Mär, 1586,
Ludwig von Affry, Schultheiß; Wilhelm Techtermann. Stadtschreiber, Solothnrn Lore.u Ar.i,..
Sekelmeister und des Raths, Schaffhausen. Ilr. Hans Konrad Meyer. Bürgermeister; Dictegen von
W.ldenberg. genannt Ringk, alt-Burgcrmcister, Appenzell, Johann von Heim, Landammann'
tt. Als Ursachen der Ausschreibung gegenwärtiger Tagsazung geben die Gesandten von Ulrich an -
l) Weil der im Jahr l56l m.t Erzherzog Ferdinand von Oesterreich abgeschlossene Zollvcrtrag in. "anfe
d.cscs Jahres zu Ende gehen werde, 2> Um die Frage zu erörtern, ob man das welsche Gebiet Berns
gleich wie das andere bernerische Gebiet in die Bünde aufnehmen wolle, 3) Wegen anderer noch nner-
ledigtcr Geschäfte, I». Weil die Gesandten des Erzherzogs von Oesterreich noch nicht eingetroffen sind
so wird vorerst der Münzabschied. den die Boten von Zürich. Lneern und Uri leztbin zu Eonstanz ans'
gebracht" haben, verlesen. Da nun aber die Sache von nicht geringer Wichtigkeit ist, wird sie ml
'Inn. genommen, damit sich jedes Ort darüber berathe. wie man sich mit den. Erzberzog und den drei
Reichskreise., über das Gold, nämlich die französischen und kaiserlichen Kronen, sowie über die andern
grobc» Münzsorten, vereinbaren könnte. Defibalb wird an den Erzherzog geschrieben, er möchte bis auf
weitere Erklärung mit de» drc, Kreisen .ich nicht einlassen. Das Begehren der obbenannten Boten von
Zürich. Lneern und Uri um Vergütung ihrer Auslagen von 90 Kronen wird in den Abschied genommen
«. Abgeordnete der lll Bünde... Ehnrwalden. nämlich Dominik Bnldet, Landrichter des Obern <Grauc.n
Bunds, Dietegen von Sal.s. Ritter. alt-Pote,tat im Bergell. und Hartman., de Hartmannis. alt-Landes-
anptmann des Veltlins. jezt Landammann von Ehnrwalden. legen ihre Jnstrnetion vor gemäß welcher
dl. ... Gesuch x..,., mi, d,u.u BS,., ,b.> Ob.
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ausnehmen, Sie bemerken ferner, daß se.t dem August 1584. wo sie zuerst dieses Ansuchen gestellt batten'
verschiedene Umstände und Verhältnisse dessen Verwirklichung hindernd in den Weg getreten seien und
daß sie nun nm entsprechende Antwort bitten Weil jedoch die Gesandten darüber nicht instruiert sind
wird die Sache in den Abschied genommen, ,1. Der Abgeordnete des Zchngerichten-Bunds. Hartmann'
de Hartmannis, stellt nach Vermeldung seiner Herren freundlichen Grußes dar. wie der Zehngcrichten-Buud
mit den beiden andern Bünden eng verbunden sei, wie aber der Erzherzog von Oesterreich' die Aufnahme
aller drei Bünde in den eidgenöinschen Bund zu hintertreiben suche, während er nur beschränkte Rechte
Zehngerichtcn-Bnnd benzc, und stellt das dringende Gesuch, man möchte diesen Bund sammt den
beiden andern Bünden in den unüberwindlichen eidgenössischen Bund aufnehmen, - Auch dieses Gesuch
wird in den Abschied genommen, Die erneuerten Bitten des Landammanns Jakob im Namen des
Sekelmeisters von Unterwaldcn. sow.e der Gesandten von Glarus im Namen Luchsingers nm Schenkung
Von Fenster» mit den Ehrenwappcn der Orte in deren schöne Häuser wird wieder all inMi-nomInm genom-
men. f. (S. ... Uznach und Gaster). Gesandte des Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich erläutern
in weitläufigem Vortrage, warum der Erzherzog den vor fünfundzwanzig Jahren zwischen Oesterreich
und der Eidgenossenschaft abgeschlossenen Zollvertrag fvom 25. Januar 1561, Beilage Nr, 6, anfgeküudet
habe. Nach Anhörung dieses Vortrags, sowie eines bezügliche» Berichtes der hicber eitierten Kauf- und Ge
werbSleute und nach Verlesung eines Gcgenberichts und einer Verantwortung der österreichischen Gesandten
wird der Handel in den Abschied genommen mit der Bitte an die österreichischen Gesandten, sie möchten
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