III. Abschnitt: Regelung der Fahrten. — Leistungen der Zuge. — Besondere Vorkommnisse. — Kosten.
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1 Sächsischer, 1 Hamburger, 1 Mainzer und
iölner) nach der nordöstlichen Umgebung von Paris
Mitry, Gonesse), wo sie die Feldlazarethe der Be-
nings-Armee vor Paris evakuirten. — Fünf Züge
Preossische, 1 Bayerischer, 1 Kölner und 1 Mainzer)
nach dem nördlichen Kriegsschauplatz ab; ein Theil
selben drang nach Amiens, ein anderer Theil bis Rouen
_ Ein Preussischer Sanitätszug wurde auf der inzwischen
Letellten Schienenverbindung südwestlich bis Orleans
(gehoben, während im Osten zwei (1 Badischer und
■ürttembergiseher) Sanitätszüge bis Dammerkirch, in der
Rieten Nähe der belagerten Festung Beifort, gelangten
die Verwundeten des Werderschen Korps aufnahmen.
fcelben Zweck hatten 2 Fahrten des Badischen Lazareth-
es nach Epinal. Nach Epernay wurde ein Württem-
sischer, nach Weissenburg ein Preussischer Sanitätszug
feendet.
Ende Januar trat in Folge des Waffenstillstandes eineeichterung der Lazarethe in der Umgegend von Paris
Es gino-en daher im Februar (31 Fahrten) nur nochImitätszüge dorthin (nach Versailles und Lagny jeleussische und 1 Bayerischei*, nach Gonesse, Chantilly,2 Preussische und 1 Sächsischer). — Inzwischen
aber auch der direkte Weg nach dem Süden undeten von Paris für die Sanitätszüge geöffnet, so dass
Orleans und Blois 4 (1 Preussischer, 1 Bayerischer,/■ürttembergiseher und 1 Mainzer), nach Chartres undHans gleichfalls 4 Sanitätszüge (2 Bayerische Spital-
1 Preussischer und der Pfälzer Lazarethzug) vordringennten; 1 Hamburger Zug gelangte nach Moret beiItillon. Nach Amiens und St. Quentin wurden zweijitätszüge entsandt (1 Preussischer und der Kölnerarethzug). Sechs nach Epernay dirigirte Preussische
ätszüge evakuirten die im Rücken der Armeen eta-jten Lazarethe. Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze,der Franche Comte und im Süd-Blsass, gingen dreiItätszüge (1 Preussischer und 2 Bayerische) nach Mül-pen und Dammerkirch. Gleichzeitig brachte der Badischerethzug in zwei Fahrten nach Basel und Waldshut die■ die Schweiz dirigirten Kranken und Verwundeten heim.
[Die Waffenruhe gestattete im März (32 Fahrten) zu-st eine ausgiebige Evakuation aus dem ganzen West-en Theile des okkupirten Französischen Gebietes von| Nordgrenze bis zur Loire. Nach diesen GegendenBen im Ganzen 24 Fahrten unternommen, wobei fünfitätszüge (4 Preussische und 1 Bayerischer) die Laza-) um Paris räumten. — Drei Sanitätszüge (1 Preussischer,Bchsischer und 1 Mainzer Lazarethzug) wurden theils
Versailles nach Chartres und Le Maus, theils nachen geschickt, um die Auflösung der am weitesten nach
en vorgeschobenen Lazarethe zu ermöglichen. — Sechsitätszüge (3 Preussische) wurden nach Orleans dirigirt,ifalls 1 Preussischer Sanitätszug mit Benutzung des
östlichen Theiles der Ringbahn 1 ) von Paris nach Corbeilund Etampes, 1 Bayerischer Spitalzug nach Brunoy—Melun.Der Pfälzer Zug nach Troyes und Chaumont en Bassignv,der Hamburger nach Troyes. Im Norden begaben sich3 Züge (2 Preussische und der Pfälzer Lazarethzug) nachAmiens und Rouen. Aus den Lazarethen zu Reims undEpernay holten (5 Sanitätszüge (4 Preussische, 1 Bayerischerund 1 Württembergiseher) die Kranken und Verwundetenall. — Auf dem südöstlichen Kriegsschauplatze gelangten8 Sanitätszüge (viermal der Badische, 2 Württembergisclie.
1 Bayerischer und der Kölner) theils bis Miilbausen, theilsbis Vesoul, Dijon und Dole.
Anfang April war die Hauptarbeit der Sanitätszügehinsichtlich der Krankenrückbeförderung vollendet, esblieben daher von diesem Zeitpunkte an nur noch einzelneZüge in Thätigkeit und zwar führten der I. und VI. Preus-sische Sanitätszug, der I. Bayerische Spitalzug und derBadische Lazarethzug noch einzelne Fahrten aus. ImGanzen wurden im April 5 Expeditionen gemacht. DerI. Preussische Sanitätszug begab sich einmal nach Beifort;bei seiner zweiten Fahrt waren seine BestimmungsorteRouen und Amiens. Der I. Bayerische Spitalzug ging nocheinmal bis Lagny zur Evakuation der Lazarethe um Paris.Der Badische Lazarethzug brachte in zwei Fahrten dieletzten Kranken und Verwundeten der Südarmee aus derUmgebung von Besancon, Dijon und Dole in die Heimathzurück.
Im Mai räumte der VI. Preussische Sanitätszug auf
2 Fahrten die Lazarethe im Norden von Paris und o-insrzu diesem Zweck nach Clermont und St. Quentin. DerselbeZug fuhr im Juni nochmals nach Troyes und Reims, imJuli nach Weissenburg. Im August 1871 unternahm derI. Preussische Sanitätszug seine letzte Fahrt nach Nord-frankreich (Lille, St. Denis und Compiegne), wobei er noch233 Kranke nach Deutschland zurückbrachte.
Die Demobilisirung der Prenssischen Sanitätszügewar sogleich nach dem Abschlüsse der Friedenspräliminarienin die Wege geleitet worden und erfolgte auf Grund einesvon der Evakuations-Kommission in Epernay erstatteten Be-richtes über die Entbehrlichkeit der einzelnen Züge. DenAnfang machten die Sanitätszüge No. IV und X, indemsich dieselben am 16. März nach Berlin bezw. Hannoverzurückbegaben, um durch die Bergisch-Märkische bezw.Hannoversche Bahnverwaltung abgerüstet zu werden. Am18. März folgte nach Berlin der Preussische SanitätszugNo. VII, am 22. März No. VIII, am 26. März No. IX,am 27. März No. V, am 30. März No. III und am 7. AprilNo. IL Nur die Züge No. I und VI blieben zunächst nochunaufgelöst. Letzterem wurden, um ihn getheilt verwendenzu können, der Küchenwagen des Sanitätszuges No. II miteigenem Koch und ein zweiter Güterwagen als Depotwagenüberwiesen. Von der Mitgabe eines zweiten Arztwagens
i) Vergl. S. 252.