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ach Beginn der Ein-inen, später mit Pontlkt beider von
II. Abschnitt: Ausführung der Kraukenzerstreuung.
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heimathlichen Grenze nach Frankreich hineinführenden Eisen-hahnen ward. Auch nachdem es gelungen, den Bahn-verkehr nach Paris und Orleans hin weiter auszudehnen,blieb Nancy vermöge dieser besonderen Verhältnisse dochwährend des ganzen Krieges Centrum für die von denverschiedenen Kriegsschauplätzen zurückkehrenden und dieaus Deutschland nach Frankreich entsandten Truppen- undllaterialtransporte.
Endlich eignete sich Nancy wegen seiner gesundenL a <re speziell zum Sammelpunkt für die grossen Mengenvon Kranken und Verwundeten, welche von Norden, Westenund Süden her zurückzuschaffen waren.
Bald nach Beginn der Einschliessung von Metz wurdeNancy (am 23. August) Sitz der General-Etappen-Inspektionder III. Armee. Hier endete damals die rückwärtige Eisen-bahnverbindung, und wenige Meilen vorwärts begann imNorden und Westen das Operationsgebiet der kämpfendenHeere.
Auf der einen Seite lag die Festung Metz, von derI. und II. Armee umklammert, auf der andern Seite Toul,gleichfalls von einem Belagerungskorps eingeschlossen;nach Nordwesten das ebenfalls belagerte Verdun; zwischendiesen Festungen war die III. und die Maas-Armee in dieArdennen gegen die Champagne vorgedrungen.
Bereits vor dem Eintreffen der General - Etappen-Inspektion der III. Armee in Nancy waren Kranke undVerwundete in grosser Menge dahin dirigirt worden, so-wohl von den marschirenden Truppen, als von den vielenFeldlazaretten um Metz. Auch die Belagerungskorps vonToul, Verdun und die meisten mit Truppen belegten Ort-schaften um Nancy entledigten sich ihrer transportfähigenKranken sämmtlich nach Nancy. So trafen dort im Augustund September täglich 2000 bis 3000 Pflegebedürftige ein.
Nach dem Fall von Toul (23. September), Metz (27. Ok-tober) und Verdun (8. November) entfernte sich zwar dieganze durch diese Festungen aufgehaltene Deutsche Heeres-macht, theils nach Südwesten, theils nach Norden, auchkonnte das Bahnnetz nunmehr nach Westen erweitert wer-den; hörte indessen Nancy in Folge dieser Ereignisse auf,der Endpunkt des Eisenbahnverkehrs zu sein, so bliebdiese Stadt doch nach wie vor noch lange der wichtigsteDurchgangspunkt für den gesammten Kriegsverkehr vonund nach Frankreich. Auch die im Süden gegen Dijonund Döle operirende Armee entsendete ihre Kranken theilsüber Blesme, theils über Luneville') nach Nancy, da dieFestung Beifort den Verkehr durch die berühmte Troueesperrte.
So kam es, dass in der Zeit vom 23. August 1870 biszum 5. Mai 1871 nicht weniger als 144 896 Kranke Nancypassirten. Nicht gerechnet ist hierbei die Zahl derjenigen,welche vom Bahnhofe aus nach den in der Stadt errichtetenLazarethen gebracht worden sind.
Vergl. S. 147.
In den ersten Tagen nach Besetzung des Ortes durchDeutsche Truppen hatte ein Delegirter der freiwilligenKrankenpflege unter der Assistenz zweier Civilärzte dieAufnahme der ankommenden Kranken und Verwundeten indie Lazarethe von Nancy und ihre weitere Rückbeförderungbesorgt. Vom 23. August ab übernahm der Stabsarzt derEtappenkommandantur als Etappenarzt die Leitung dieserGeschäfte und behielt dieselbe bis zu seiner Abberufungam 5. Mai 1871.
Um die täglich einlaufenden Kranken zweckmässigauf die in Nancy vorhandenen Lazarethe zu vertheilen unddie Entleerung dieser Lazarethe in geeigneter Weise zuvermitteln, wurde auf dem vor dem Bahnhofe befindlichenumzäunten Hofe ein Barackenbau und bei Bonsecours un-weit Nancy ein stehendes Barackenlazareth 1 ) errichtet.
Das Baracken-Etappenlazareth am Bahnhofe verbliebunter der Leitung des Etappenarztes. In dasselbe wurdenvom August 1870 bis zum Juli 1871 im Ganzen 152 797 Mannaufgenommen und zwar:
1. Mit längerem
Aufenthalt:
2. Als Passanten
1870 August .... Mann,
5133 Mann,
1870 September
2 459 ,
27 315 ,
1870 Oktober
4 851 ,
21020 ,
1870 November
11912 .
7 386 ,
1870 Dezember
12 528 ,
6171 „
1871 Januar .
8 355 t
2 366 ,
1871 Februar
14135 ,
1200 „
1871 März .
11408 ,
6 677 ,
1871 April .
1433 ,
733 ,
1871 Mai . .
1130 ,
— ,
1871 Juni . .
— ,
312 ,
1871 Juli . .
6 273 „
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Sumi
ne
74484 Mann.
78 313 Mann.
Ausser diesem Barackenlazareth am Bahnhofe befandensich in Nancy noch 13 Kriegslazarethe (vergl. S. 148 ff.),aus denen das Etappenlazareth am Bahnhof 3299 Mannzur Evacuation übernahm. Grosse staatliche Depots 2 ) undsolche der freiwilligen Krankenpflege deckten gemeinsamdie umfangreichen Bedürfnisse an Utensilien zur Kranken-behandlung sowohl wie zur Evakuation.
Um den Bahnhof und das daselbst errichtete Etappen-lazareth thatsächlich zum Konzentrationspunkt aller ein-treffenden Verwundeten- und Krankentransporte zu machen,waren besondere Vorkehrungen nothwendig.
So lange solche Transporte noch auf den Land-Etappen-strassen von Toul, Pont ä Mousson und aus der weiterenUmgebung in Nancy anlangten, wurde zunächst sämmtlichenan den Stadteingängen aufgestellten Posten der Befehlertheilt, jeden zu Land anlangenden Krankentransport ohneWeiteres nach dem Bahnhofe zu weisen. Durch diese An-ordnung liess sich in erster Linie verhüten, dass die Krankenund Verwundeten sich selbstständig das nächste besteLazareth auswählten. Waren sie auf solche Weise in das
J ) Vergl. S. 149; desgl. das Kapitel „Zelte und Baracken".2 ) Vergl. S. 52.