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April 1536.
wir ein nüwes heill vsserhalb Christo erwerben, ouch nit, das sy In Inen selbst des erworbnen heills glych werttsyent, Noch ouch das sy die gnad, alls die Sacramenta In Inen habent vnnd gebent, Sonder das wir (durch dieselben In gnaden verrichtt) mehr gnad an vnns bringen, den verheissnen Lon zu empfachen, wöllchen Christus denen,so die gethan, zegeben verheißen, Ja ouch mit söltichem geding gebotten hatt; Dann er gebütt Bättend (mit demgeding), so werdent Jr empfahen, Sind barmhertzig, so werdent Jr barmhertzigkheitt erlangenn, Gebendt almusen,so würdt üch alles rein sin, Heyligent daß fasten, der Herr würdt mehr das gebett erhören, so In dem fasten ver-harrett; Thundt büß, so nahet üch das Rych der Himmlen; Item, wär den willen mines vattcrs thutt (wöllichsgeschicht mit Verrichtung synes bevelchs), der wirdt In den Himmell kommen :c.
Diewill dann Christus der Herr die gutten werck Leeret vnnd mit vorbemelltem geding die zu betonen gebüt-tett, vnnd so dann wir nun recht gloubige sind, so werden wirs on Zwyffell thun vnnd der verheissung gewärttwerden; Thund wirs aber nitt vnnd kommend dahar mit dem Lären Pfundt, mit den Lären Ampellen, mit demTodtnen glouben vnnd vnhochzyttlichen kleid, so würdt vnns zwar vnnser vßred nit hellsten, sonder gesagt werden,Wychend ab von mir In das ewig füwr, Dann Ich bin hungerig geweßen, vnnd Jr hanndt mich nit gespysett w,Vnnd wie S. Paulus anzeigtt, würdt alls dann ein Jeder empfahen sinen Eignen Lybs Lon, nach dem er ge-handlet hatt, eß sye gutt oder böß, vnnd was er hie gesayett, Das würdt er dörtt schnyden.
Vnnd nitt allein werden die, so böses gethann, alls dann (wo veer sy nitt zuvor durch rechte büß verzyhungerlanget) übell bestaun, sonder werden ouch die, so nützit gutts gethan, mit dem unfruchtbaren fygenboum verdampttwerden, nach den wortten Christj, Das der Baum, so nitt gutte frucht bringt, abgehouwen vnnd In das füwr ge-morsten werde. So meldet S. Petter clarlich, Das ouch der gerecht kum möge fällig werden, wo wöllen dann diegottlosen erschynen; Deßhalben er vnns vermanett, Desto grösser» flyß anzewenden, unseren beruff vnnd erwöllungdurch gutte werckh gewyß zemachenn w.
Vff üwer entschuldigung aber Deß Zigs vnnd Verdachts, das man vmb Religionssachen niemandt weder pflichtt,thrüw noch Eydt zehalltenn schuldig sye w., Vermeinen wir, Jr derglychen von vnns vnnd den vnnsern nit gehörtthaben werden; Derhalben wir ouch achtend wytters darüber nit ze antwortten haben, es wäre dann, das man vnnssöllichs, was oder wänn man damit meinte, erklärte; Diewyll aber diser üwer anzug ouch den Artickell vnnd Punc-ten deß von üch fürgewendten Mißthrüwens berüeren möchte, vermeinen wir nochmalen, zu derglychen mißthüwenkein vrsach geben habenn; Zudem wir vnns gegen üch nit allein hievor zum ansang, sonder ouch zu anderen Zyt-ten zetagen, vnnd sonnst mehrmalen vnnsers vffrechten gemüetts, vnnd das wir Pündt, Landsfriden vnnd verträg/ouch alle schuldige Pflicht, alls redtlichen Lütten vnnd Eerlichen Eydtgnoßen zu statt, gegenn allen denen, so das ge-genn vnns ouch thuyentt, zehallten vnnd zeErstatten gesinnet syentt, Erlütteret vnnd Erklärtt.
Wie aber gemeiner frid by Übung mehr dann einer Religion woll vnnd Rüwig bestan vnnd erhallten werdenmöge (alls dann Jr vermeinent, woll sin vnnd beschechen könne), mögenn Jr glych selbs vß dem wäsen vnnd standder frömbden Nationen In Europa (Das wir vnnser ynheimschen geschwygent) das widerspill finden vnnd vrthei-len, wie zum theill Harnach wytter gehörtt würdt.
Das Jr dann fürwendent, der gloub ein frye thüre gaab Gottes sye, Der dem menschen durch den heilligenGeist yngegossenn vnnd nitt durch macht vnnd Zwang einicher Potentaten, geistlicher noch weltlicher Menschen, ge-geben, Ouch die gwüßninen mit Krieg, Wöhr vnnd Waaffen nitt mögent gezwungen» werden; Item so sind Jrkeins wägs gcsinnett (alls Jr In dem 15. Artickell üwers fürtrags meldent), Jemandts von der Religion wegenzu durächten noch zu vervvlgtnn.
Diß Ist vnnser Antwortt: Wir Bekennent zwar, G. L. A. E., Das der gloub ein frye gaab Gottes vnndEin Liecht sye, mitt wöllichem der mensch erlüchtett, vestenklich glouptt alles, was die heillig Kilch Gottes Leertvnnd fürgibtt. Es manglett aber ouch vnnd sind harzu noch mehr Mittlen» zu gebruchen, Namblich das man denmenschen deß gloubens vnderrichte nach dem Bevelch Christj, wie er dann sinen Apostlen bevolchen, In alle welltzegan, zepredigen vnnd Leeren; Deßglychen, alls Er Harnach den Heilligen Paulum bekeertt vnnd berüefft hatt, ErJnne zu Anaina dem Priester gewisen, Der Jme sagen wurde, was er thun sollt; Dann alle die Jhenigen, snInen selbs einen andern dann den Katholischen glouben ungebildett, sich selbs allso beredt sygent von dem Heilligen
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