Band i
eltuch in ein po«,r Verwundeten „„jlachen Luft besonda,nute bei güuler gänzlich >ür die Leichtkrankaen eigens angebrachte•agerung der Kranke,retbkommissionen i-cen, lOOOStrohsa*rankentragen, |;| ; „-.srringe in reichlicher
n den Ausladestellagebenen Gegenständewilligen Hilfeverenisi). Die Labe- ■lazaretbkonimissionlen der Rheindampfaig entsprach im All-ie Garnisonlazaretkß (uhrte anfangs eilege; ausserdem kon-iderer Delegirter dithen Begleitung scArmee dienen; sder Medizin) spesworben. Da es: nicht jedem DampfeTransporte von zweiitung eines einzige«md weibliche Pflep3iipflege.
jerleitung der Tran-illigen Krankenpflej?ainz die Aufsicht ül«mg der Befördertetirde gewöhnlich nielen nöthig, um ibestellen zu steuernMainz aus am frühe:,is oder in der Nachelcher die Benign«rt jederzeit zu unter-ulte die Krankenjazarethe je nach deDrüber er unter«!
s sich lediglichdt der Abgabe voilends von Mainz3r Anker undvon dort weiter mbei Köln zum zweit
Band I.
IL Abschnitt: Ausführung der Krankenzerstreuung.
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\f 1 genächtigt. Kam ein Schiff spät Abends in Düsseldorf
an, so
wurde es erst am andern Morgen entladen.
Nach jeder Fahrt musste eine gründliche Desinfektion
, , gchiffe mit Chlorkalk und Essigdämpfen vorgenommen
j das gebrauchte Lagerstroh verbrannt werden; die
Matratzen wurden in Düsseldorf dem Garnisonlazareth zur
Reinigung übergeben und gegen ungebrauchte umgetauscht.
Die regelmässigen Fahrten begannen am 1. August,achdem schon am 29. und 31. Juli 1870 zwei vereinzelteKrankentransporte nach Bonn stattgefunden hatten. Dieersten Transporte dienten dazu, die Reservelazarethe inBiebrich, Wiesbaden und Mainz von den zahlreichen Krankenund Maroden (auch Syphilitischen) zu räumen, welche die■lufmarschirenden Heere dahin abgegeben hatten. Zunächstsollte die II. Armee über die Wasserstrasse des Rheinsverfügen, später wurde dieser Evakuationsweg auch derI Armee zugewiesen. Bei ihrem weiteren Vorrückenmusste die General-Etappeninspektion der 1. Armee vondem Wassertransport allerdings Abstand nehmen; dagegenwurden zahlreiche A^erwundete der III. Armee auf Schiffenrbeinabwärts geschafft, daher sich dort zeitweilig eine kaumzu bewältigende Ueberfüllung der Lazarethe ergab.
Als mit dem weiteren Vordringen der Heere in Frank-reich die Wasserstrasse des Rheins für die Krankenzer--treuuug weniger in Betracht kam, konnte die Provinzial-Intendantur des VIII. Armeekorps am 30. August sechsDampfboote den Eigenthümern zurückgeben. Am 6. Sep-tember kündigte das Gouvernement Mainz, welches seitdem 15. August die formelle Regelung der Dampfschiff-transport - Angelegenheiten übernommen hatte, abermalssechs, am 15. September zwei und am 19. September diebeiden letzten noch in Verwendung befindlichen Schiffe.Am 28. September 1870 waren sämmtliche 16 Schiffe derbauipfsekifffahrtgesellschaft wieder zugestellt und konntenin Mainz abgerüstet werden.
Im Ganzen sind in der Zeit vom 29. Juli bis 28. Septemberauf den gemietheten Rhein-Dampfschiffen in 94 Fahrten10683 Mann (8262 Verwundete und 2421 Kranke) befördertworden, und zwar:
in 78 Fahrten von Mainz nach Düsseldorf
, Bingen „
V V V
„ Düsseldorf,
Biebrich . .
Bonn . . .Königsweiler
Ruhrort . .Duisburg
Emmerich .
Düsseldorf .
Neuwied . .
Benrath . .
8 318 Mann,434 ,242
73 ,172
139 „134 ,901177
93 .
Summe: 94 Fahrten............10 683 Mann.
Die durchschnittliche Belegungsziffer der Schiffe beliefsich demnach auf 114.
Konnten sich auch die LageruugsVorrichtungen aufden Schiffen, was Zweckmässigkeit und Comfort anlangt,mit den entsprechenden Einrichtungen der Eisenbahn-Sanitätszüge nicht messen, so stimmen doch alle Berichtedarin überein, dass der Einfiuss des Schiffstransports aufden Zustand der Verwundeten und Kranken, Dank demuneingeschränkten Genüsse der frischen Luft, der gutenVentilation selbst in den inneren Schiffsräumen, der an-regenden Reise auf dem schönen Strome und der ruhigenFahrt, ein recht günstiger gewesen sei. Im Ganzen machtesich der Eindruck geltend, dass viele Verwundete undKranke eine längere Wasserfahrt besser ertrugen, als einegleich lange Eisenbahnfahrt. Namentlich gilt dies vonLeichterverwundeten, zumal solchen mit Wunden am Kopfund den oberen Extremitäten, nicht minder von Typhus-und Ruhrkranken. Bei den Verwundeten kamen wederBlutungen noch andere bedenkliche Komplikationen zurBeobachtung.
Nachdem am 12. August 1870 die Mosel-Dampfschiff-fahrt von Trier abwärts wieder in Betrieb gesetzt werdenkonnte, wurde durch Verfügung der Preussischen Militär-Medizinal-Abtheilung vom 19. August 1870 auch die Wasser-strasse der Mosel für die Krankenzerstreuung in Anspruchgenommen. Am 22. August gelangten 60 Verwundete, vonMetz kommend, auf einem kleinen Schiffe von Trier nachSchweich, am 27. August 52 Verwundete innerhalb einesTages von Trier nach Coblenz und im November 1870noch eine grössere Anzahl Kranker und Verwundeter vonTrier bis nach Düsseldorf. Die Beförderungsweise auf derMosel durch Dampfboote der Mosel-Dampfschifffahrtgesell-schaft zu Trier unterschied sich nicht von der auf demRhein geübten.
Vorübergehend kamen an einzelnen Punkten am Rhein(z. B. zwischen Coblenz und Neuwied) Fähren zur Ver-wendung.
Der Aufwand des Preussischen Kriegsministeriums fürDampfschiffmiethe, Lagerungsmittel und Beköstigung aufden Schiffen belief sich im Ganzen auf 87 766 Thaler.
Im späteren Verlaufe des Krieges wurden gelegentlichauch Französische Wasserstrassen für Zwecke der Kranken-zerstreuung nutzbar gemacht. Namentlich geschah dies aufdem nördlichen Kriegsschauplatz.') Die Versuche bliebenjedoch vereinzelt, theils weil die Wasserstrassen nichtnahe genug an geeignete Eisenbahn-Verladestationen heran-reichten, theils wegen Maugels an geeigneten Transport-schiffen.
i) Vergl. S. 197 (2. Feldlazareth I. Armeekorps in GrandSeraueourt), desgl. S. 198 und „Nördlicher Kriegsschauplatz" in diesem(4.) Kapitel.