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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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258
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IV. Kapitel: Krankenzerstreuung;.

sondern geradezu eine Zahl von Anhaltspunkten verschafft,die auf keine andere Weise zu gewinnen sind,') ist ein zu-treffendes Bild der Verhältnisse im August in keiner Weisemittels Durchschnittszahlen, sondern ausschliesslich durchBetrachtung bestimmter Momente zu erlangen. Der Um-stand, dass zur Etablirung der überwiegenden Mehrzahlmobiler Lazarethe erst in der zweiten Hälfte des MonatsVeranlassung vorlag, läset sowohl die Zahl dieser Lazaretheals des Bestandes in denselben im August viel geringererseheinen, als der realen Aufgabe entspricht, welche denSanitätsfonnationen in diesem denkwürdigen Monat zufiel.Eine Ergänzung in diesem Sinne erhält Tabelle I durchdie nachstehende Tabelle IL 2 )

') Dies gilt auch für den September trotz der Schlacht beiSedan. Da letztere am 1. des Monats stattfand, fallen die durch die-selbe für die Lazarethe auf dem Kriegsschauplatze geschaffenen Ver-hältnisse fast ausschliesslich in den September mit einer nur nochgeringen Nachwirkung im Oktober. (Vergl. S. 154 und 242.)

-) Bei Aufstellung derselben kommen wesentlich andere Ge-sichtspunkte und demgemäss andere Grundsätze in Betracht als einer-seits bei Tabelle T, andererseits bei der die erste Hilfe demonstriren-den Tabelle auf S. 219. Von Tabelle I unterscheidet sich Tabelle IIdadurch, dass bei ersterer 200, bei letzterer 300 Pfleglinge als Grenzefür die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Lazareths angenommensind. Offenbar ist es ein wesentlicher Unterschied, ob wie inTabelle I von unausgesetzter, oder wie in Tabelle II voneiner zwar immerhin länger dauernden, aber doch periodischen Thätig-keit die Bede ist. Für eine Thätigkeit der letzteren Art kann undmuss eine über das Normalmaass hinausgehende Kraftanspannunggefordert werden, welche während eines ganzen Feldzuges unausge-setzt eben nicht geleistet werden könnte.

Was das Verhältniss der Tabelle IT zur Tabelle der erstenHilfe auf S. 219 anlangt, so war es zunächst nicht durchführbar, inbeiden Fällen durchweg dieselben Schlachten in den Kreis der Be-trachtung zu ziehen, weil bei mehreren der auf S. 219 erwähnten be-sondere Verhältnisse obwalteten, welche eine ziffermässige Auf-stellung der anlässlich der betreffenden Aktion etablirten Lazarethenicht wohl angängig erscheinen Hessen. Es sind dies die Schlachtenbei Noisseville, Villiers und BeaugencyCravant, deren Opfer zukleinerem oder grösserem Theile in bereits aus anderen Anlässeneingerichteten Lazarethen Aufnahme finden konnten. (Vergl. S. 125,169 und 211.) An Stelle dieser, aus dem erwähnten Grunde inTabelle II unbeachtet gelassenen Schlachten sind in letzterer 3 andere(bei Amiens, an der Hallue und bei St. Quentin) eingereiht. DieSchlachten bei Colombey Nouilly, Vionville Mars la Tour undGravelotte St. Privat, desgleichen diejenigen bei Beaumont undSedan mussten in Tabelle II in 2 Gruppen zusammengefasst werden,weil die einzelnen Schlachten innerhalb jeder dieser beiden Gruppenräumlich und zeitlich so nahe zusammengehören, dass die am 14. und16. August aufgeschlagenen Lazarethe für die am 18. August Ver-wundeten ebenso in Betracht kommen, wie die durch die Schlachtbei Beaumont bedingten Btablirungen für die Opfer des Tages vonSedan (vergl. S. 106, 113 und 139). Ein weiterer Unterschiedzwischen Tabelle II und der Tabelle auf S. 219 besteht hinsichtlichder RubrikGesammtverlust". Für Betrachtung der ersten Hilfe er-schien es am richtigsten, die Gefallenen und Vermissten mit inRechnung zu stellen, da mindestens ein grosser Theil derselben einenersten Beistand sicher ebenfalls erfordert hat. Für die Füllungder etablirten Lazarethe hingegen kommen diese Kategorien ebenso-wenig in Betracht, wie diejenigen Leichtverwundeten, denen dieGeringfügigkeit ihrer Verletzung das Verbleiben bei der Truppegestattete.

Tabelle II.

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1

2

3

4

5

6

1

Weissenburg-Wörth .

8197

20 2)

443

6000

2

Spicheren ....

3459

12'/2 3 )

299

3750

3

ColombeyNouilly,

Vionvilleu. Gravelotte

30446

76")

400

23 800

4

Beaumont u. Sedan .

