Druckschrift 
4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
844
Einzelbild herunterladen
 

844

Octobcr 1534,

Conferenz der V katholischen Orte.

Lucern. Dienstag den Octobcr (neuen Kal.).

Ätaatsarctiiv Lncern. Lucern. Al'sch. Bd. 4 56. und Allgem. Absch. Bd. (VX ^4 4.lAuch in den Landesarchiven Ol'walden und Nidwalden.j

Rathsboten: Lucern. Ludwig Pfhffcr, Ritter, Schultheiß; Heinrich Flekenstein, Ritter, alt-Schuldheiß; Sebastian Feer, Pannerhcrr; Ulrich Dulliker, Fähnrich, beide des Raths. Uri. Peter von Pro, alt-Landammann; Sebastiail Kuhn, Pannerhedr und des Raths. Schwhz. Rudolph Rcding, Ritter, Landam-mann; Christoph Schorns, Ritter, alt-Landammann. Unterwaldcn. Kaspar Jakob, Landammann obdem Wald; Johann Waser, Ritter, Landammann nid dem Wald. Zug. Johann Müller, StadtschreibcrLucern, Uri, Unterwaldcn und Zug haben die vorgeschlagenen Mittel bezüglich des neuen Kalendersangenommen und ihre Stimmen dem Landvogt von Baden zugeschikt; dagegen haben sie über den Cut-schluß der beiden Städte Zürich und Bern noch keine Kcnntniß erhalten. Da nun Schwhz gerade »"Begriff steht, seine Annahmöerklärung an den Landvogt abzuschiken, soll eS von diesem Aufschluß verlange»'ob er nunmehr die Mandate gemäß Beschluß erlassen habe. Inzwischen soll man überlegen, wie mansich, im Fall Zürich nicht nachgeben sollte, hinsichtlich des angebotenen Rechts und des Obmanns ver-hallen wolle. An Appenzell wird mitgetheilt, was man nach Baden geschrieben hat. I». Der savohischcAmbassador, de la Bastic-Lullin, berichtet über die Heirath zwischen dem Herzog von Savohcn und de'Prinzessin von Spanien, versichert, daß der Herzog nichts so sehr wünsche als die Wohlfahrt der Eid-genossenschaft, und bringt vor, daß derselbe ihn als Gesandten in der Eidgenossenschaft abberufen habe; <»'dankt für die ihm erwiesene Freundschaft und meldet, daß der neue Ambassador in einigen Tagen a»kommen und das verfallene Vereinnngsgeld mitbringen werde. Darauf wird ihm für seinen freund-lichen Gruß und seine angenehmen Nachrichten gedankt, mit der Versicherung, daß man ihn gern gesehen,wenn er länger hier hätte bleiben können, sowie mit Glükwünschen zu seiner neuen Würde, e. Ritt'»Roll von Uri beklagt sich, daß er bei Bern wenig Geneigtheit finde für Einsezung seines Sohnes in d>eCommenthurei Buchsce, und bittet abermals um Hülfe und Rath. Weil man über den Handel niästweiter instruiert ist, läßt man es bei dem lczteu Abschied zu Baden bewenden und nimmt ihn ml roloronelmn. «>. Der Bericht des Ritter Roll, wie der Graf von Sulz gute Freundschaft und Nachbarschasgegen die V katholischen Orte zu halten sich anerboten habe, wird in den Abschied genommen, damit std^Ort auf künftigen Tag zu Baden darüber instruiere, ob man von dort auS jemanden an ihn abordn^oder wie man ihm sonst danken und sich mit ihm verständigen wolle, e. sS. u. Mainthal), t. Ha"^'mann voit Mentlen entschuldigt den spanischen Ambassador Pompejuö vom Kreuz, daß und warum vmselbe nicht persönlich erscheinen könne, und meldet, daß der König neuerdings seine nachdrüklichc H"zugesichert habe auf den Fall, daß die katholischen Orte der Religion wegen angefochten oder garAngriff genöthiget würden, und daß der Gudernator von Mahland und der Ambassador sich ebenchanerbieten, in diesen Sachen dem Willen deö Königs gemäß zu handeln. Dieses wird verdankt mit dc»Wunsch, es möchte Herr Pompejus berichten, was der Gubernator an die Bündner geschrieben, >vdiese geantwortet und was er in dieser Sache weiter zu thun sich entschlossen habe. An die Bünvnrwird geschrieben, sie möchten auf den Vortrag, welchen Gesandte der katholischen Orte im Juni bei