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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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Ferner wurde amgut eingerichtetes,

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, Im NoVernixerie-Division zugetlieilt

Band I.

IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz.

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K" ie"'sschauplatze ausser den bereits erwähnten 1 ) Sanitäts-%inationeu des XL und 1. Bayerischen Armeekorps auchdiejenige 11 des III., IX., X. und XIII. Armeekorps 2 ) zurVerwendung, ausserdem das der 2. Kavallerie-Division zu-»etheilte 6. Feldlazareth VI. Armeekorps und ein Theildes 3. Sanitätsdetachements I. Armeekorps, welcher der1 Kavallerie-Division überwiesen worden war. Unterstütztmrden die Sanitätsanstalten der auf dem südwestlichenKriegsschauplätze operirenden Truppen durch das vomOktober bis März in Etampes etablirte 9. FeldlazarethVI. Armeekorps (vergl. S. 202) und durch das vomDesember bis in den Februar hinein in Chartres thätige10 Feldlazareth XL und 9. Feldlazareth V. Armeekorps(vergl. S. 201).

Während des Anmarsches der 11. Armee gegen Sud-eten blieben für deren Kranke in Chaumont, Troyes,fang Montargis, Nemours, Angerville und Pithiviers Feld-lazarethe zurück, von denen die dem Operationsgebietenäher gelegenen alsbald auch für die Verwundetenpflegein Anspruch genommen wurden.

In Chaumont gelangte am 14. November eine Sektiondes 4., am folgenden Tage das 10. Feldlazareth X. Arniee-

i) Siehe S. 199, Anmerkung 1.

2) Verbleib und Ablösung der Feldlazarette vor Metz wurdednri'li Befehl des Oberkommandos vom 29. Oktober geregelt (vergl.S. 128 und 129). Die zuletzt genannten vier Armeekorps besassenzusammen etatsmässig 45 Feldlazarette (das III., IX., X. je 12, dasXIII. drei eigene und die Feldlazarette 712 IX. Armeekorps).Von diesen 45 hatten sechs eine anderweitige Bestimmung erhalten,indem das 2. Feldlazarett III. Armeekorps bereits im Septemberiltm General-Gouvernement von Lothringen (vergl. S. 128, An-merkung 1), die Feldlazarette 10 12 IX. (XIII.) Armeekorps mitder 2. Landwehr - Division dem General-Gouvernement in Reims zurlerfügung gestellt waren (vergl. S. 155), während das 3. HessischeFeldlazareth bis zum 30. November in Sierck verblieb, um alsdann inder Gegend von Sedau, schliesslich auf dem südöstlichen Kriegs-schauplätze Verwendung zu finden (vergl. S. 128, Anmerkung 1,desgl. S. 175 u. 188); das 7. Feldlazarett X. Armeekorps endlich wirktein Verdun, später in Nancy (vergl. S. 175). Zur Verwendung aufdem südwestlichen Kriegsschauplätze blieben den genannten Armeekorpssomit 39 Feldlazarette, von welchen sechs dem XIII. Armeekorps,33 den Korps der II. Armee angehörten. Von ersteren waren zurZeit des Abmarsches der 17. Infanterie-Division von Paris das 1., 2-,3. Feldlazareth XIII. , sowie das 9. Feldlazarett IX. (XIII.) Armee-korps sogleich verfügbar; das 7. und 8. Feldlazarett IX. (XIII.) Armee-korps blieben noch bis zum 21. Dezember in Boissy St. Leger bezw.Yeres etablirt. Von den 33 Feldlazaretten der II. Armee konnten der-en bei ihrem Abmärsche von Metz nachstehende sich anschliessen:

dem III. Armeekorps: das 1., 4., 6., 8.12. Feldlazarett,.. IX. 1., 2., 3., 5. Preussische und das 1.,

2., 5. Grossherzoglich Hessische Feld-lazareth,, X. ,4. Feldlazarett.