9012

41i/ a »)

217

12 450

5

LoignyPoupry . .

2911

6

482

1800

6

Amiens.....

1046

5

209

1500

7

An der Hallue. . .

725

3':)

242

900

8

St. Quentin ....

1912

5

384

1500

66«

Uli

412Der Lindruck, welchen diese Tabelle hervorruft k

soweit es sich dabei nur um das Verhältniss der Hüft

bereitsehaft zum Hilfebedarf handelt ein überwiese!

günstiger. Was insbesondere die Schlachten vor Metz h

trifft, so erscheint es im Hinblick auf die gewaltigen Y

lustziffern als ein im Glänzen erfreuliches Resultat, da

die zur Etablirung gelangten Feldlazarette allein I,

einer Aufnahme von 400 Mann pro Lazareth sämmtlicb

Deutschen Verwundeten zu fassen vermochten, und das- j

Zurücksendung des fünften Theiles ausreichte, um s

weit nur die Zahl disponibler Sanitäts-Anstalten in 4

Auge gefasst wird Zustände herbeizuführen, welche

auch längere Zeit hindurch die Kräfte des Personals alle

falls gewachsen sein konnten. 7 ) Den reichlichsten dauer

') Nach Abzug der Vermissten, der am Tage der Verwund«Gestorbenen und der wegen Geringfügigkeit der Verletzung bei daTruppe Verbliebenen

') Ohne das Lazareth -Reservepersonal XI. und XII. (KüiiislSächsischen) Armeekorps, sowie die Bayerischen Haupt-FeldspitälNo. 2, 4 und 5. (Vergl. S. 100 und 101.)

3 ) Ohne das Lazareth-Reservepersonal IX. und IV. Anneekorjf(Vergl. S. 106.)

4 ) O^hne die 8 Sektionen Lazareth-Reservepersonal. Einem!dadurch, andererseits durch Nichtberücksichtigung der in dentalLazarethe aufgenommenen Franzosen finden die Abweichung)der Anmerkung auf S. 234 und 235 ihre Erklärung

") Einschliesslich der Feldlazarethe No. 3 und 10 XU(Königl. Sächsischen) Armeekorps. (Vergl. S. 139 bezw. 137.)

«) Ohne das 3. Feldlazareth VIII. Armeekorps. (Vergl. 8.1*7 ) Die Zahl der bei der Armee vorhandenen Lazarethe warvor Metz sowohl als bei den übrigen Aktionen noch grösser als iallein in Rechnung gestellte Zahl der etablirten Lazarethe (versiAnmerkung auf S. 234 und 235). Bei Aufstellung der Tabelle II wimtjedoch von dieser Thatsache abgesehen, weil von der Voraussetzu«ausgegangen werden muss, dass die Zahl der nach einer Schlacht wirklietablirten Lazarethe die Zahl derjenigen repräsentire, die in Anbetraf!:aller Verhältnisse etablirt werden konnten. Diese Verhältnisse bfstanden nicht bloss in dem Vorhandensein der Lazarethe, auch nichtallein in ihrer Erreichbarkeit, sondern wesentlich auch in der Meinu«der Kommandobehörden über bevorstehende, vorauszusehende Bedürf-nisse und in der Zahl der benutzbaren Unterkunftsräume.

den Beistand (eben«g, 019) hatten unteje bei Beaumontgängigsten erscheilLoignyPoupry, wodag! < zwei ßayerisclOrleans in Feindes!Aufgaben durch ve:ff ege entzogen worWeissenburg-Wörthfeinen Zahl vonörterten Verhältnis;Inanspruchnahme d(umstände, dass dider nächsten Zukumehr als die unumgvon Sanitäts-Anstaltstösse zurückzulasseLetztere Erwäjraschen WiederhersWeissenburg-Wörthdrängte und demgeideren mangelhafte (und beleuchtet wornach den SchlachteUnterkunftsräumenvermeidlichen Folg«wundeter, was dortnach einer einzigen

i) Betreffs der Utrehnitteziffern nach detrat, vergl. S. 146. SDurchschnittsberechnunBetrachtung der einzeeine ausschliesslich!Jede dieser beiden Bgänzuug.

) Vergl. S. 202 i'>) Vergl. S. 232 i4 ) Besonders demtrachtnng der Kartewelcher Weise die Kartsich ergänzen. Die KLazarethe nach, welcheeinzelnen Kriegsschau]:etablirt gewesen sind;bahnen, Land-Etappen-irgend einer KriegsperiIm Gegensatz dazu sindobwaltenden Verhältniltreffenden Tage etabliiGebote stehenden Eisezu Grunde gelegten TiMomente dar. Kartemittelbar nach den Seiist, wie um diese Zeitburg-Wörth und vor Sschloss sich der Ring