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III. Kapitel: Thätigkeit der Sanitätsdetachements, Feld- etc. Lazarethe.
Band I,
zurückgelassen. Das 5. Badische Feldlazareth hatte biszum Abmarsch der Deutschen aus Dijon daselbst 1480 Mannaufgenommen. Von den in Dijon Verbliebenen 224 Pflege-befohlenen dieses Lazareths führten die Franzosen nach undnach 122 in Kriegsgefangenschaft ab.
Das 5. Badische Feldlazareth blieb bis zum 19. Februarin Dijon etablirt und wurde an diesem Tage durch das 5. Feld-lazareth II. Armeekorps abgelöst. In Summa hatte das Lazarethin Dijon 1853 Mann aufgenommen, u. a. 687 Verwundete. 182wurden dem ablösenden 5. Feldlazareth II. Armeekorps über-geben.
Das 2. Badische Feldlazareth und das 6. FeldlazarethXIV. Armeekorps nahmen in Dijon in Summa 1186 Mann(u. a. 353 Verwundete) auf. Bei der Räumung Dijons seitensder Deutschen blieben in beiden Lazarethen zusammen 209 Ver-wundete und Kranke zurück.
Das in Dijon zurückgelassene Personal des 2. BadischenFekllazareths wurde demnächst dazu verwendet, einen Sanitäts-zug über Genf und Lyon nach Karlsruhe zu begleiten, woraufes Mitte Februar von neuem auf dem Kriegsschauplatze eintrafund sich mit der andern Sektion des Lazareths wieder ver-einigte.
Die aus Dijon und Gray zurückgezogenen Sanitäts-formationen des XIV. Armeekorps gelangten demnächstnäher bei Beifort in Folge der Kämpfe während des Januarzu erneuter Thätigkeit (siehe später).
Alsbald nach dem Falle Neu-Breisachs kamen in derUmgegend von Beifort 1 ) nach und nach zunächst die-jenigen Sanitätsanstalten des XIV. Armeekorps zur Ver-wendung, welche nicht auf dem westlicheren Theile desOperationsgebietes in Dijon, Gray und Vesoul beschäftigtwaren.
Insbesondere etablirte sich das 7. FeldlazarethXIV. Armeekorps (2. Preussisches) seit dem 3. Dezembermit der 2. Sektion in Chenebier, seit dem 8. Dezembermit der 1. Sektion in Chätenois, während das 8. Feld-lazareth XIV. Armeekorps (3. Preussisches), welches vom23. bis Ende November in Epinal gewirkt hatte, vom8. Dezember ab in Giromagny und demnächst in Morvillarsin Thätigkeit trat.
Das 7. Feldlazareth belegte in Chenebier zunächst daskatholische Pfarrhaus und die von den Schwestern de la Charite,welche das Lazareth unterstützten, eingerichtete Schule, späterauch das evangelische Pfarr- und Schulhaus. In Chätenois benutztedas Lazareth die Mairie, das Schulhaus und ein grösseres Bauer-gehöft. Die Verpflegung wurde aus den Magazinen zu Montbeliardund Frahier beschafft. Im weiteren Verlaufe der Etablirungtraten mehrere Schweizer Aerzte zu dem Lazareth. In Summanahm dasselbe in Chenebier und Chätenois 740 Mann auf,darunter 476 Verwundete. Am 15. März beendete das Lazarethseine Thätigkeit in den genannten Orten.
Das 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps (3. Preussisches)hatte sich am 23. November in Epinal in dem HospitalSt. Maurice unter günstigen hygienischen Verhältnissen etablirt.Ausserdem standen dem genannten Feldlazareth in demDepartemental - Gefängniss 120 Lagerstellen zur Verfügung.
] ) Beifort wurde vom 3. bis 11. November eingeschlossen (vergl.Generalstabswerk II, S. 364 ff.) und vom 11. November bis 8. Februar1871 belagert (vergl. Generalstabswerk II, S. 1031 ff.).
