Französischen Kriege erkennen Hess, ihre richtigsteStelle finden.