vier derselben enthielten je ein Bett mit Waschtisch undStuhl; die fünfte diente zur Aufnahme eines Waterklosets.Die Wände dieser überhaupt möglichst wohnlich eingerich-teten Baracke waren innen mit starker grauer Leinewandaustapezirt.
An den Thüren sämmtlicher Baracken waren Wind-fänge angebracht.
Der ganze Barackenkomplex bestand somit aus siebenMannschaftsbaracken mit zusammen 544 Lagerstellen bei nor-maler Belegung, beziehungsweise 649 im Nothfalle, einerOffiziersbaracke zu 8 Lagerstellen, 1 Küchen- und 1 Ver-waltungs- (bezw. Verband-) Baracke. Im Bedarfsfalle wurdeauch noch die grosse Bahnhofshalle mit Strohsäcken belegt,in welcher 150 bis 200 Kranke Unterkunft finden konnten.
Das Barackenlazareth beherbergte in der Zeit vonAugust 1870 bis Juli 1871 74 484 länger verweilendeKranke und Verwundete und 78 313 Passanten, zusammen152 797 Mann.
Vom April an wurden drei Baracken zu anderen mili-tärischen Zwecken benutzt.
Was die Erwärmungsfähigkeit der Baracken betrifft,so ist zu bemerken, dass in den Monaten Februar und März,aus welchen Temperatur - Beobachtungen vorliegen, dieBaracken meist nur Nachts belegt waren, bei Tage hingegenleer standen und gelüftet wurden. Die Beobachtungenbetreffen je eine Mannschaftsbaracke der verschieden ge-bauten Gruppen und die Offiziersbaracke (VI). Die mittlerenResultate (°R.) sind folgende:Februar:
Morgens
Mittags
Abends
Aussentemperatur:
2.2
2.«
3.7
Innentemperatur in
Baracke IIT:
9.4
8.8
10.9
V:
6.o
6.7
7.2
VI:
G.7
6.i
10.9
, VII:
7.2
8.1
9.8
März:
Aussentemperatur:
3.7
9.i
4.9
Innentemperatur in
Baracke III:
8.8
10..,
10.9
V:
5.9
9.i
7.i
VI:
7.8
9.i
9.«
„ VII:
8.4
9.i
9.0
Diese Temperaturen können als ausreichend anw^ Lwerden, da die Leute meist angekleidet und mit einer fzwei wollenen Decken versehen schliefen. Die Luft hiBaracken soll durchweg eine gute gewesen sein.
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In Courcelles sur Nied 1 ) dienten während destember 1870 einige offene Bretterhütten beim Ba]als Etappenlazareth und waren namentlich vielfachRuhrkranken aus der Einschliessungs- Armee von Metz U
Ebenso gewährte in St. Dizier 2 ) eine improräBaracke als Annex des Etappenlazareths im Septeml» azaretb22 Typhuskranken Unterkunft.
Am Bahnhof zu Chälons sur Marne 3 ) war Ursprungdie Etablirung eines grösseren Etappenlazareths proje]doch blieb es in Folge der Verlegung der Evakuatikommission von dort nach Epernay 4 ) zunächst hei demvon zweiBaracken, welche im Oktober für zusammen 15QM:errichtet wurden, zu denen im November noch eidritte hinzukam. Dieselben wurden von Mitte Noverilan zur Aufnahme von je 40 Leichtkranken ausgesidienten den dort liegenden Truppen als Kantonnemetilazareth, und wurden dann von dem Lazareth-ReservepersoiVI. Armeekorps 5 ) als stehendes Kriegslazareth übeniom«welches dort bis zum 1. Juli 1871 etablirt blieb.
Die Etappenstation zu Forbach, von der freiwiKrankenpflege geleitet, und hauptsächlich aus den Vorrätkides dort angelegten Englischen Depots unterhalten, verft«über drei grosse Baracken mit 500 Lagerstellen und vain der Zeit vom 2. Oktober 1870 bis 3. Januar $39 181 Mann.
Weitere Etappenbaracken befanden sich an denhöfen zu Nanteuil le Haudouin 6 ) und Nogeil'Artaud, 7 ) letztere für 80 Mann eingerichtet.
In Reims dienten einige Marktbuden am Bahnhof iEtappenlazareth für 60 Mann.
ij Vergl. S. 109.
2 ) Vergl. S. 150 und 151.
3) Vergl. S. 182.
4 ) Vergl. S. 244.
5 ) Vergl. S. 182.«) Vergl. S. 176 und 248.7) Vergl. S. 180 und 246.
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