Band I.
Band I.
VII. Abschnitt: Südöstlicher Kriegsschauplatz.
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ine Zwecke inKaonschule, die Markt-;areth eingerichtetDie Französischeneutsche Kranken-al des Lazareths.-unter 92 Schwer-mber verliess derler kleinere Theilfolgte nach Auf-edoch am 12. De-Feinde überfallen
n den Deutschen4. Badische Feld-s BürgerhospitalBr, hatte indessen;ab daher die alsi Epinals Preussi-
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550 verwundetenim 3. Februar zumiickgelassenen Ver-
noch 52 vor; die
anderen waren seitens der Franzosen als Rekonvaleszenten indas innere Frankreich transportirt worden. Während desMonats Februar diente das 4. Badische Feldlazareth in Grayhauptsächlich als Etappenlazaretb, indem es die von Dole undDii'on evakuirten Verwundeten und Kranken aufnahm und dem-nächst weiter in die Heimath beförderte. In Summa behandeltedas 4. Badische Feldlazareth während seiner zweiten Etablirungin Gray 1878 Mann, u. a. 114 Verwundete.
Nach dem Eintreffen des V. Armeekorps auf dem südöst-lichen Kriegsschauplatze und dem Abrücken der BadischenFeld-Division wurde das 4. Badische Feldlazareth am 19. März1871 durch das 4. Feldlazareth V.Armeekorps abgelöst, welchemes einen Bestand von 139 Mann übergab. Bis zum Schlüssedes Monats März versah das 4. Feldlazareth V. Armeekorps denDienst zu Gray, in welchen sich darauf das 1. und 7. FeldlazarethV.Armeekorps theilten, da die Lazarethe zu jener Zeit in ihrerLeistungsfähigkeit durch zahlreiche Erkrankungen des ärztlichenund Pflegepersonals wesentlich beeinträchtigt waren.
Den Gefechten am Ognon folgte am 30. Oktober dasGefecht bei Dijon.') Das Badische Sanitätsdetachementerrichtete während desselben einen Verbandplatz beiSt. Apollinaire und sandte die Verwundeten alsbald in derRichtung auf Gray zurück. Dieselben traten in Mirebeaurar Beze in die Behandlung und Pflege des zu diesemZwecke herangezogenen 1. Badischen Peldlazareths undwurden demnächst seitens des letzteren nach Gray evakuirt,wo sie in die Behandlung des 4. Badischen Peldlazarethsübergingen, während das 1. nach Erledigung seiner Auf-gaben in Mirebeau sur Beze vom 5. November ab inVesoul, woselbst ein grösserer Theil des XIV. ArmeekorpsAnfang November sich befand, in dem Lycee, der Ecolenormale und dem Hotel Dieu zur Etablirung gelangte.
Das Lazareth nahm daselbst ausschliesslich der aus Dijonund Gray Evakuirten, welche nur 1 bis 2 Tage in Vesoul blieben,in Summa 715 Mann auf, u. a. 132 Verwundete. Es folgtevom 16. Dezember ab der Badischen Feld-Division in der Richtungauf Dijon, nachdem es seinen Bestand an das in Vesoul einge-rückte 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches) über-geben hatte.
Weiterhin etablirten sich in Dijon das 5. BadischeFeldlazareth am 15. November, das 2. am 27. Novemberund das 6. Feldlazareth XIV. Armeekorps (1. Preussisches)am 12. Dezember 1870. (Vergl. unten.)
Einige Tage vor dem Aufbruche des XIV. Armeekorpsvon Strassburg hatte die im Breisgau versammelte 4. Beserve-üivision von Neuenburg aus das linke Bheinufer betreten,am 3. Oktober Mülhausen besetzt und am 7. Oktober dieFestung Neu-Breisach eingeschlossen, sowie ausserdem am17. Oktober mit der Belagerung Schlettstadts begonnen. 2 )
Da ein Sanitätsdetachement nicht zur Verfügung stand,war aus Mannschaften der Division provisorisch ein solcheserrichtet und mit rasch angefertigten Tragen ausgerüstetworden.
