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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
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September 1585.

72«.

Conferenz der V katholischen Orte.

Lncern. 1383, 17. September

Staatsarchiv Lucern. Lucern. Absch. Bd. ?. LV8.

Rathsboten: Lueern. Ludwig Pfyffer, Ritter, alt-Schultheiß und Pannerherr; Sebastian Fcer,Pannerherr; Jost Holdermeyer, Sekelmeister; Hieronimuö von Hertenstein, Ritter, alle des Raths. Uri.Melchior zum Bühl; Jakob Muheim, beide des Raths. Schwyz. (Sebastian) Bühler, Sekelmeister unddes Raths, tlnterwalden. Johann Roßachcr, alt-Landammann ob dem Wald; Melchior Lussi, alt-Landammann nid dem Wald. Zug. Heinrich Bachmann, des Raths.

Der französische Gesandte in Bünden, Herr von Lyvcrdis, meldet: Er sei im Begriff nach Fran^reich abzureisen und habe (laut eingelegter Credenz) vom ordentlichen Ambassador, Herrn von Fleury,Auftrag zu bitten, daß man sich mit dessen Antwort in Betreff der verfallenen Pensionen und der lcztc»Zahlung bis zur Rükkchr des Balthasar von Grissach zufrieden geben möchte, indem alsdann guterscheid und gründliche Erläuterung erfolgen werde. Was aber die dieses Jahr verfallenen Zahlungen ambetreffe, so habe der König gleich beim Beginn des Jahres den Tresoricren die entsprechenden Beschsertheilt, daß sie das Geld zusammenbringen sollen; dasselbe sei jedoch wieder für den Krieg verwendetworden; der Ambassador aber werde nicht ermangeln, so viel möglich die Zahlungen befördern zu helfen»übrigens erbiete er sich, allfälligc Aufträge an den König pünktlich zu besorgen.Weil man nun nöthigfindet, die Sache ernstlich zu betreiben, und da man vernommen hat, daß der König in Folge einer großenSteuer keineswegs Mangel an Geld habe, und da Herr von Lyvcrdis sich so freundlich anerboten hastwird ihm eine offene Instruction an den König mitgegeben, bei demselben um unverzügliche Zahlunganzuhalten, indem man sonst die Sache an die höchsten Gewalten bringen würde.Schwyz nimmt diesenBeschluß in den Abschied.Auch der andere Handel, betreffend Austhcilung der lcztcn Pension, woraufso viel Unzufriedenheit entstanden ist, wird auf die dringende Bitte der beiden Ambassadoren bis zur Rnkehr Grissachs eingestellt. Weil man übrigens in Erfahrung gebracht hat, daß Hauptmann Gedcon ^tr>ker von Uri der Anstifter dieser Unruhen ist, wird Uri anempfohlen, bei demselben sich ernstlich zn ^kundigen, wer ihn dazu aufgereizt habe, damit man der Sache auf den Grund komme und sich ZN ^halten wisse. I». Auf die Klage deö Hauptmanns Albrccht Freuler von Glarus, daß er von seiner Obugfeit hart bestraft worden, weil er in den Dienst des hl. Bundes in Frankreich gezogen sei, besonders aber,weil er einen Brief mit den Wortenmit Gott und Maria" geschlossen habe, wird an Glarus o>nofreundschaftliche Verwendung für ihn erlassen. «. Landammann Lnssi berichtet, was er vor einigen Tagenim Wallis mit dem Bischof und den beiden Landeshauptleuten Schinner und Maycnzctt im Vertrauenverhandelt habe zur Beseitigung des Unwillens, den die Räthe und Landlcute daselbst wegen derstruetion der Gesandten der katholischen Orte auf leztem Tag zu Solothnrn über Ausschließung ^Zugewandten vom Beisiz gefaßt haben; er berichtet ferner,wie vertraulich sich selbe anerboten", chman annehmen dürfe, daß die Sachen daselbst wohl stehen.Darauf wird an die von Wallis dieliche Ermahnung erlassen, sich in das Bündniß mit Genf nicht einzulassen und dafür zu sorgen, daß nmand mehr seine Söhne in evangelische Schulen schike.