Diesen folgten schon am 2. November das 1., 5. und 8. Feld-lazarett! X-, am 3. das 6. Feldlazarett IX. und am 5. das 7. III., das1 IX. und das 10. Feldlazareth X. Armeekorps. Im weiteren Ver-laufe des November rückten alle übrigen noch vor Metz festgehaltenenLazarethe nach, mit alleiniger Ausnahme des 2. Feldlazaretts X. Armee-korps, welches bis zum 31. Dezember in Rombas verbleiben musste.

korps zur Etablirung; in Troyes wirkte das 1. Hessische,in Sens das 6. Feldlazareth HL, in Montargis zuerst nureine Sektion des 4. Feldlazareths X. Armeekorps, bis auchdie in Chaumont verbliebene Sektion nachrücken konnte,in Nemours das 12. Feldlazareth 111., in Angerville das3. Feldlazareth IX., endlich in Pithiviers das 12. Feld-lazareth 111. Armeekorps.

Das 4. Feldlazareth X. Armeekorps richtete sich mit einerSektion in dem städtischen Hospitale und der Ecole normaledepartementale ein und zwar wurde in ersterem eine sehr guteBaracke benutzt. Am 6. Dezember ging der Dienst an dasLazareth-Reservepersonal X. Armeekorps über.

Das 10. Feldlazareth X. Armeekorps etablirte sich in demLyceum und wirkte daselbst bis zum 10. Dezember.

Das 1. Grossherzoglich Hessische Feldlazareth hatte am

II. November Befehl erhalten, sieb in der Garde-Kaserne zuTroyes zu etabliren. Der Krankenzugang war lebhaft, weshalbzur Unterstützung des Lazareths am 21. November Lazareth-Reservepersonal des X. und am 26. November solches des

III. Armeekorps herangezogen wurde. In Summa behandeltedas Lazareth 763 Kranke, von denen es 619 Ende Novemberdem Lazareth-Reservepersonal X. Armeekorps übergab.

In Sens war am 17. November das 6. Feldlazareth III. Armee-korps zurückgelassen worden. Es benutzte ausser einem Privat -hause das Grand seminaire mit 200 Lagerstellen und für dieTyphuskranken eine Kirche, welche den übrigen Lazarethräumenfern lag. In Summa behandelte das Lazareth daselbst 658 Kranke.Am 24. März 1871 beendete es seine Thätigkeit in Sens.

In Montargis etablirte sich das 4. Feldlazareth X. Armee-korps mit einer Sektion am 18. November (die andere, zur Zeitin Chaumont beschäftigt, traf erst Mitte Dezember in Montargisein) und nahm daselbst in Summa 140 Kranke auf, bei welchenes bis zum 30. Dezember verblieb.

Das 12. Feldlazareth III. Armeekorps erhielt am 20. Novemberdas Civilhospital zu Nemours überwiesen, gelangte indessenwegen der bei der II. Armee unter dem 22. November eingeleitetenTruppen - Verschiebungen') nur zu unbedeutender Thätigkeit,indem es in Summa 23 Kranke in Behandlung nahm, welchebei dem Abrücken des Lazareths am 23. November in der Be-handlung des Hospitalarztes unter der Pflege FranzösischerSchwestern zurückblieben.

Am 18. November hatte im Schulhause zu Angerville eineSektion des 3. Feldlazareths IX. Armeekorps die Aufgabe, diezugehenden Kranken nach Etampes zu befördern. Das Lazarethnahm ausser 8 Verwundeten 205 Kranke auf, welche es biszum 23. November sämmtlicb evakuiren konnte.

Das 10. Feldlazareth III. Armeekorps erhielt am Abenddes 20. November Befehl, in Pithiviers ein Lazareth einzurichten.Dasselbe hat im November ausser 233 innerlich Kranken146 Verwundete aus den Gefechten dieses Monats aufgenommen.In Summa behandelte es in Pithiviers 554 Deutsche und29 Franzosen, von denen es 30 am 18. Januar 1871 dem in-zwischen gleichfalls in Pithiviers eingetroffenen 7. FeldlazarethIII. Armeekorps übergab.

Letzteres, seit dem 27. November in Pithiviers in Thätigkeit,behandelte 792 Kranke. Das Lazarethpersonal erkrankte beisolcher Ueberanstrengung tbeils an Ruhr, theils an Typhusund gastrischem Fieber, so dass im Januar von dem ursprüng-lichen Personal nur noch der Chefarzt übrig war. Am 6. Märzüberwies das Lazareth seine letzten vier Pflegebefohlenen(Franzosen) der Mairie zu Pithiviers und folgte darauf seinemKorps.

x ) Generalstabswerk II, S. 439.

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