Von Feldlazarethen standen für die Verwundeten undKranken der 4. Beserve-Division während dieser Zeit das9. und 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps geöffnet.
') Vergl. Generalstabswerk II, S. 333 ff.2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 346 ff.
Sanitäts-Bericht über dio Deutschen Heere 1870/71. I. Bd.
Das 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches)richtete im College zu St. Hippolyte bei Schlettstadt am21. Oktober ein Lazareth ein, in welchem sechs vor Schlettstadtschwer Verwundete Aufnahme fanden. Da Schlettstadt bereitsam 24. Oktober fiel, wonach ein weiterer Zugang an Verwundetennicht stattfand, konnte das Lazareth zu St. Hippolyte am
2. November aufgehoben werden; das 9. Feldlazareth XIV. Armee-korps folgte darauf der 4. Reserve-Division in der Richtung aufNeu-Breisach und gelangte in Widensolen am 3. November zurEtablirung. Es nahm daselbst 12 vor Neu-Breisach Verwundeteauf, seine Thätigkeit fand indessen durch die am 10. Novembererfolgte Uebergabe Neu-Breisachs schon am 12. November ihrEnde.
Das 10. Feldlazareth XIV. Armeekorps (5. Preussisches)etablirte sich am 16. Oktober zwischen Schlettstadt und Neu-Breisach in Markolsheim in drei sehr günstigen Gebäuden. Esnahm daselbst in Summa 379 Mann, u. a. 21 vor Neu-BreisachVerwundete, auf und Hess am 12. November 20 Nichttransportablein civilärztlicher Behandlung zu Markolsheim zurück.
Nach der Einnahme der Festungen Schlettstadt (am24. Oktober) und Neu-Breisach (am 10. November 1870) setztesich die 4. Beserve-Division von Neu-Breisach aus nachVesoul in Marsch.
Das 9. Feldlazareth XIV. Armeekorps (4. Preussisches)wurde am 15. Dezember angewiesen in Vesoul das 1. BadischeFeldlazareth abzulösen, damit letzteres an die BadischeFeld-Division herangezogen werden könne.
Das 9. Feldlazareth behandelte in Vesoul in Summa1811 Mann. 81 Mann waren, nachdem die Deutschen TruppenVesoul verlassen hatten, Mitte Januar 1871 seitens der Fran-zosen in Kriegsgefangenschaft abgeführt worden. Unter denAufgenommenen befanden sich 167 Verwundete.
Das Gefecht bei Autun 1 ) am 1. Dezember, währenddessen das Badische Sanitätsdetachement einen Verband-platz bei Autun errichtete, insbesondere aber das Gefechtbei Nuits 2 ) am 18. Dezember brachten den in Dijon etablirtenFeldlazarethen starken Zugang an Verwundeten. Währenddes letzteren Gefechtes hatte das Badische Sanitäts-detachement zunächst einen Verbandplatz bei Boncourtund im weiteren Verlaufe des Kampfes bei La Bergereetablirt.
Eine schwere Zeit begann für die in Dijon etablirtenFeldlazarethe, als die Deutschen vom 26. Dezember ab bis
3. Februar 1871 diese Stadt geräumt hatten. Es war be-schlossen worden, dass das 5. Badische Feldlazareth mitseinem gesammten Personal, dagegen das 2. Badische und das6. Feldlazareth XIV. Armeekorps (1. Preussisches) nur mitje einer Sektion in Dijon zurückbleiben sollten. Alle irgendTransportablen wurden, insbesondere mit Hilfe des BadischenSanitätsdetachements, nach Vesoul evakuirt, — 433 Ver-wundete und Kranke aber als nichttransportabel in Dijon
i) Vergl. Generalstabswerk II, S. 632.
2 ) Vergl. Generalstabswerk II, S. 726 ff. Die Verluste betragennach Anlage 113:
todt......18 Offiziere, 211 Mann,
verwundet ... 37 „ 656 „
vermisst .... — „ 18 „
55 Offiziere, 885 Mann.
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