Das Lazareth hatte im Wesentlichen die Aufgabe eines Etappen-lazareths zu erfüllen, indem es die ihm zugehenden Verwundetenund Kranken thunlichst bald nach rückwärts entliess. Es nahmin Summa 406 Mann auf (39 Verwundete), von denen es zwölfgeheilt entlassen und 380 evakuirt hatte, als durch das Ein-treffen des Lazareth-Reservepersonals XIV. Armeekorps in Epinalam 30. November der Sanitätsdienst daselbst auf letzteres über-ging. Das 8. Feldlazareth XIV. Armeekorps war darauf tob8. Dezember ab in Giromagny etablirt und nahm daselbst374 Mann auf (131 Verwundete). Es übergab seinen Bestandam 15. Januar dem seit dem 9. Januar mit einer Sektion gleich-falls in Giromagny etablirten 2. Badischen Feldlazareth, nach-dem bereits seit dem 2. Januar nur eine Sektion den Dienst inGiromagny versehen hatte. Das 2. Badische Feldlazareth be-handelte daselbst 373 Mann, darunter 107 Verwundete und Hessam 14. März bei Auflösung des Lazareths drei Nichttransportablein civilärztlicher Behandlung zurück. Die Verpflegung wardurch die Magazine zu Mülhausen und Dammerkirch bewirktworden.
Die am 2. Januar in Giromagny ausser Thätigkeit getreteneSektion des 8. Feldlazareths XIV. Armeekorps war am folgendenTage in Morvillars zur Etablirung gelangt und hatte daselbstfür Lazarethzwecke eine Schule, eine Fabrik und ein grösseresWohnhaus hergerichtet. In Summa nahm das Lazarett inMorvillars 1116 Kranke auf (u. a. 297 Verwundete). An6. März wurde das Lazareth in Morvillars aufgelöst.
Bei Beginn der Kämpfe des Januar waren die Sanitäts-detachements des XIV. Armeekorps in folgender Weavertheilt:
Vor Beifort befand sich bei der 1. Beserve-Divisiondas derselben inzwischen überwiesene neu formirte Sanität»detachement, ausserdem die 1. Sektion des 3. Sanitäfe-detachements XIV. Armeekorps, dessen 2. Sektion demDetachement Goltz zugetheilt Avorden war.
Die 4. Beserve-Division hatte ein Preussisches Sanitäfe-detachement zu 2 Sektionen, die Badische Feld-Divisionihr Sanitätsdetachement mit 3 Zügen zur Verfügung.
In dem Treffen bei Villersexel') am 9, Januar errichtetedas Sanitätsdetachement der 4. Reserve-Division zunächstin dem Walde Le grand Fougeret, woselbst auch dasBadische Sanitätsdetachement thätig war, einen Verband-|platz, auf welchem es erst den Schnee wegschaufeln rnus.-tebevor ein Heulager als vorläufige Stätte für die Verwundet«hergerichtet werden konnte. Erst in den Abend- und Nacht-stunden ward es möglich, die Verwundeten in den äusserstbeschränkten Bäumen der Häuser auf dem rechten Oguon-Ufer hart an der Brücke von Villersexel zu bergen.94 nichttransportablen Verwundeten blieben zwei Aerztedes Sanitätsdetachements der 4. Reserve-Division und einDelegirter der freiwilligen Krankenpflege zurück. Am13. Januar wurden die in Kriegsgefangenschaft gerathenenPreussischen Verwundeten nach Clerval evakuirt, wo
i) Vergl. Generalstabswerk II, Seite 1067 ff. Die Verluste 1tragen nach Anlage 141:
todt ... 10 Offiziere, 96 Mann,verwundet . 15 „ 319 „vermisst . 1 , 138 „
26 Offiziere, 553 Mann.
Band I.
die Aerzte mit dempflege auf dem WegeDeutschland zurückkelVerwundeten wurdenAn demselben Ta4. Reserve-Division iithätig.
Während der Vorder Schlacht an der 1vorausgingen, etablireinen Verbandplatz bÖanitätsdetachement dSektion wirkte, währhei Aibre errichtete urwelche von den Fiwurden. Der Verbau16. Januar aufgehobeiVerbandplätze seitensin Grand Charmontdetachements der 4. Re'2. Sektion des 3. Sain Beaucourt errichtetDetachement gelangt»der Erstürmung vonVerbandplätze in letztDie transportablen V<Lisaine wurden auf denChätenois insbesondeiTretudans evakuirt, w<Strassburgs in den Egangener zweirädrigermit MaulthierbespanniVon den inzwisc]lazarethen der BadisaFeldlazareth am 21. J;mit seiner einen Sekt:falls dort etablirten 84. Badische Feldlazaneinen Sektion in Ma;beim, das 6. Feldlazeinen Sektion vom 4in Montbeliard, das 115. Januar in Tretu3. Badische FeldlazaiLure wirkte.
Das 1. Badische Fauf, u. a. 214 Verwund
') Vergl. Generalsta
trugen nach Anlage 141:
todt .
verwundet
vermisst
2 ) Vergl. Seite 71, .