294
V. Kapitel: Sanitätszüge.
Württembergische Spitalzug ebendahin aus und räumtedie Lazarethe im unteren Elsass. — Als bald danach dieSchlachten um Metz eine besonders grosse Zahl von Ver-wundeten brachten und einige Tage darauf die Bahnen bisnach Lothringen hinein wieder fahrbar wurden, gingen auchSanitätszüge weiter vor. Am 19., 23. und 28. August be-gaben sich 3 Württembergische Spitalzüge nach Courcellesund Pont ä Mousson, am 28. und 30. August 2 Bayerischenach Ars sur Moselle und Nancy, um die Lazarethe inder Umgebung von Metz zu räumen. Ein am 26. Augustabgelassener Bayerischer Spitalzug leerte gleichzeitig diePfälzer Lazarethe. Dagegen kehrte ein am 23. Augustvom Frankfurter Hilfsverein nach Reinilly ausgesandterZug unverrichteter Dinge heim, da sich dort transportableVerwundete nicht mehr vorfanden.
Nach den Schlachten bei Beaumont und Sedan wandtesich im September 1870 der Kurs der Sanitätszüge(13 Fahrten) vorzugsweise dieser Gegend zu. Am 5., 6.,7., 11. und 14. September gingen 4 Bayerische Spitalzüge,
1 Württembergischer und 1 Kölner Sanitätszug nach derBelgischen Bahnstation Libramont ab, um die Lazarethein der Umgebung von Sedan—Beaumont zu entlasten. Daspäterhin die Belgische Regierung Schwierigkeiten erhob,konnten die Züge diese Route nicht mehr einschlagen,mussten sich vielmehr darauf beschränken, in die Umgegendvon Metz nach Pont ä Mousson, Ars sur Moselle undNoveant vorzudringen, wo sie sowohl Kranke und Ver-wundete der Binschliessungs-Armee vor Metz, als auch die aufdem Landwege von Sedan und Umgegend Herbeigeschafftenaufnahmen. Diese Züge waren theils von Bayern (1 am20. September), theils von Württemberg (3, am 13., 20. und30. September), theils von Herrn v. Hoenika (am 8. und24. September), theils vom Frankfurter Hilfsverein (1 am6. September) auf den Kriegsschauplatz geschickt.
Der weitere Vormarsch der Deutschen Armeen überReims nach Paris machte auch den Eisenbahnverkehr inden okkupirten Theilen Nordfrankreichs in grösserem Um-fange möglich. 1 ) Die im Oktober ausgesandten Sanitäts-züge (9 Fahrten) konnten daher auf der Linie Strassburg—Paris bis nach Chäteau Thierry — Nogent l'Artaud(1 Weissenburger Lazarethzug, 2 Bayerische Spitalzügeund 1 Württembergischer Sanitätszug) vordringen; 1 Baye-rischer Spitalzug wurde nach Reims dirigirt, während 3weitere Sanitätszüge (1 Weissenburger Lazarethzug und
2 Sanitätszüge des Berliner Hilfsvereins) viele Kranke undVerwundete aus Nancy und der Umgegend von Metz nachDeutschland brachten. Der Badische Lazarethzug endlichfolgte den nach der Kapitulation von Strassburg gegenSüden vordringenden Truppen des Generals v. Werder,und ging durch die Vogesen bis Raon l'Etape vor.
Zur Zeit der Kapitulation von Metz (am 27. Oktober)waren die Lazarethe in jener Gegend noch keineswegs
I
!) Vergl. 8. 244.
vei
ndl.
von Kranken und Verwundeten geräumt; besonderses nicht an vielen Typhus- und Ruhrkranken. Esdeshalb im November (welcher Monat im Ganzen 17 F;aufweist) noch 3 Sanitätszüge behufs Entleerung der doiLazarethe dahin ab, von Köln, Mainz und Berlin ausg»während der IL Weissenburger Lazarethzug durchgünstiges Zusammentreffen unmittelbar nach der Uebeivon Metz daselbst anlangte. In dem Maasse, alsdie Hauptmassen der Deutschen Heere immerdas Innere von Frankreich eindrangen, gewann derverkehr im nordöstlichen Frankreich weitere Ausdelso dass nun die Mehrzahl der Sanitätszüge der nachvorgedrungenen Deutschen Armee folgen konnte. Diegingen zuerst bis Epernay (6 Sanitätszüge: 2 Weissenhi1 Bayerischer, 1 Preussischer, 1 Württembergund 1 Mainzer), Nogent l'Artaud (3 Züge: 1 Preussi,1 Bayerischer und 1 Württembergischer), später -Fertigstellung der Umgehungsbahn bei Nanteuil — biswoselbst am 27. November der I. Bayerische, am %vember der I. Preussische, ausserdem gegen Endevember der Hamburger Sanitätszug einlief. — Badenseinen Lazarethzug in diesem Monat zweimal nach Lmund Raon l'Etape.
Im Dezember (30 Fahrten) erheischten die »Umgebung von Paris stattgehabten Gefechte (inslbei Le Bourget) und Schlachten (bei Villiers) wiederNachschub von Sanitätszügen bis vor Paris. Nach LiMitry — Gonesse gingen im Ganzen 20 Sanitätszitf(5 Preussische, 4 Bayerische, 5 Württembergische, 1WJburger, 1 Sächsischer, 1 Badischer, 1 Hamburger,liner und 1 Kölner). — Als im Verlauf diesesauch die nach dem Nordwesten Frankreichs fflBahnen sich öffneten, konnten 2 Preussische Samtbis Amiens vordringen und die Kranken und Venvder Nordarmee aufsammeln. Den gegen Orleans 0]den Truppen hingegen stand eine in dieses Opeigebiet hineinreichende Schienenverbindung noch niGebote. Die Verwundeten und Kranken diesermussten, soweit sie evakuirt werden konnten, nadLahnstationen im Osten von Paris geschafftNach Epernay gingen 5 Sanitätszüge (4 Preussk1 Mainzer Lazarethzug) ab, um die im Rücken der DeiArmeen befindlichen, überfüllten stehenden Krie}Etappenlazarethe zu entlasten. — Nach dem SüdoFrankreich legte der Badische Lazarethzug drei I|zurück; derselbe konnte jedoch nur den Schienen™Epinal und Raon l'Etape benutzen, weil dieBeifort den Eisenbahnverkehr nach der Francheund Burgund sperrte. 2 )
Im Januar 1871 liefen 13 Sanitätszüge In 23Fjaus. Von ihnen begaben sich 10 (5 Preussische
n
Säcl
kgen
her, 1
er) nach
gnv. Mitry, C
rungs-Armee
Preussische,
nach dem
elben drang
— Ein Preus
gestellten Sc]eechoben, wBrttembergis
hsten Nähe (die Venvmu
Leiben Zweck
is nach Epin
ischer, nach
lendet.
Ende Jaiiiiaileichtenmg de
Es gingenanitürszüge <
Russische un<| 2 Preussii
aber auchten von Par
Orleans und
ürtteinbergiS'
Maus gleichfj
1 Preussischten; 1 Hauitillon. Nachtätszüge enttrethzug). Sitätszüge eval
Lazarethe..er Franchetätszüge (1 F
und Damm■ethzug in zvdie Schweiz t
Ich
i) Vergl. S. 251.2 ) Vergl. 8. 249.
Die Waffenrut eine ausgiTheile desNordgrenzeen im Ganz<itszüge (4 Ium Paris räuchsischer uncVersailles njn geschickt,B vorgescholätszüge (3 P■tfalls 1 Preus
anita