Band 1.
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X. Abschnitt: AVaffenstillstand, Rückmarsch und Okkupation. Schlussbetrachtung.
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polire des erleichterten Verkehrs mit der Bevölkerung) beiden im engeren Sinne sogenannten ansteckenden Leiden.Die Abreise Seiner Majestät des Deutschen Kaisersuach Deutschland erfolgte am 15. März 1871. Am 10. Maiwurde der endgiltige Friede zu Frankfurt a. M. unter-zeichnet, am 16. Mai Deutscherseits und am 18. Mai seitensder Französischen Nationalversammlung ratifizirt. Vom4. Juni 1871 bis 13. September 1873 dauerte die OkkupationFranzösischer Gebietstheile, zu deren Durchführung das
1. Armeekorps, sowie die 4., 6., 11., 19., 22., 24. und
2. Bayerische Division noch mehr oder minder lange inmobilem Zustand erhalten wurden. 1 ) Am 16. September 1873verliessen die letzten Deutschen Trappen den BodenFrankreichs.
i) Vergl. Geueralstabswerk II, S. 1429 ff.
Von Sanitätsanstalten verblieben bei der Okkupations-Armee nur eine Anzahl Feldlazarethe (3 für jede Division)und anfänglich noch einige Sektionen Lazareth-Reserve-personal, während unter dem 24. Juli 1871 die Heimkehr undDemobilmachung der Sanitätsdetachements verfügt ward.Denjenigen Feldlazarethen und Abtheilungen des Lazareth-Reservepersonals, welche während der Okkupation in Thätig-keit traten, fielen Aufgaben zu, welche nicht wesentlich vondenjenigen der Friedenslazarethe abwichen. Es darf daher alsgenügend angesehen werden, nur die örtlichen und zeitlichenGrenzen dieser Thätigkeit zu bezeichnen, wie es bezüglich allerseit 1. Mai 1871 auf Französischem Boden neu errichtetenLazarethe am Schlüsse der Beilage 61 geschehen ist. Nachdieser Uebersicht sind vom 1. Mai 1871 an seitens der Feld-lazarethe noch 148, seitens des Lazareth-Reservepersonals13 Lazarethaustalten neu errichtet und verwaltet worden.
Schlussbetrachtung.
Der Umfang, in welchem den Opfern des Krieges dieerste Hilfe seitens der Sanitätsdetachements und Feld-lazarethe hat gewährt werden können, geht für die 11 ver-lustreichsten Schlachten des Feldzuges, welche in demVorstehenden ausführlicher berücksichtigt worden sind, —Schlachten mit mindestens 2500 Mann Gesammtverlust —aus folgender Uebersicht hervor:
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Grarelotte-St. Privat
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20
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Noisseville ....
2 978
6
6
72
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Beaumont ....
3 534
6
972
90
39
8 931
21
21
252
35
Villiers . . .
5 235
11
7
112
47
Loigny-Poupry . .
4144
4
4
48
86
Beaugeiicy-Cravant .
3 395
6
2
52
65
Durchschnitt
7 916
9Vä
9
112
76
Aus dieser Zusammenstellung ist zu ersehen,durchschnittlich auf den Schlachtfeldern selbst nahezu eben-
soviel Feldlazarethe wie Sanitätsdetachements zur Ver-wendung gekommen sind, dass durchschnittlich auf je einenArzt 76 Deutsche Verwundete entfielen, und dass in denspäteren Schlachten im Verhältniss zu den Verlusten mehrSanitätspersonal zur Stelle war, als in den ersten Kämpfen.Die Sanitätsdetachements standen, da sie unmittelbar zurTruppe gehören, stets zur Verfügung, so oft das Gros desTruppenverbandes, welchem sie zugetheilt waren, in Aktiontrat; den wechselnden Faktor bildeten somit ausschliesslichdie Feldlazarethe. Unzweifelhaft waren von letzteren in denersten Schlachten (namentlich bei Wörth und Spicheren)weniger zugegen, als zu einer so ausgiebigen ersten Hilfe,wie die Militär-Sanitätskonferenz von 1867 und die Feld-Sanitätsinstrnktion von 1869 anstrebte, erforderlich gewesenwären. Dass dies nicht Folge der gesammten Organisation,sondern das Resultat bestimmter Umstände gewesen ist,haben die späteren Schlachten bewiesen. Diese ungünstigen iUmstände waren: die Raschheit des Aufmarsches und dielSchnelligkeit, mit welcher die ersten feindlichen Zusammen- *stösse eintraten, zumal letztere zu einer Zeit erfolgten, alsdie Verkehrswege und Transportmittel im Rücken derArmeen zur Heranschaffuug weiterer Truppenmassen unddes ganzen gewaltigen Munition»-, Proviant- und sonstigenBedarfs so beträchtlicher Kriegsheere noch auf das Aeusserstein Anspruch genommen waren. Dem gegenüber darf dasbei Weitem günstigere Verhältniss, welches in den späterenKämpfen, namentlich aber in der Schlacht bei Sedan ob-
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