Oktober 1584. K45
gehalten haben, antworten, indem man auf nächstem Tage zu Baden den übrigen Orten über alles be-richten werde. K. Bezüglich des auf leztem Tag zu Baden von den Bündncrn gestellten Begehrens umAbschließung ciueö neuen Bündnisses findet man aus vielen Gründen, daß es nicht gut wäre, die Sacheso ganz wegzuwerfen, besonders weil die Bündncr sonst fortfahren würden, mit den lutherischen Ortenim Einverständniß zu handeln, was der katholischen Religion und den Katholiken in Bünden wenigGutes bringen dürfte, und weil die katholischen Orte in Zeiten der Roth dann um so weniger von ihnenZu besorgen^ hätten; auch könnte das Verhältnis mit den Zehngerichtcn, die in Bezug auf die hohen Ge-richte dem Haus Oesterreich unterthau sind, bei diesem Anlaß durch entsprechende Vorbehalte geregeltwerden, indem man sich zu nichts weiter verpflichten würde, als ihnen beizustehen, wenn jemand sie wi-der Recht und Billigkeit drängen würde. - Dieses alles wird in den Abschied genommen. Uri soll in-zwischen den Landammann Florin und den Gallus von Mont dahin zu vermögen suchen, auf einenzu bestimmenden Tag nach Einsiedeln zu kommen, auf welchem auch Schultheiß Pfyffer von Luecrn undLandammann A-Pro von Uri sich einfinden werden, um daselbst sich über alles zu besprechen. - Endlichwird auch an die geheimen Räthe zu Freiburg und Solothurn und an die beiden katholischen Landam-Männer von Appenzell geschrieben, sie möchten dafür sorgen. daß ihre Obern in der Sache sich nicht über-eilen, indem mau zuvor noch über einiges sich zu verständigen habe, was die katholische Religion betreffe.
Freiburg stellt schriftlich das Ansuchen, mau möchte eine Gesandtschaft an den Herzog von Savohcnabordnen um ihm zu seiner Vermählung Glük zu wünschen. Man findet dieses ganz angemessen, zudemauch der savohische Gesandte bittet, man möchte Gesandte, und zwar gleich jczt, ernennen. Daher werdennun erwählt von Luccru Heinrich Flekenstein, von Uri Pannerhcrr Kuhn, von Schwyz LandammanuRtding von Obwaldcn Landammanu Jakob und von Nidwaldeu Laudammaun Waser; der Gesandte vonZug will ohne Vorwissen seiner Obern nicht dazu stimmen und nimmt es in den Abschied. Der TagNr die Abreise der Gesandten wird ans nächsten Sonntag (14. October) angcsezt. I. (S. u. Frei- A-mt-r).
An den ftauzösischen Ambassador wird die Mahnung erlassen, er möchte mit allem Ernst dafür.orgen,dar, ff bis mm ll November berichtiget werden, indem mau lonst gcnothigcr
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Dil Gesandten von Schwyz und Unterwalden stellen das Begehren, es möch-te,,'-U)"rgc>"> . Weggcldsgesuch instruiert werden. Wird in den Abschied- dle Gesandten « «77 l»e° Wegge.d---dnl.ng d.l. w, «am. V.M.
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